Olympische Sommerspiele in Tokio - der Liveticker

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    ExilBueraner schrieb:

    Krayer schrieb:

    S04basti schrieb:

    Indien holt Gold im Speerwerfen. Silber und Bronze gehen nach CZ.
    Interessant irgendwie, dass so ein riesiges Land wie Indien im Weltsport nur so selten in Erscheinung tritt.
    Ja, in der Tat, vielleicht genießt Sport dort keinen besonderen Stellenwert?Das Gegenteil sind ja die Niederlande, was da ein Volk von 17 Millionen rausholt, ist schon erstaunlich!
    Bißchen Pech war auch mit dabei, wie beispielsweise beim Speerwurf. Aber es stimmt schon. Deutschland schneidet bei Olympia immer schlechter ab. Meines Erachtens spiegelt das etwas die Leistungsfähigkeit unseres Landes wider. Wir sind auf dem absteigenden Ast. Wenn das so weiter geht, sehe ich schwarz. Die Belastungen, die wir uns aufbürden sind einfach zu hoch. Unser Bildungssystem ist schon seit Jahrzehnten eine Katastrophe, dabei hat ein Land ohne viel Rohstoffe gar keine andere Wahl als Brainpower.

    Ich bin ja als Kind in der DDR gewesen. Da gab es bei jeder Schule Spartakiade. Da mußte man sich mit anderen messen. Und dann gab es innerhalb der Stadt Schulmeisterschaften. Und es gab sehr vieel Sportangebote in der Schule. Auch eher unpopulärere Sportarten, die aber olympisch waren. So konnten sich die Kinder auch mal an unbekannten Sportarten ausprobieren, ob es was für sie ist. Und hier? Hier gibt es nichts vergleichbares. Da fängt es doch schon an.
    Ich finde es total schwer das zu bewerten.

    Auf der einen Seite finde ich Breitensportförderung wesentlich wichtiger als Spitzensportförderung.
    Auf der anderen Seite belegen ja Erfolge von Sportlern, das diese das Interesse am Breitensport erst fördern.
    In anderen Staaten genießt hingegen der Spitzensport eine viel höhere Wertigkeit.
    Totalitäre Staaten nutzen ihn, um die "Überlegenheit" ihres Staates gegenüber anderen Staaten zu beweisen.
    In wiederum anderen Staaten ist der Erfolg für einzelne Sportler die einzige Möglichkeit sich auch wirtschaftlich und sozial nach oben zu bringen.

    Wenn man zudem noch sieht, daß in einigen Sportarten Spitzenergebnisse nur erzielt werden können, wenn der Sportler bereits in frühester Kindheit die Grundlagen dafür gelegt hat, frage ich mich, ob das überhaupt in irgendeiner Form wünschenswert wäre.

    Ich beurteile demnach den Sportler nicht an seiner Platzierung, sondern an seiner Leistung. Und da sind dann eben manchmal auch 10. Plätze ein Erfolg und sollten auch so eingeordnet werden.
    Und manchmal hängt es an Kleinigkeiten. An Verletzungen, am Wetter.
    Diese Konzentration auf Medaillen finde ich persönlich schrecklich.
    So ist das halt im Sport, da geht es um das Siegen. Aber, wenn ich mir anschaue, wie sich da einige über Bronze gefreut haben oder daß sie im Finale mit dabei waren. So ein bißchen olympischer GEdanke ist da schon noch dabei.

    Und daß das Sportler sich von kleinauf ihrem Sport verschreiben finde ich nicht schlimm. Ist doch bei Musikern oder Sängern beispielsweise auch nicht anders. Um da weltspitze zu werden ist halt sehr viel Arbeit nötig. Bitter ist es, wenn es eine Medaille werden muß und sie diese dann nicht bekommen. Dann könnte man zum Schluß kommen, alles war umsonst. Also, wenn ich so ein guter Sportler gewesen wäre, der nur bei Olympia mit dabei gewesen wäre, da wäre ich schon ein Gewinner. Das muß einfach großartig sein. Und daß Kunz bei so vielen Spielern telefonierte und nur so wenige mitfahren wollten, das wundert mich. Der Zvererv, der hat das genau richtig gemacht. Dem wurde dann wohl bei Olympia erst richtig klar, wo er ist.

    Was mir eher Sorgen bereitet ist das Thema Doping. Wie da teilweise die Weltrekorde gefallen sind. Ich kann nicht glauben, daß das alles so sauber war. Die Kontrollen sind auch nicht überall gleich. Was alles so ging hat man ja nach 1990 gesehen, als der DDR Sport aufgearbeitet wurde. Wenn man das Thema endlich in den Griff bekommen könnte. Aber die Verfahren werden immer besser und die Proben bleiben Jahre erhalten. Mal sehen, wer demnächst noch alles seine Medaille verliert.

    birdy schrieb:

    Ich halte grundsätzlich übrigens seit längerer Zeit schon nichts von Sportarten, wo man gewinnt, weil der Gegner kampfunfähig oder verletzt ist, durch den Wettbewerb. Prominentes Beispiel auch Boxen. Kampfsport für mich einfach total blöde. Subjektiv.
    Waroom

    Olympics: Karate judges wipe spectacular head-kick KO in gold match gluecklicher ueber den hier? :/
    "Leider hat die AfD recht" - Bueraner

    Darth schrieb:

    Und daß das Sportler sich von kleinauf ihrem Sport verschreiben finde ich nicht schlimm. Ist doch bei Musikern oder Sängern beispielsweise auch nicht anders. Um da weltspitze zu werden ist halt sehr viel Arbeit nötig.
    Unterschied ist halt, als Musiker kannst du auch der 1000. "beste" sein, und immer noch gut Geld verdienen.
    In Mannschaftssportarten wie dem Fussball kannst du zumindest immer noch sagen, ok, reicht nicht fuer Bundesliga, spiel ich halt 1.griechische Liga stattdessen, gibt auch Geld.
    Oder vielleicht bist du nicht so super-gut, aber hast schlicht Glueck gehabt damit wo du aufgewachsen bist, und spielst dann auf einmal CL-Finale als Dortmunder Maskottchen, wo du anderswo vllt nur 3.Liga gepackt haettest.
    In Deutschland allein hast du ~350 aktive Erstliga-Spieler, ~30 pro Position.

    Selbst wenn wir sowas wie "Olympia-Teilnahme" 'bereits' als Erfolg werten - damit bist du im Normalfall einer der 20-30 besten Sportler der Welt (dass du SELBST DANN haeufig nicht davon leben kannst, ist nochmal ein ganz anderes Problem), und der Weltranglisten-100. ist komplett irrelevant.

    Weltspitze zu werden ist ueberall schwierig, aber in den wenigsten Professionen muss man Weltspitze sein, um ueberhaupt eine Chance auf irgendetwas zu haben. Olympia, bzw das generelle "Randsportarten-Environment", ist knochenhart.
    "Leider hat die AfD recht" - Bueraner

    Darth schrieb:

    Und daß das Sportler sich von kleinauf ihrem Sport verschreiben finde ich nicht schlimm.
    Schmaler Grat.
    Es ist ein riesiger Unterschied ob du dich aus Spaß einem Sport verschreibst, oder ob du von Anfang an auf Wettkampf und gewinnen müssen getrimmt wirst. Und das mit unmenschlichen Methoden. Schau mal wie in China Kinder von klein an ausgelesen werden.. Da ist kein Kind mehr Kind.
    Das wird aber bei Olympia ausgeblendet. Da ergötzt man sich an den unfassbaren Leistungen und verschließt die Augen unter welchen Entbehrungen und Druck diese zustande gekommen sind.

    Fox schrieb:


    Weltspitze zu werden ist ueberall schwierig, aber in den wenigsten Professionen muss man Weltspitze sein, um ueberhaupt eine Chance auf irgendetwas zu haben. Olympia, bzw das generelle "Randsportarten-Environment", ist knochenhart.
    Stimmt nicht so ganz. Bei Olympia kann man mit dabei sein, wo man bei einer WM nicht dabei wäre.

    Anonsten stimme ich Dir zu. Wenn man einen nicht so populäre Sportart betreibt und keine Medaille holt, dann sieht es finaziell sehr schlecht aus.

    Susann Ohlala schrieb:

    Darth schrieb:

    Und daß das Sportler sich von kleinauf ihrem Sport verschreiben finde ich nicht schlimm.
    Schmaler Grat.Es ist ein riesiger Unterschied ob du dich aus Spaß einem Sport verschreibst, oder ob du von Anfang an auf Wettkampf und gewinnen müssen getrimmt wirst. Und das mit unmenschlichen Methoden. Schau mal wie in China Kinder von klein an ausgelesen werden.. Da ist kein Kind mehr Kind.
    Das wird aber bei Olympia ausgeblendet. Da ergötzt man sich an den unfassbaren Leistungen und verschließt die Augen unter welchen Entbehrungen und Druck diese zustande gekommen sind.
    Ich habe das auf Deutschland beschränkt.