Johannes Struckmeier - Bewerber für den Aufsichtsrat

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      Liebes Block5-Forum,

      unser Herzensclub befindet sich in der größten sportlichen Krise der letzten 30 Jahre. Aus diesem Grund schauen alle Schalker bei der kommenden AR-Wahl und bei den zur Wahl stehenden AR-Kandidaten sicherlich ganz genau hin, damit die Krise schnell und nachhaltig gelöst wird. Als einer dieser AR-Kandidaten ist es mir ein Anliegen allen Interessierten in den kommenden Wochen einen tieferen Einblick zu gewähren, welche Wünsche und Ziele ich mit meiner Wahl verfolge. In welchem Format das geschehen wird, ist aktuell allerdings noch in der Abstimmung. Das bitte ich abzuwarten.
      Zusätzlich beantworte ich natürlich gerne sämtliche noch offene Fragen (vllt kann der Admin hier unterstützen; effizient können sein diese zu sammeln).


      Vorab schon einmal ein paar kurze Infos zu meiner Person:

      Ich bin Schalker, seit ich mich für Fußball interessiere. Meine Leidenschaft wurde im Mai 1989 durch den Besuch meines ersten Schalker Heimspiels gegen Fortuna Köln endgültig entfacht. Dieses „Heimspiel“ musste S04 nämlich Dank einer Platzsperre in meiner Geburtsstadt Hannover austragen. Ich bin Schalke-Mitglied, seit ich 13 bin, also seit mittlerweile über 20 Jahren. Außerdem bin ich stolzer Dauerkartenbesitzer und folge unserem Team zusätzlich so oft wie möglich in die Ferne.

      Bereits seit über zehn Jahren beschäftige ich mich mit betriebswirtschaftlichen und steuerlichen Fragestellungen rund um den Profisport, schwerpunktmäßig im Fußball (z.B. Entwicklung eines Genossenschaftskonzepts, UEFA Financial Fairplay Audits, Anteilstransaktionen, Erarbeiten von Konzepten zur internationalen Vermarktung, Ausarbeitung neuer TV-Geld-Verteilungsmodelle). Außerdem habe ich maßgeblich bei der Veröffentlichung zahlreicher Studien mitgewirkt, (z.B. die Deloitte Annual Review of Football Finance und die Deloitte Football Money League) und doziere an der Deutschen Sporthochschule zum Thema "Finanzierung von professionellen Teamsportorganisationen"

      Ich freue mich auf spannende Wochen und einen aktiven Austausch mit Euch. Gerne würde ich Teil des neuen AR-Teams werden. Ich bin optimistisch, dass unser Club bald wieder positive Schlagzeilen schreibt!

      Glück Auf,
      Euer Johannes
      Hallo Johannes,

      mich würden mal ihre Ideen und Vorstellungen interessieren. Ich finde es ja positiv, dass sie sich hier präsentieren, doch fehlt mir an dieser Stelle der Grund Ihnen meine Stimme zu geben. Wenn ich mir andere Vereine betrachte, so sind diese wesentlich professioneller aufgestellt und haben Leute mit Fußballsachverstand in ihren Reihen. Wie stehen sie zur Ausgliederung der Profilabteilung? Wie sind ihre Ideen für die Zukunft unseres Vereins. Was können Sie selbst dazu beitragen? Fragen über Fragen! Ich kenne sie nicht, doch ich möchte Ihnen gerne eine Chance geben!

      Glück auf!

      Ihr Frank
      Danke für die Vorstellung!

      Mich würde interessieren:

      - was glaubst Du, sind die wichtigsten Dinge, die sich auf Schalke ändern sollten?
      - welche Dinge müssten in ihrer aktuellen Form gestärkt werden?
      - wie siehst Du die Rolle des AR und wie kannst Du dabei unterstützen?
      - wie stehst Du zum Thema Ausgliederung und wie könnte ein sinnvoller Entscheidungsprozess aussehen?
      - welche Anliegen sind Dir besonders wichtig?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von danschu () aus folgendem Grund: Zu förmlich. Hier wird natürlich geduzt...

      Kurz und knapp:

      - Was (Maßnahmen?), wer (Einzelpersonen?) oder wie könnte man dMn endlich wieder Aufbruchstimmung auf Schalke erzeugen?

      - Worin würde sich für dich, nach den katastrophalen letzten Jahren, ein wirklicher Neuanfang mit Ausblick auf eine positive Zukunft widerspiegeln (oder fühlt es sich für dich bereits so an als gäbe es schon einen wirklichen Neuanfang im Club)?

      - Wie genau möchtest du dich im Aufsichtsrat einbringen und welche Dinge möchtest du im Verein gerne anschieben bzw. bei welchen Dingen input liefern?
      JHV 2016 - Der letzte Redner: "Wir in Block 7 haben in den letzten zwei Jahren selbst über die Mannschaft gelacht.
      Ich bin durch Christian Heidel motiviert. Ich will die Schale in der Hand halten. Ich gebe alles."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Giuliano-Celentano ()

      Hallo Johannes, vielen Dank, dass du dich den Fragen hier stellst.

      Meine Fragen an dich:

      - Was macht für dich einen funktionierenden AR eines Fußballvereins aus? Wie ist er besetzt, wie agiert er, welche Fähigkeiten, Kenntnisse und Persönlichkeiten sollten einen AR ausmachen?

      - Welchen Input möchtest du konkret liefern? Wo siehst du deine Stärken? Was kannst du einbringen, das dem FC Schalke zukünftig hilft?

      - Wo soll Schalke 04 am Ende deiner eventuellen Amtszeit (sprich in 3 Jahren) stehen und wie soll das gelingen?
      Hallo Johannes, ich habe nur zwei Fragen und hoffe auf eine Antwort die meine Emotionen für diesen Verein wieder wecken können.

      Was ist für dich der Grund, für den sportlichen Misserfolg?

      Schalke ist ein emotionaler Verein, ein positives Gefühl für den Verein schwindet aber bei vielen Fans und Mitgliedern dramatisch.
      Ein Grund dafür ist sicher, das in der Vergangenheit kein Wir Gefühl, ganz besonders im Profikader noch bei den handelnden Personen
      des Vereins vorhanden war. Was für Ansätze und Lösungsvorschläge hast du um diese Probleme zu beheben?
      (Kommunikation... Teambuilding... Mannschaft... Präsentation Verein..?)
      Guten Abend,

      ich habe mich bislang sehr über Eure detaillierten Fragen gefreut.

      Um mich etwas von dem frustrierendem Spiel abzulenken, beantworten ich im folgenden Text einen Teil Eurer Fragen. Die bislang noch ausstehenden Antworten versuche ich in der nächsten Zeit nachzuliefern. Die schriftliche Beantwortung benötigt doch mehr Zeit als vermutet :)

      Glück Auf,
      Euer Johannes

      _______


      Meine Expertise, welche ich gerne in unseren AR einbringen würde, bezieht sich vor allem auf meinen beruflichen Erfahrungen aus der strategischen und wirtschaftlichen Beratung im Profifußball sowie meiner emotionalen Bindung zu Schalke. :schal:


      Ich glaube es ist inzwischen Konsens, dass unser Verein in den Bereichen Fußball, Finanzen und Werte seit der letzten Mitgliederversammlung einen rasanten Abstieg und erhebliche Schäden genommen hat.



      Bedingt durch unsere schwachen sportlichen Leistungen, eine riskante Finanzpolitik und verstärkt durch die Corona-Pandemie kamen wir im vergangenen Geschäftsjahr einer Insolvenz zu nah. Die Lizenz für die kommende Spielzeit haben wir nur unter Auflagen erhalten und unser Fortbestand basiert auf der Annahme von signifikanten Transferlösen, erheblich reduzierten Personalkosten, zusätzlicher Sponsoringerlöse und zuschauerabhängigen Erlösen.


      Wir müssen ein besonderes Augenmerk auf unsere Liquidität legen und zukünftig eine wesentlich größere Kostenflexibilität in unsere Verträge aufnehmen. Dazu sollten wir Ereignissen mit erheblichen Auswirkungen auf unsere Erlöse (wie Wirtschaftskrisen, Abstiege, ggf. Insolvenz von Sponsoren) zukünftig durch effektive Klauseln zur Kostenreduktion begegnen.


      Gleichzeitig müssen Möglichkeiten geschaffen werden in zukünftigen Krisensituationen unseren Verein durch finanzielle Mittel zu stärken. Dazu bestehen zahlreiche Möglichkeiten. Eine davon ist die - von unserm ehem. AR-Vorsitzenden - thematisierte Ausgliederung. Die meisten Fans verbinden mit dem Wort "Ausgliederung" eine Transfer des Lizenzspielerbereichs in eine Kapitalgesellschaft in deren Folge sich dann ein Investor beteiligen kann. Aus meiner Sicht macht solch eine Form der Ausgliederung aktuell keinen Sinn. Es würde ein riesiger emotionaler Schaden entstehen. Die Spaltung der Mitglieder würde forciert werden. Dieses Szenario kann vermutlich nicht durch Geld aufgewogen werden. Zudem ist unser Unternehmenswert erheblich gesunken und interessante langfristige, strategische Partner findet man nicht wie Sand am Meer. Alternativen sind u.a. Genossenschaftsmodelle (jedoch sieht die DFL Lizenzordnung diese bislang überhaupt nicht vor) oder der Fortbestand im e.V.. Der e.V. könnte Finanzmittel durch neue Fananleihen oder auch die Veräußerung von Vereinswerten an die Mitglieder/Fans generieren. Für solch eine Option könnten Mitglieder z.B. eine Genossenschaft gründen die Anteile am Stadion oder Berger Feld erwirbt.


      Grundsätzlich halte ich aber nicht von einer reinen Symptom behandlung. Das bedeutet wir müssen GEMEINSAM eine Grundsatzentscheidung und eine ganzheitliche Strategie definieren. Wir müssen GEMEINSAM Antworten auf Fragen wie „Was ist für uns das Wichtigste: unsere Identität und Werte, finanzielle Stabilität oder sportlicher Erfolg?“ finden.

      Angenommen ich werde in den AR gewählt, so möchte ich im Rahmen der Kontrollfunktion bei den o.g. Themen unterstützen. In alle meine Entscheidungen werden IMMER Leitbild, Satzung und meine persönliche Wertevorstellung einfließen.
      Hi Johannes,

      kannst du bitte noch mal deutlicherer klar stellen wie du zu einer Ausgliederung stehst? Dein Absatz dazu liest sich etwas zweideutig.

      JoStruckmeier schrieb:

      Die meisten Fans verbinden mit dem Wort "Ausgliederung" eine Transfer des Lizenzspielerbereichs in eine Kapitalgesellschaft in deren Folge sich dann ein Investor beteiligen kann. Aus meiner Sicht macht solch eine Form der Ausgliederung aktuell keinen Sinn. Es würde ein riesiger emotionaler Schaden entstehen. Die Spaltung der Mitglieder würde forciert werden. Dieses Szenario kann vermutlich nicht durch Geld aufgewogen werden. Zudem ist unser Unternehmenswert erheblich gesunken und interessante langfristige, strategische Partner findet man nicht wie Sand am Meer. Alternativen sind u.a. Genossenschaftsmodelle (jedoch sieht die DFL Lizenzordnung diese bislang überhaupt nicht vor) oder der Fortbestand im e.V.. Der e.V. könnte Finanzmittel durch neue Fananleihen oder auch die Veräußerung von Vereinswerten an die Mitglieder/Fans generieren. Für solch eine Option könnten Mitglieder z.B. eine Genossenschaft gründen die Anteile am Stadion oder Berger Feld erwirbt.
      Es ist erstmal absolut egal wie die Fans dazu stehen - was ist deine persönliche Meinung dazu, die du als Aufsichtsratvertreter vertreten willst?

      Brauchen wir so etwas (langfristig) deiner Meinung nach um überleben zu können - wenn ja warum?

      Gruß
      xblax

      JoStruckmeier schrieb:

      Grundsätzlich halte ich aber nicht von einer reinen Symptombehandlung. Das bedeutet wir müssen GEMEINSAM eine Grundsatzentscheidung und eine ganzheitliche Strategie definieren. Wir müssen GEMEINSAM Antworten auf Fragen wie „Was ist für uns das Wichtigste: unsere Identität und Werte, finanzielle Stabilität oder sportlicher Erfolg?“ finden.
      Wie kommst du auf diesen Gegensatz? Ich sehe überhaupt keinen Tradeoff zwischen diesen Punkten. Der neue AR muss sich zu allererst um den sportlichen Erfolg kümmern. Alles andere folgt daraus. Alle Strukturdiskussionen sind müßig, wenn wir unser Hauptgeschäftsfeld, den Fußball, nicht wieder erfolgreich machen. Insofern erwarte ich von jedem Kandidaten, dass er hier den Fokus legt. Genau das war die Schwäche des bisherigen Aufsichtsrats und wir sehen, wohin uns dessen sportliche Fehleinschätzungen geführt haben. Bisher sehe ich keine Hinweise auf eine Änderung der sportlichen Strategie und erhoffe mir von neuen Kandidaten da neue Impulse. Wie stellst du dir die sportliche Ausrichtung vor? Wie werden wir wieder erfolgreich (und im ersten Schritt überhaupt mal wettbewerbsfähig)?

      xblax schrieb:

      Hi Johannes,

      kannst du bitte noch mal deutlicherer klar stellen wie du zu einer Ausgliederung stehst? Dein Absatz dazu liest sich etwas zweideutig.

      JoStruckmeier schrieb:

      Die meisten Fans verbinden mit dem Wort "Ausgliederung" eine Transfer des Lizenzspielerbereichs in eine Kapitalgesellschaft in deren Folge sich dann ein Investor beteiligen kann. Aus meiner Sicht macht solch eine Form der Ausgliederung aktuell keinen Sinn. Es würde ein riesiger emotionaler Schaden entstehen. Die Spaltung der Mitglieder würde forciert werden. Dieses Szenario kann vermutlich nicht durch Geld aufgewogen werden. Zudem ist unser Unternehmenswert erheblich gesunken und interessante langfristige, strategische Partner findet man nicht wie Sand am Meer. Alternativen sind u.a. Genossenschaftsmodelle (jedoch sieht die DFL Lizenzordnung diese bislang überhaupt nicht vor) oder der Fortbestand im e.V.. Der e.V. könnte Finanzmittel durch neue Fananleihen oder auch die Veräußerung von Vereinswerten an die Mitglieder/Fans generieren. Für solch eine Option könnten Mitglieder z.B. eine Genossenschaft gründen die Anteile am Stadion oder Berger Feld erwirbt.
      Es ist erstmal absolut egal wie die Fans dazu stehen - was ist deine persönliche Meinung dazu, die du als Aufsichtsratvertreter vertreten willst?
      Brauchen wir so etwas (langfristig) deiner Meinung nach um überleben zu können - wenn ja warum?

      Gruß
      xblax

      Hallo xblax,

      das Thema Ausgliederung ist sehr facettenreich und es gibt zahlreiche Formem, wie so etwas aussehen kann. Alle Einzelheiten zu erläutern würde in einen Fachvortrag ausarten, den ich Euch ersparen möchte. An geeigneter Stelle bzw. bei geeignter Gelegenheit können wir uns aber gerne ausführlich dazu austauschen. Durch meine beruflichen Erfahrungen habe ich hier einiges zu berichten. :)

      Meine persönliche Meinung ist wie beschrieben: "Aus meiner Sicht macht solch eine Form der Ausgliederung aktuell keinen Sinn. Es würde ein riesiger emotionaler Schaden entstehen. Die Spaltung der Mitglieder würde forciert werden. Dieses Szenario kann vermutlich nicht durch Geld aufgewogen werden. Zudem ist unser Unternehmenswert erheblich gesunken und interessante langfristige, strategische Partner findet man nicht wie Sand am Meer."


      Deine Anmerkung, dass es erstmal absolut egal ist wie die Mitglieder/Fans dazustehen, teile ich nicht. Zuerst muss es immer um das Wohl des Clubs gehen. Ein Verein der gegen seine Mitglieder/Fans arbeitet, kann mE nicht erfolgreich sein. Eine Spaltung der Fans, wie es Sie z.B. beim HSV gab, wäre für mich nicht hinnehmbar.

      Zum zweiten Teil deiner Frage. Die sportliche Performance beeinflusst unser langfristiges Überleben viel massiver. In diesem Kontext ist auch die Frage des Users le peonza del Schalke sehr wichtig (und darauf werde ich mit einem anderen Post eingehen). In den vergangenen 5-Jahren haben wir mit Ausnahme der Vizemeister-Saison unsere großen Ressourcen nie effizient eingesetzt. Da müssen wir ansetzen. Clubs wie der SC Freibung und Union Berlin zeigen, dass man auch im e.V. langfristig überleben kann.

      Schönen Feiertag und viele Grüße
      Johannes
      @JoStruckmeier

      Ich habe eine Frage an dich, die sich auf einen Vorfall aus der Vergangenheit bezieht und hoffentlich NIE wieder derart geschehen und dunkelste Schatten auf den S04 werfen wird:

      1) Der Ex ARV CT hat in der hinlänglich bekannten und oft in Auszügen zitierten Rede von Paderborn eine rassistische Äußerung getätigt, die neben der vielen Kritik an ihn gerichtet, auch erheblichen Schaden für unseren S04 zur Folge hatte, inklusive den Vorwürfen, der Verein würde zum Wohle des Verursachers einen rassistisch gefärbten Vorfall relativieren.

      Gesetzt dem Fall - ein Mitglied des Vorstandes, AR, ER, Trainerteam, Spielerkader, etc.pp. würde durch eine derartige Aussage wie sie CT traf, an die Öffentlichkeit gehen:

      Wie würdest du als AR Mitglied in dem Fall persönlich reagieren:

      - dich einer im Gremium AR durch Mehrheitsentscheid getroffenen Meinung anschließen und auf eine eigene Meinungsäußerung verzichten, auch wenn damit ggfs. eine als rassistisch einzustufende Äußerung "Nicht" als solche durch den AR bezeichnet würde,

      - oder dich in dem Fall über diese AR-Meinungsäußerung hinweg setzen und dich klar positionieren, indem du die rassistische Äußerung auch als solche benennst und auf eine sofortige Beendigung der Zusammenarbeit zwischen der entsprechenden Person mit dem S04 bestehen.


      Ich möchte hier definitiv keine Rassismus-Debatte mit dir provozieren, beileibe nicht. Ich möchte einfach nur erfahren, wie Jo Struckmeier denkt und handeln würde. Wie ist deine Haltung, natürlich auch im Hinblick auf das Schalker Leitbild. Wäre es für dich ein Unterschied, von wem ggfs. eine rassistische/ anti-semitische Äußerung fallen gelassen wird, wenn es heißt den Verpflichtungen des Amtes eines ARs nachzukommen?


      Ich weiß, dass dies ein heißes Eisen ist und viel Brisanz birgt. Aber die Vergangenheit zeigt, dass Schalkes Verantwortliche eben nicht alles dafür getan haben, Schaden vom Verein fernzuhalten und damit ganz viele Fans und Mitglieder entsetzt zurück ließen. Viele von uns haben sich geschämt, einen sich derart äußerden Menschen als ARV des FC Schalke04 zu wissen.

      Ich möchte so etwas nicht noch einmal erleben und ertragen müssen, ich hoffe daher auf dein Verständnis, dass ich diese Frage aufwerfe.
      Don´t ask me
      if you cannot bear the answer
      es gibt viel Forschung zum Hilfeverhalten.
      Ein Teil arbeitet mit Fragebögen, Ergebnis: Menschen sind gut und edel, helfen, selbst wenn sie persönliche Nachteile und Gefahren in Kauf nehmen müssen.
      Ein Teil arbeitet mit direkter Verhaltensbeobachtung in echten oder echt wirkenden Situationen. Die Ergebnisse sind ernüchternd.
      Was ich damit sagen will: ich glaube, dass solche Fragen wichtig sind aber nicht fiktiv vorab und theoretisch beantwortbar.
      "Dennoch kann nichts auf der Welt das Gefühl des Menschen verhindern, für die Freiheit geboren zu sein. Niemals, was auch geschehen mag, kann er die Knechtschaft ertragen; denn er denkt."
      Simone Weil