Überlegung: Reduzierung der nichtgewählten Aufsichtsräte, Abwahlmöglichkeiten

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      Überlegung: Reduzierung der nichtgewählten Aufsichtsräte, Abwahlmöglichkeiten

      Da sich, bedingt durch die anstehende MV und die überdurchschnittliche Medienpräsenz des Aufsichtsrats, derzeit überdurchschnittlich viele Mitglieder mit diesem Gremium beschäftigen (ich auch), möchte ich in diesem Thread ein paar Überlegungen sammeln, ob man die Satzung hinsichtlich der nicht von der MV gewählten Aufsichtsräte anpassen kann.

      Sollte man dies am Ende zu Anträgen ausformulieren, könnten diese aber sinnvollerweise erst 2022 zur Abstimmung kommen.

      Ziel hinter diesen Überlegungen soll eine Stärkung der Mitgliederversammlung sein. Das System Tönnies muss auch strukturell abgewickelt werden.

      Reduzierung der nichtgewählten Aufsichtsräte

      Derzeit haben wir 6 gewählte Aufsichtsräte. Diese werden um (bis zu) 5 nichtgewählte Aufsichtsräte ergänzt: 3 kooptierte, ein vom SFCV entsendeter und ein vom Sportbeirat entsendeter. Wir sollten mal hinterfragen, ob es sich dabei (5 von 11 werden nicht gewählt) um ein angemessenes Verhältnis handelt.

      Die Möglichkeit der Kooptation halte ich grundsätzlich für gut: Der AR kann gezielt Kompetenzen in den AR holen, die ihm allein durch die gewählten Mitglieder möglicherweise fehlen. Besonders was sportliche Kompetenzen angeht, kann dies sinnvoll sein.

      Die Hintergründe für die Entsendung eines Vertreters des Sportbeirats sind mir nicht ganz klar. Ist das sinnvoll?

      Die Entsendung des SFCV-Vertreters halte ich insgesamt für nicht mehr zeitgemäß (unabhängig von der derzeitigen Besetzung). Ist diese weiterhin sinnvoll?

      Was spräche dagegen, entweder die beiden Entsendeten ARs zu streichen (d.h. Aufsichtsrat bestünde aus 6 gewählten + bis zu 3 kooptierten) oder aber den SFCV-Entsendeten zu streichen sowie die Anzahl der kooptierten von 3 auf 2 zu reduzieren? In beiden Fällen würde man das Verhältnis zugunsten der demokratisch von der MV gewählten ARs verschieben, d.h. 6 von 9 AR-Mitgliedern werden von der MV gewält.

      Möglichkeiten zur Abwahl nichtgewählter Aufsichtsräte

      Die o.g. nichtgewählten Aufsichtsräte kann die MV als höchstes Organ des Vereins derzeit nicht abwählen / absetzen. Es gibt schlicht keine Möglichkeit.

      Wäre es möglich, eine Regelung zu schaffen, die es der MV ermöglicht, genau dies im Einzelfall zu tun?

      Die Hürden dafür sollten hoch sein. Es sollte kein regelmäßiger Bestandteil der MV werden, dass einzelne Aufsichtsräte zur Abwahl stehen. Vielleicht kann man die Nichtentlastung des Aufsichtsrates als Grundvoraussetzung für einen solchen Antrag machen und die tatsächliche Abwahl an eine Zweidrittel- oder sogar Dreiviertelmehrheit binden?
      Sportbeirat wurde glaube ich damit begründet, dass auch der Breitensport bei uns eine Stimme braucht. Genutzt wurde es dann um Buchta unkündbar zu machen, aber der Gedanke an sich ist nicht zwingend falsch.
      Schalke ist größer! #reclaimschalke
      Der Sportbeirat ist aber schon deutlich länger in der Satzung verankert, als das der Dr. Buchta von denen entsandt wird.
      Der ist ja früher auch selber zur Wahl antreten, und dann erst zum Entsandten vom Sportbeirat gemacht worden.

      Der SFCV Kandidat ist meiner Ansicht auch von den Mitgliedern gewählt. Im SFCV sind 1/3 auch parallel Schalke Mitglieder.
      Es ist schwierig hier den richtigen Vertreter für die Mitglieder zu finden.
      Oder wir müssen den als Mitglieder separat wählen. Das ginge dann ja auch als Briefwahl, dazu braucht es keine eigene Veranstaltung!

      Die Kooptierten wären bei mir die ersten Streichkandidaten. Allerdings haben wir als e.V. gegenüber unseren Sponsoren sonst kein Gimmick anzubieten.
      Und 2 der 3 stammen von "unseren" Geldgebern.
      Aber 10 will der AR wieder wegen dem Stimmenpatt nicht, wenn dann müßten 2 wegfallen. 1 Kooptierter und ?
      Siquan tinoma fulassa numu hua da tiri

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Netsmurf ()

      Netsmurf schrieb:

      Aber 10 will der AR wieder wegen dem Stimmenpatt nicht, wenn dann müßten 2 wegfallen. 1 Kooptierter und ?
      Der SFCV-Entsandte. Dadurch gebe es weiterhin das von dir angesprochene "Gimmick" für die Sponsoren, aber gleichzeitig würde der prozentuale Anteil der von der MV gewählten Mitglieder steigen. Obwohl man grundsätzlich die Sponsorenbeteiligung an dem AR ablehnen sollte, aber dazu hat heutzutage, auch außerhalb von Schalke, keiner mehr die Eier.
      Ich stehe jetzt ein wenig auf dem Schlauch.
      Geht es hier um den Antrag von Manuel Bohnert der bereits vom AR abgelehnt wurde oder um eine andere Idee?
      That's what I love about these high school girls, man. I get older, they stay the same age.
      Sollen nicht eigentlich ALLE von der Mitgliederversammlung Gewählten die Interessen der Mitglieder vertreten oder wieso wird das bei dem SFCV-Entsandten so hervorgehoben? ?( Der hat doch kein imperatives Mandat? Rojek hat doch seinerzeit sogar dem viagogo-Deal zugestimmt.

      ährwin04 schrieb:

      Kooptierten einfach das Stimmrecht streichen und sie dürfen keine Ämter übernehmen. Fall gelöst.
      Das ist ein Schritt in die richtige Richtung.
      Wer mit Sitz und Stimme über die Geschicke des Vereins, das Wohl und Wehe, wie man so früher sagte, Entscheidungsbefugnisse bekommt, muss von den stimmberechtigten Mitgliedern dafür ein Mandat bekommen haben.
      Sie dürfen als Gast teilnehmen mit Rederecht, damit kann man unbedingt zufrieden sein.
      Der Schalker Kreisel ist ein Passspiel mit direkten kurzen Pässen. Charakteristisch für diese Form des Zusammenspiels war das aktive Freilaufen der nichtballführenden Mitspieler, um dem Ballbesitzenden permanent mehrere Anspielstationen zu bieten. (Wikipedia)

      Il Barto schrieb:

      Sportbeirat wurde glaube ich damit begründet, dass auch der Breitensport bei uns eine Stimme braucht. Genutzt wurde es dann um Buchta unkündbar zu machen, aber der Gedanke an sich ist nicht zwingend falsch.
      Auch mit einem guten Hintergedanken kann oder muss man eventuell feststellen, dass die beabsichtigte Wirkung nicht eintritt. Jens Buchta vertritt ja alles mögliche, aber sicherlich nicht den Breitensport (in relevantem Maße).

      ebb schrieb:

      Ich stehe jetzt ein wenig auf dem Schlauch.
      Geht es hier um den Antrag von Manuel Bohnert der bereits vom AR abgelehnt wurde oder um eine andere Idee?

      Es geht grundsätzlich darum, Idee zu sammeln, wie man das Agieren der nichtgewählten Aufsichtsräte besser unter die Kontrolle der MV bekommen

      Netsmurf schrieb:

      Der SFCV Kandidat ist meiner Ansicht auch von den Mitgliedern gewählt. Im SFCV sind 1/3 auch parallel Schalke Mitglieder.
      Es ist schwierig hier den richtigen Vertreter für die Mitglieder zu finden.
      Oder wir müssen den als Mitglieder separat wählen. Das ginge dann ja auch als Briefwahl, dazu braucht es keine eigene Veranstaltung!
      Gibt es denn einen plausiblen Grund, warum der SFCV abweichend vom vorgesehenen Prozedere einen Kandidaten für den AR benennen darf oder ist das nur noch ein Relikt aus früheren Zeiten? Falls Zweiteres, bin ich dafür dies abzuschaffen. Bei solch wichtigen Gremien ist es wichtig, keine Relikte mit sich herumzuschleppen.

      Das bedeutet ja nicht, dass der SFCV nicht ein oder mehrere Kandidaten für die Wahl nominieren könnte. Und mit dem Rückhalt der Mitglieder würden diese dann ja auch gewählt.

      miner schrieb:

      ährwin04 schrieb:

      Kooptierten einfach das Stimmrecht streichen und sie dürfen keine Ämter übernehmen. Fall gelöst.
      Das ist ein Schritt in die richtige Richtung.Wer mit Sitz und Stimme über die Geschicke des Vereins, das Wohl und Wehe, wie man so früher sagte, Entscheidungsbefugnisse bekommt, muss von den stimmberechtigten Mitgliedern dafür ein Mandat bekommen haben.
      Sie dürfen als Gast teilnehmen mit Rederecht, damit kann man unbedingt zufrieden sein.
      Finde ich tatsächlich auch einen ziemlich spannenden Ansatz. Vor allem einfach.

      Man könnte die bisherigen Regelungen dann auch erstmal so belassen. Die 6 gewählten Mitglieder haben Stimmrecht, die anderen 5 dürfen teilnehmen, beraten, aber nicht abstimmen. Das kann man auch plausibel erklären. Gefällt mir wirklich gut. Wurde so etwas in den letzten MVs abgestimmt? (Mir fällt es schwer, mich an die Satzungsänderungsanträge vor zwei oder noch mehr Jahren zu erinnern. Gibt es die Protokolle der MV irgendwo zum Abruf?)

      zettelbox schrieb:

      Gibt es denn einen plausiblen Grund, warum der SFCV abweichend vom vorgesehenen Prozedere einen Kandidaten für den AR benennen darf oder ist das nur noch ein Relikt aus früheren Zeiten?
      Es ist alles ein Relikt aus alten Zeiten, auch der e.V.

      Der SFCV Kandidat ist immer noch am ehesten am Ottonormalverbraucher dran.

      Auf der MV wählen wir doch sowieso nur die besten Redner rein, wer überprüft denn im Vorfeld ob der Banker, Vorstand oder Geschäftsführer Spiele außerhalb einer Loge besucht?
      Wissen die, wo unsere Schmerzgrenze bei den Eintrittspreisen liegen, ich glaube nicht.

      Mir kommt da die Mitgliedervertretung in unserem Verein sowieso etwas zu kurz.
      Siquan tinoma fulassa numu hua da tiri

      miner schrieb:

      ährwin04 schrieb:

      Kooptierten einfach das Stimmrecht streichen und sie dürfen keine Ämter übernehmen. Fall gelöst.
      Das ist ein Schritt in die richtige Richtung.Wer mit Sitz und Stimme über die Geschicke des Vereins, das Wohl und Wehe, wie man so früher sagte, Entscheidungsbefugnisse bekommt, muss von den stimmberechtigten Mitgliedern dafür ein Mandat bekommen haben.
      Sie dürfen als Gast teilnehmen mit Rederecht, damit kann man unbedingt zufrieden sein.
      Jens/AR Voice: das system der kooptierten AR hat sich über jahre bewährt (hehe, ich selber muss mich auch nicht zur Wahl stellen). Somit können wir für verschiedene Bereiche (hehe, eigentlich nur Sponsoren und Wirtschaftsdudes mit kleinem sineP) Expertise ins Gremium holen.

      In Beiräten mitzuwirken ist diesen Schalke liebenden Räten zu wenig der Kompetenz (sineP, siehe oben).

      Basta.

      Luitze schrieb:

      Jens/AR Voice: das system der kooptierten AR hat sich über jahre bewährt (hehe, ich selber muss mich auch nicht zur Wahl stellen). Somit können wir für verschiedene Bereiche (hehe, eigentlich nur Sponsoren und Wirtschaftsdudes mit kleinem sineP) Expertise ins Gremium holen.
      In Beiräten mitzuwirken ist diesen Schalke liebenden Räten zu wenig der Kompetenz (sineP, siehe oben).

      Basta.

      Jens/AR Voice wird so lauten, absolut. Ein solcher Antrag würde auch mit 100 % Sicherheit abgelehnt. Nach der diesjährigen MV reicht aber hoffentlich eine einfache Mehrheit, den Antrag entgegen der AR-Empfehlung zur Abstimmung zuzulassen. Und wenn genug Mitglieder merken, dass die kooptierten/entsendeten Mitglieder unverhältnis viel Macht ausüben, hat eine solche Satzungsänderung in meinen Augen durchaus Chancen.

      MV Voice: Dass kooptierte Mitglieder zusätzliche Kompetenz mit einbringen können, halte ich auch für richtig. Kooptationen im Aufsichtsgremium finde ich bei großen Vereinen gut (auch außerhalb von Fußballvereinen, ich kenne das zum Beispiel vom Präsidium einer großem gemeinnützigen Stiftung). Aber benötigen sie für die Einbringung zusätzlicher Kompetenz ein Stimmrecht? Ich meine nein. Eigentlich dient das nur als Gimmick, um die Position des Beraters attraktiver zu machen, aber ich glaube, dass sich bei unserem Verein auch genug Leute finden, die ihre Kompetenz ehrenamtlich und ohne Belohnung in Form eines Stimmrechts im AR einbringen würden.

      Il Barto schrieb:

      Sportbeirat wurde glaube ich damit begründet, dass auch der Breitensport bei uns eine Stimme braucht. Genutzt wurde es dann um Buchta unkündbar zu machen, aber der Gedanke an sich ist nicht zwingend falsch.
      könnte man ja rollierend machen. Jährliche Rotation. Der soll ja nur dabei sein und aus der Abteilung berichten. Das muss ja kein Dauerposten für eine bestimmte Person sein. Wie bei allen Kooptierten. Immer für ein Jahr, jedesmal eine andere Person.
      Zuerst ignorieren sie Dich, dann lachen sie über Dich, dann bekämpfen sie Dich und dann gewinnst Du.“ (Mahatma Gandhi)
      Punk und Schüsslersalze! (Herb)

      Wilko schrieb:

      Il Barto schrieb:

      Sportbeirat wurde glaube ich damit begründet, dass auch der Breitensport bei uns eine Stimme braucht. Genutzt wurde es dann um Buchta unkündbar zu machen, aber der Gedanke an sich ist nicht zwingend falsch.
      könnte man ja rollierend machen. Jährliche Rotation. Der soll ja nur dabei sein und aus der Abteilung berichten. Das muss ja kein Dauerposten für eine bestimmte Person sein. Wie bei allen Kooptierten. Immer für ein Jahr, jedesmal eine andere Person.
      Oder halt auch da: Wenn er aus den Abteilungen berichten und seine Meinung mit einbringen möchte, braucht der Sportbeirat-Entstandte dafür ja kein Stimmrecht.

      Nebeneffekt: Der nichtdemokratische Weg für Jens Buchta als Dauermitglied im AR wäre dahin, denn ohne Stimmrecht funktioniert dieser "Beiratsmissbrauch" nicht mehr.

      Stimmrecht nur für über die MV gewählte AR-Mitglieder: Mir gefällt dieser Vorschlag immer besser.

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      zettelbox schrieb:

      Jens/AR Voice wird so lauten, absolut. Ein solcher Antrag würde auch mit 100 % Sicherheit abgelehnt. Nach der diesjährigen MV reicht aber hoffentlich eine einfache Mehrheit, den Antrag entgegen der AR-Empfehlung zur Abstimmung zuzulassen. Und wenn genug Mitglieder merken, dass die kooptierten/entsendeten Mitglieder unverhältnis viel Macht ausüben, hat eine solche Satzungsänderung in meinen Augen durchaus Chancen.
      Ich habe absolut keine Ahnung wie das Meinungsbild bei ner Mitgliederversammlung zu dem Thema sein könnte und ob auch nur 50% einer Zulassung zustimmen werden.
      Vermute es gibt viele die bei dem Thema in das Horn mit den verschreckten Wirtschaftsgrößen und Sponsoren stoßen könnten.
      @Luitze: Kann ich auch nicht einschätzen. Von jetzt bis zu einer eventuellen Abstimmung hätte man ja rund 15 Monate Zeit. Man muss den Antrag vernünftig formulieren (bestenfalls über einen Juristen) und dafür Werbung machen. Wenn man dann keine 50 % damit erreicht, dann ist das so, muss man mit leben. Auch das ist der Verein.
      Sollen über ihre Abteilung berichten, Expertise einbringen, ihr Netzwerk zur Verfügung stellen und gerne auch durch die Arbeit im AR ihr eigenes erweitern und gerne dem AR als Berater zur Verfügung stehen. Ein Stimmrecht benötigen die Kooptierten nicht. Und der Vorschlag von Wilko noch on top, ist es ausreichend, wenn die Kooptierten rollierend arbeiten.

      Dazu muss im AR in meinen Augen keine Kontinuität herschen. Die sollen kontrollieren und beaufsichtigen. Hin und wieder (bei uns leider viel zu häufig) einen Vorstand bestellen. Aber ständig im Fokus sein (Presse, TV) sollten sie nicht. Dafür benötigt es keine Kontinuität. Der AR bei einem (Noch-) Verein sollte durch die MV generell rollierender sein, als es bisher ist.
      Dazu muss man aber auch den Schritt gehen, ALLE, die kandidieren, auch zur Wahl zu zu lassen. Was sich auch vorab durch Infoveranstaltungen, MitGEredet, Kreisel und Onlinevorstellungen bewerkstelligen lässt, sodass auf der MV nur noch die Wahl notwendig ist.
      Ich schweife ab, denn sonst wäre ich noch beim ER, WA...
      "Auf Schalke ist die Erwartungshaltung riesig, die Realität enttäuschend und die Unruhe zerstörerisch."
      Lukas Schmitz