Dimitrios Grammozis - Cheftrainer

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      Susann Ohlala schrieb:

      Mischa schrieb:

      @T.V. Eye Vielleicht ist ein beinahe hoffnungslos verschuldeter Zweitligist aber auch nicht die erste Adresse, bei der du Konzeptfußball suchst. Schalke braucht dringend Ergebnisse und den sofortigen Aufstieg.
      Halte ich für langfristig gefährlich.Am Ende wirst du eine Fahrstuhlmannschaft.
      Das mag sein, aber wie Du schreibst: Verglichen mit einem längeren Zeitraum der Zweitklassigkeit ist Fahrstuhlmannschaft wirtschaftlich besser. Erstrebenswert ist mir das aber alles auch nicht. Ich will jedes Spiel gewinnen, damit erledigen sich die meisten Probleme von selbst.

      Susann Ohlala schrieb:

      Mischa schrieb:

      Unser Kader ist auch nicht langfristig geplant.
      Sehe ich nicht so.Bei den Leihen muss man erstmal sehen wie wir letztlich abschneiden und ob es danach nicht auch finanzielle Möglichkeiten gibt.
      Dieses Jahr hatten wir ich glaube 45 Transfers.. Solche Größenordnungen werden wir nicht wieder sehen.
      Und eine normale Fluktuation von 5, 6 Positionen sind eigentlich bei fast allen Mannschaften normal.
      Aber gerade deshalb ist es so eminent wichtig funktionierende spielerische Systeme zu haben. Dann ist es immer leichter neue Spieler zu integrieren.
      Was soll denn so ein System sein? Mir wird der Begriff etwas zu hoch gehängt. Die Idee von van Gaal für den FC Bayern etwa halte ich jetzt nicht direkt für Raketenwissenschaft: Andries Jonker im Interview: "Wir haben ein anderes, ein schöneres Bayern geschaffen" (spox.com, relevante Stelle auf Seite 3).

      Es ist ja nicht so, dass wir unter Grammozis kein System hätten. Es is den Leuten bloß nicht schön, offensiv, dominant, … genug. Viel mehr ist es doch trotz 45 Kaderbewegungen schon zum Ende des Sommers so, dass man zunehmend Abläufe erkennen kann und eben genau nicht mehr den Eindruck hat, dass sich da eine Gruppe fremder Leute zum ersten Mal sieht und spontan beschlossen hat, zusammen zu kicken.

      Witzigerweise spricht Jonker auch darüber, dass die Spieler verwundert waren, dass Siege alleine nicht reichten. Aber ich habe noch von niemandem auch nur eine Silbe über eine konkrete System-Ausprägung gelesen oder gehört. Kein Funktionär hat je mehr gesagt als “wir müssen auch in Ballbesitz Lösungen finden.” Und auch hier liest man nicht mehr als “xy in abc macht das aber viel besser.” (Ja was denn?)

      Susann Ohlala schrieb:

      Bei allem Erfolg hat mich das Paderborn in Teilen an Wagners (erfolgreichen) Fußball erinnert. Und wie fragil ein solcher Fußball sein kann, haben wir erleben müssen.
      Ich habe heute erst im Guardian gelesen, dass man da gar nix machen konnte :O
      Ernsthaft, jede Mannschaft ist in der einen oder anderen Art fragil. Und wie man liest/hört, hat Dimi an der Stelle zusammen mit Asa, Schröder und dem Trainerteam richtig gute Fortschritte gemacht.
      "Nach Angaben von Eyo erklärte die Springer-Anwälte dem Gericht in einem Schriftsatz: "Das Kerngeschäft der Klägerin ist die Vermarktung von Werbung. Journalistische Inhalte sind das Vehikel, um die Aufmerksamkeit des Publikums für die werblichen Inhalte zu erreichen." [http://www.golem.de/news/adblock-plus-axel-springer-sieht-journalismus-nur-als-vehikel-fuer-werbung-1509-116587.html]

      “Es reicht nicht aus, ein wenig das Schalke-Trikot zu tragen und etwas zu kicken.”
      - Dimitrios Grammozis -

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mischa () aus folgendem Grund: Zitatbeschreibung ergänzt

      JUSTAHHH schrieb:

      Warum ist es ergebnistechnisch erfolgsversprechender, den Ball aus der Innenverteidigung blind nach vorne zu kloppen und darauf zu hoffen, dass er irgendwie durchrutscht anstatt es mit anständigem Passspiel zu probieren.
      Ich glaube, das wünscht sich fast jeder Trainer und fast ebenso jede Mannschaft. Die Gründe, warum Bälle jedoch manchmal lang geschlagen werden, ist oftmals der jeweiligen Situation. Ganz oft fehlende Anspielstationen und je nach taktischer Grundausrichtung die dafür nicht optimale Aufteilung im Mittelfeld. Oftmals ist es dem Sicherheitsgedanken geschuldet, den Ball so weit wie möglich aus der Gefahrenzone zu bringen, mit dem Nebeneffekt einen Angriff einzuleiten. Kann man sicher dran arbeiten, grundsätzlich ist aber auch das Spiel mit langen Bälle eine taktische Variante.

      JUSTAHHH schrieb:

      Auch wenn das besonders am Anfang noch nicht alles klappt.
      Ne, genau das ist das Problem. Klappt das nämlich nicht und wir fangen uns dadurch Gegentore, kommt Feuer aus allen Rohren. Wir wissen doch, wie das bei uns läuft. ;)

      JUSTAHHH schrieb:

      Mal ganz davon zu schweigen, dass schon mittelfristig gesehen eine Spielanlage deutlich mehr Punkte verspricht.
      Wie gesagt, auch das Operieren mit langen Bälle ist eine Spielanlage oder taktische Ausrichtung. Es sollte aber auch nur eine Option von mehreren sein. Denn nicht eine Spielanlage verspricht deutlich mehr Punkte, sondern taktische Flexibilität. Um dahin zu kommen, wird es sicherlich noch was dauern aber genaus das erwarte ich von einem Trainer, egal, wie er heißt. Schauen und denken wir erst mal in kleinen Schritten, den nächsten gerne am Freitag.
      "Schlakke war damals die Ausgeburt der Hölle. Woche für Woche zogen Heerscharen von zahnlosen und arbeitsscheuen – dafür aber umso gewaltbereiteren – niederen Kreaturen durch die Republik, um sich mit Gleichgesinnten im Parkstadion zu treffen. Selbst auf 50,- DM Haupttribünenplätzen herrschte akute Lebensgefahr, wenn man ein anderes Trikot als das der Meineid-Zombies trug."
      Aber @Mischa
      So weit liegen wir doch auch gar nicht auseinander.
      Ich finde wir haben eine wirklich sehr, sehr starke erste elf.
      Auf der Bank fällt die Qualität dann ab - aber das ist überhaupt nicht schlimm. Und so schlecht wie sie manchmal geredet wird, ist sie in meinen Augen auch wieder nicht.

      Und ich sehe auch Fortschritte. Auch zwischen Spiel 1 und Spiel 6
      Nicht nur innerhalb der Mannschaft, sondern auch bei Grammozis selber. Wie z. B. das man nicht mehr das Gefühl hat einen Sieg nach Hause verteidigen zu wollen.
      Ob das mal Traineranweisung oder fehlender Mut in der Mannschaft war, ist letztlich geschenkt.
      Auch scheint er die richtige Balance zwischen 3er-Kette / 5er-Kette und 4er-Kette gefunden zu haben.

      Nur nach vorne sehe ich zwischen Spiel 1 und Spiel 6 wenig Entwicklung.. Das kann am Ausfall Latzas liegen. Es kann am Übereifer der Spieler liegen. Weiß ich nicht.
      Aber ich habe zu oft den Versuch des langen balls nach vorne gesehen. Und da unsere Jungs sehr bissig waren, haben sie dann tatsächlich oft den zweiten Ball erobert und Druck auf den Gegner ausgeübt.
      Das ist mir, als ehemaligen Stürmerin, einfach zu wenig. Da entstehen Chancen eher aus Zufällen. Und Tore weil es einfach Terodde ist.
      Da wäre es, sinnvoller mal etwas weniger hektisch zu spielen. Mal kontrolliert zu spielen. Räume nutzen.
      Ich sage ja auch nicht dass das nicht noch kommen wird.
      Ich setze darauf.. Wenn wir aber bei dem Prinzip bleiben würde, hielte ich das für gefährlich und nicht zukunftsfähig.

      Aber momentan ist alles im lot.

      Susann Ohlala schrieb:

      Es, ist die eine Frage ob man durch den Ausfall eines Leistungsspieler einfach Qualität verliert und schwächer spielt - oder ob dadurch das ganze System zusammenfällt.

      Ersteres hat jedes Team.
      Aber sollte bei Dortmund mal Haaland nicht spielen, geht zwar nicht jeder Schuß ins Tor, aber sie müssen nicht komplett umstellen. Als Extrembeispiel.
      Frage ist halt immer auch wie gut der Ersatz ist, und ob ich lieber mit einem schwachen Ersatzmann das gleiche System weiterspiele, oder lieber weiterhin 11 einwandfrei taugliche Spieler aufbieten will und dafür das System umstelle.
      Das hat natürlich auch was mit der Kadertiefe und der Qualität insgesamt zu tun.

      Für mich erscheint es klar das wir eigentlich bei einer längerfristigen Verletzung das System umstellen müssen.
      Wenn ich die Bank gegen Paderborn sehe wird mir Angst und Bange, vorallem wenn man berücksichtigt das da mit Flick, Thiaw, Zalazar und Churlinov ja schon vier kaum erfahrene Spieler in der Startelf gestanden haben.
      Ohne Latza und Drexler sind wir im Mittelfeld schon schwer am Anschlag, wenn nicht darüber hinaus.

      Aber da kann man natürlich eine andere Meinung zu haben, natürlich.

      Susann Ohlala schrieb:

      Ich sehe halt die potentielle Gefahr wie unter Wagner.
      Ich habe nicht verstanden warum er der Auffassung war, daß System mit den Ergänzungsspielern nicht spielen zu können.
      Einige Spieler haben ja Chancen bekommen, am Ende konnte fast keiner nachweisen das er da wettbewerbsfähig auf dem Niveau unterwegs sein könnte.
      Und dann hilft dir das System auch nicht weiter.
      Wenn du auf Schlüsselpositionen deutlich schlechter besetzt bist, kannst du mit dem besten System eben nichts gewinnen.

      Susann Ohlala schrieb:

      Da Grammozis das z. B. ausgleicht indem er verschiedene Systeme ausprobiert, indem er Spieler auf verschiedenen Positionen einsetzt, das ist schon viel Wert.
      Jetzt fehlt mir "nur" noch etwas kontrollierter und damit besser einstudierbarer Aufbau, auch mal etwas mehr Ruhe und Ballkontrolle um mal Hektik rauszunehmen.
      Dann hätte er alles richtig gemacht.
      So basiert viel auf Zufall und Tagesform.
      Ich bleibe dabei, es fehlt bei uns vielfach an Qualität mit dem Ball.
      Solche Phasen mit Ballkontrol in der Hälfte des Gegners siehst du auch in der 2. Liga nicht so oft, eigentlich eher am Anfang beim zaghaften Abtasten der Tagesform.
      Die Gegner sind ja auch alle Berufsfussballer und Profisportler. Rennen, anlaufen und zustellen ohne Ball können die auch alle. Da sind die Unterschiede zur Bundesliga sogar eher gering.
      Im Grunde sind diese "Pressing" Systeme gegen schlechtere Fussballer halt noch effektiver.
      Sobald wir Druck in der Hälfte der Gegner kriegen ist der Ball schnell weg. Da fehlt individuelle Qualität mit Ball in der Kaderbreite, vorallem jetzt ohne Drexler und Latza.
      Ich persönlich glaube das man das vergessen sollte.
      Ich glaube das jede bessere Mannschaft uns genau diese Hektik durch das Zustellen und situative Pressing aufdrücken kann, wenn sie bereit sind hinten 1gegen1 zu stehen und entsprechend rausrücken.
      Phasenweise sah das ja gegen Paderborn wie Manndeckung auf 3/4 des Feldes aus. Am Ende nutzen Terodde und Bülter das genau dann eben aus.
      Thiaw ist jetzt noch dazu als Schwachstelle im Spielaufbau ausgemacht.
      Das wir uns mit diesen Spielern bei so einer Feldaufteilung ohne Räume von hinten nach vorne über 7 oder 8 Stationen durchkombinieren ist fast unmöglich. Dafür reicht die Qualität einfach nicht.
      Das war halt nicht der Fussball wo der Gegner sich in seiner Grundordnung bis zum eigenen 16er zurückzieht.
      Da kriegt einer von uns den Ball auf Höhe der Mittellinie, und im Grunde sind alle um ihn herum nicht anspielbar.
      War halt jetzt das Paderborn Spiel, aber auch HSV, Düsseldorf und Kiel waren phasenweise ähnlich.
      Mag sein das die nächsten Spiele auch anders werden.

      ghosty666 schrieb:

      ...
      Da kriegt einer von uns den Ball auf Höhe der Mittellinie, und im Grunde sind alle um ihn herum nicht anspielbar.
      ...
      Nur mal exemplarisch dieser eine Satz: Genau sowas darf aber nicht sein. Dafür muß man Lösungen haben (bzw. die müssen eher kurz- denn mittelfristig her). Das ist wirklich kein Hexenwerk, was man nur hinbekommt wenn man Spitzenspieler im Kader hat. Das hat auch was mit Laufwegen, Raumaufteilung etc. zu tun, und sowas kann man auch Spielern aus der 2. Reihe beibringen. Das sind auch alle Berufsfussballer und Profisportler, und wir reden ja nicht von hochkomplexem guardiolaschem Tikitaka, sondern einfach von gewissen Automatismen und Struktur im Aufbauspiel. Das ist auch in der 2., 3., 4. und 5. Liga keine Sensation.

      Neu

      T.V. Eye schrieb:

      ghosty666 schrieb:

      ...
      Da kriegt einer von uns den Ball auf Höhe der Mittellinie, und im Grunde sind alle um ihn herum nicht anspielbar.
      ...
      Nur mal exemplarisch dieser eine Satz: Genau sowas darf aber nicht sein. Dafür muß man Lösungen haben (bzw. die müssen eher kurz- denn mittelfristig her). Das ist wirklich kein Hexenwerk, was man nur hinbekommt wenn man Spitzenspieler im Kader hat. Das hat auch was mit Laufwegen, Raumaufteilung etc. zu tun, und sowas kann man auch Spielern aus der 2. Reihe beibringen. Das sind auch alle Berufsfussballer und Profisportler, und wir reden ja nicht von hochkomplexem guardiolaschem Tikitaka, sondern einfach von gewissen Automatismen und Struktur im Aufbauspiel. Das ist auch in der 2., 3., 4. und 5. Liga keine Sensation.
      Ja, das sind Profis aber in der Regel 2-Liga-Profis. Ich sehe da einen großen, wenn nicht den größten Unterschied und halte es da eher mit ghosty. Ein venünftiges Anlaufen bzw. Pressingsystem kreigen die Jungs in der 2. Liga alle locker hin. Ebenso wie ein Defensivverhalten mit Ketten und entsprechenden Abständen, was dem Gegner kaum Räume und Chancen ermöglicht. Das "bisschen" Taktik bekommt man denen locker beigebracht.

      Der Unterschied ist eben, spielerische Lösungen im Ballbesitz zu finden, unter Pressingdruck, weiter technisch sauber im Passspiel zu bleiben. Und dies siehst man bei 2-Ligisten eben eher selten, weil genau da Qualitätsunterschied zur ersten Liga besteht (unter anderem). Hat gar nichts mit Tikkitakka oder Automatismen zu tun, sondern einfach mit der technischen Fähigkeit der einzelnen Spieler. Wir mögen Spieler in der Mannschaft haben, die dies vielleicht schon in der Bundesliga bewiesen haben aber wir haben auch andere, bei denen das nicht so ist. Und das macht sich halt in den Drucksituationen bemerkbar, Und dann kommt eben eher der lange Ball als das kurze Zuspiel.

      Ist alles gut und schön und auch ganz sicher wünschenswert, nur glaube ich nicht, dass wir sowas unter entsprechendem Pressingdruck von unserer Mannschaft in der 2. Liga sehen werden. Dafür müssten nämlich über ein gewisses spielerisches Niveau verfügen und das sehe ich zurzeit nicht.
      "Schlakke war damals die Ausgeburt der Hölle. Woche für Woche zogen Heerscharen von zahnlosen und arbeitsscheuen – dafür aber umso gewaltbereiteren – niederen Kreaturen durch die Republik, um sich mit Gleichgesinnten im Parkstadion zu treffen. Selbst auf 50,- DM Haupttribünenplätzen herrschte akute Lebensgefahr, wenn man ein anderes Trikot als das der Meineid-Zombies trug."

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      Die intensive und fast immer sachliche "Taktik-Diskussion" gefällt mir. Aber diese detaillierte "Auseinandersetzung" mit den taktischen Maßnahmen zeigt auch, wie umfangreich und auch schwierig es ist einer komplett neuen Mannschaft diese Laufwege und Raumaufteilung einzuimpfen. Ganz besonders, wenn man es auch den Spielern der "2. Garde" antrainieren muss.

      Das einstudieren dieser wichtigen taktischen Feinheiten benötigt Zeit. Wir sollten Sie DG geben, denn unsere Fluktuation im Mannschaftskader seit Ende Mai ist beispiellos!

      Nein, ich will DG damit nicht freisprechen. Auch mir hat das Paderbornspiel nur in Segmenten gefallen. Aber es ist für mich logisch, dass so etwas Zeit benötigt - und es ist logisch, dass es auch unbedingt noch besser werden muss.....

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      @Susann Ohlala Tun wir auch nicht, hat ja auch niemand behauptet. Der Unterschied zwischen uns beiden ist, dass mir zu wenig ist zu sagen "wir brauchen ein Konzept" ohne eins zu benennen. Der relevante Auszug aus dem Interview von Andries Jonker ist übrigens folgendes:

      "Andries Jonker auf Spox" schrieb:

      Van Gaals Amtszeit gilt beim FC Bayern in Sachen Spielkultur als Beginn der Moderne.

      Jonker: Louis hat genau das gemacht, was er bei all seinen anderen Klubs auch gemacht hat. Er hat ein System spielen lassen, das bei eigenem Ballbesitz auf eine Raumvergrößerung durch schnelle, genaue Pässe ausgelegt ist. Bei Ballverlust sollte der Ball so schnell wie möglich zurückgewonnen werden. Die Spieler mussten sich erst daran gewöhnen, dass sie nicht nur gewinnen, sondern auch schönen Fußball spielen müssen. Irgendwann hat es funktioniert und wir haben fast jedes Spiel gewonnen. Jupp Heynckes meinte später zu mir, dass er Louis' Ansatz einfach weitergeführt hat. Und alle darauffolgenden Trainer haben das auch gemacht. Das ist schön zu sehen. Von Seiten des FC Bayern spüre ich bis heute große Dankbarkeit für unsere Arbeit. Wir haben ein anderes, ein schöneres Bayern geschaffen.
      "Nach Angaben von Eyo erklärte die Springer-Anwälte dem Gericht in einem Schriftsatz: "Das Kerngeschäft der Klägerin ist die Vermarktung von Werbung. Journalistische Inhalte sind das Vehikel, um die Aufmerksamkeit des Publikums für die werblichen Inhalte zu erreichen." [http://www.golem.de/news/adblock-plus-axel-springer-sieht-journalismus-nur-als-vehikel-fuer-werbung-1509-116587.html]

      “Es reicht nicht aus, ein wenig das Schalke-Trikot zu tragen und etwas zu kicken.”
      - Dimitrios Grammozis -

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      T.V. Eye schrieb:

      ghosty666 schrieb:

      ...
      Da kriegt einer von uns den Ball auf Höhe der Mittellinie, und im Grunde sind alle um ihn herum nicht anspielbar.
      ...
      Nur mal exemplarisch dieser eine Satz: Genau sowas darf aber nicht sein. Dafür muß man Lösungen haben (bzw. die müssen eher kurz- denn mittelfristig her). Das ist wirklich kein Hexenwerk, was man nur hinbekommt wenn man Spitzenspieler im Kader hat. Das hat auch was mit Laufwegen, Raumaufteilung etc. zu tun, und sowas kann man auch Spielern aus der 2. Reihe beibringen. Das sind auch alle Berufsfussballer und Profisportler, und wir reden ja nicht von hochkomplexem guardiolaschem Tikitaka, sondern einfach von gewissen Automatismen und Struktur im Aufbauspiel. Das ist auch in der 2., 3., 4. und 5. Liga keine Sensation.
      Wir spielen mit 3er Kette und Doppelsturm. Aus Gründen. Zwei Maßnahmen, die dich aber eben auch im Mittelfeld um zwei Spieler berauben.
      Im Grunde muss der Gegner in seiner Hälfte mit 10 Mann 7 Mann zustellen. Bei Grundordnung und geordnetem Spielaufbau.
      Wenn die nur sicher stehen wollen und keine Ambitionen nach vorne haben, aber bereit sind gegen unseren Doppelsturm hinten einfach 1 gegen 1 zu stehen, haben die in der Regel im Raum zwischen den defensiven Ketten ein absolutes numerisches Übergewicht.
      Ich würde anders herum verrückt werden als Trainer wenn meine Mannschaft diese Aufgabe nicht weitgehend zuverlässig erledigen könnte.
      Es hat ja einen Grund warum soviele Mannschaften mit gewolltem Ballbesitz eben 4er Kette mit sehr offensiven Aussen und falscher Neun spielen.
      Wie auch immer, da regelmässig durch zu kommen ist alles andere als trivial für uns.
      Es ist ja nicht so, das es garnicht klappt.
      Das Risiko für den Gegner liegt aber eben z.B. darin hinten 1 gegen 1 zu stehen und natürlich selber nach vorne kaum was zustande zu bringen.
      Wenn der Gegner das macht, ist es doch absolut richtig immer mal einen langen Ball direkt auf die beiden Stürmer einzustreuen.

      Das alles ist immer auch eine Frage der Qualität.
      Am Ende bricht sich Fussball eben oft auf 1 gegen 1 Situationen herunter, weil die Abstände auf dem Platz dann eben nicht so sind das dir jeder immer helfen kann.
      Und am Ende waren wir gegen Paderborn eben auf diesen Positionen auch nicht die Klasse besser, mussten immer wieder abbrechen und hinten rum spielen.
      Oder haben es nicht getan, dann aber den Ball verloren.
      Ich habe gerade den Eindruck du stellst dir das ein bisschen zu leicht vor einfach von hinten nach vorne sicher durchzuspielen wenn du in Unterzahl bist, und eben auch nicht 2 Klassen besser.

      Neu

      Du sprichst das Problem schon durchaus korrekt an @ghosty666
      Das ist die große Crux, weswegen ein gutes System auch in der Tat nicht trivial ist wie auch ich es immer darstelle.

      Es ist weniger die defensive. Es ist auch nicht die offensive.. Es sind die neudeutsch "Umschaltmomente", früher haben wir schlicht Ballverlust dazu gesagt.

      Denn wenn du in der vorwärtsbewegung bist und die Räume nutzt, bist du nie nah am Mann.
      Was beim umschalten dann aber auch gilt.
      Früher hat man das dann "ins offene Messer rennen" genannt.
      Damit der Gegner in diesen Momenten nicht zu einfach nach vorne marschieren kann muss die Übergabe der freien Räume in der defensive perfekt passen.
      Heißt, wir können unsere offensive erst spielerisch verbessern, wenn die defensive das perfekt beherrscht.
      Wohl auch ein Grund warum fast jeder Trainer erstmal mit der defensive startet.

      Und dann sind es Feinheiten die ein ehemaliger Verteidiger wahrscheinlich anders sieht als ein ehemaliger Stürmer. Der eine will das Risiko minimieren, der andere die Chance erhöhen.

      Aber insgesamt ist das für mich der Grund warum unsere offensive noch so ausbaufähig ist. Weil wir noch genau daran arbeiten wie unsere defensive weniger konteranfällig ist. Sollten wir das mal richtig gut draufhauen hoffe ich dann die Räume in der offensive besser nutzen zu können.

      Neu

      Mischa schrieb:

      Andries Jonker auf Spox schrieb:

      Van Gaals Amtszeit gilt beim FC Bayern in Sachen Spielkultur als Beginn der Moderne.

      Jonker: Louis hat genau das gemacht, was er bei all seinen anderen Klubs auch gemacht hat. Er hat ein System spielen lassen, das bei eigenem Ballbesitz auf eine Raumvergrößerung durch schnelle, genaue Pässe ausgelegt ist. Bei Ballverlust sollte der Ball so schnell wie möglich zurückgewonnen werden. Die Spieler mussten sich erst daran gewöhnen, dass sie nicht nur gewinnen, sondern auch schönen Fußball spielen müssen. Irgendwann hat es funktioniert und wir haben fast jedes Spiel gewonnen. Jupp Heynckes meinte später zu mir, dass er Louis' Ansatz einfach weitergeführt hat. Und alle darauffolgenden Trainer haben das auch gemacht. Das ist schön zu sehen. Von Seiten des FC Bayern spüre ich bis heute große Dankbarkeit für unsere Arbeit. Wir haben ein anderes, ein schöneres Bayern geschaffen.

      :love:

      Wie traumhaft es sich liest.
      JHV 2016 - Der letzte Redner: "Wir in Block 7 haben in den letzten zwei Jahren selbst über die Mannschaft gelacht.
      Ich bin durch Christian Heidel motiviert. Ich will die Schale in der Hand halten. Ich gebe alles."

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Giuliano-Celentano ()

      Neu

      Giuliano-Celentano schrieb:

      Mischa schrieb:

      Andries Jonker auf Spox schrieb:

      Van Gaals Amtszeit gilt beim FC Bayern in Sachen Spielkultur als Beginn der Moderne.

      Jonker: Louis hat genau das gemacht, was er bei all seinen anderen Klubs auch gemacht hat. Er hat ein System spielen lassen, das bei eigenem Ballbesitz auf eine Raumvergrößerung durch schnelle, genaue Pässe ausgelegt ist. Bei Ballverlust sollte der Ball so schnell wie möglich zurückgewonnen werden. Die Spieler mussten sich erst daran gewöhnen, dass sie nicht nur gewinnen, sondern auch schönen Fußball spielen müssen. Irgendwann hat es funktioniert und wir haben fast jedes Spiel gewonnen. Jupp Heynckes meinte später zu mir, dass er Louis' Ansatz einfach weitergeführt hat. Und alle darauffolgenden Trainer haben das auch gemacht. Das ist schön zu sehen. Von Seiten des FC Bayern spüre ich bis heute große Dankbarkeit für unsere Arbeit. Wir haben ein anderes, ein schöneres Bayern geschaffen.

      :love:
      Wie traumhaft es sich liest.
      Da du ja immer von WIESO DIESE SCHEISS 3er KETTE sprichst:

      1435233971621744642?s=21

      Quelle: Twitter.

      (Schöner) Fußball ist mehr als die Anordnung von Menschen.
      "Some guy named Papapulous or something like that just raped Zanetti and Sneijder."

      Neu

      Der Boss schrieb:

      Da du ja immer von WIESO DIESE SCHEISS 3er KETTE sprichst:
      könnst Du mal dieses Mobbing lassen?

      Wir haben bei den Herben dann wieder wochenlag Arbeit, @3er-Kette wieder aufzubauen...
      "Dennoch kann nichts auf der Welt das Gefühl des Menschen verhindern, für die Freiheit geboren zu sein. Niemals, was auch geschehen mag, kann er die Knechtschaft ertragen; denn er denkt."
      Simone Weil

      Neu

      Der Boss schrieb:

      Da du ja immer von WIESO DIESE SCHEISS 3er KETTE sprichst:
      1435233971621744642?s=21

      Quelle: Twitter.

      (Schöner) Fußball ist mehr als die Anordnung von Menschen.
      Au ja, und jetzt gucken wir nochmal, was sie bei Bayern unter van Gaal haben spielen lassen: 4erkette.

      Und was lässt er jetzt mit Holland wieder hauptsächlich spielen? Wieder 433 und weg von der 3erkette seines Vorgängers, bei der EURO...

      Natürlich kommt es auch manchmal auf das Spielermaterial an, was zur Verfügung steht.

      Und die Abneigung gegen die 3erkette beruht selbstverständlich auf diesen absoluten Antifussball den wir seit Weinzierl in diesem System spielen. :)

      Auch England bei der EURO: Bestes Spielermaterial, vor allem Offensiv und trotzdem 3erkette mit , aus meiner Sicht, unansehnlichem Ergebnisfussball. Froh, dass das nicht mit dem Titel belohnt wurde sondern den mutigeren Italienern vorbehalten war.
      JHV 2016 - Der letzte Redner: "Wir in Block 7 haben in den letzten zwei Jahren selbst über die Mannschaft gelacht.
      Ich bin durch Christian Heidel motiviert. Ich will die Schale in der Hand halten. Ich gebe alles."

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Giuliano-Celentano ()

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      ghosty666 schrieb:

      HajoAbel schrieb:

      Der Trend stimmt. Vielleicht schafft wir es mit Grammozis aufzusteigen. Mir fehlt beim ihm nur die Spielphilosophie die den ganzen Verein über Jahre prägen kann.
      Warum?Du solltest davon ausgehen das Knäbel, Schröder und Grammozis an einem Strang ziehen und das jetzt auch die Ausrichtung der nächsten Jahre ist.
      Ich vom feeling her ein ungutes Gefühl :cool: bei Grammozis. Es hängt wahrscheilich immer noch mit der Rückrunde zusammen, wo er noch einmal ein Restfünktchen gezündet hat.