Gründe für den beispiellosen Niedergang des FC Schalke 04

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      Onsche schrieb:

      Allen voran CT der den Titel ja "für seinen Bruder" ans Grab holen wollte.
      Das ein Heidel hier und so Einkaufen durfte, zeigt doch das dieser Fata Morgana blind nachgejagt wurde. Ein RA hätte diesen scheiß nie unterstützt.

      Da verklärt man den Rudi aber auch etwas. "Ich habe nur noch ein sportliches Ziel: Einmal Deutscher Meister werden." (2001).
      Nach der berühmten Fast-Meisterschaft hat er dann auch ordentlich - für damalige Zeiten - in Beine investiert. Er ging allerdings auch davon aus, dass wir mit der Arena einer der "reichsten Vereine Europas" werden (Schnusenberg-Variante: "Dann schwimmen wir in Geld!") und dass diese Arena als eine Art Super-Betzenberg uns 7 bis 10 Punkte pro Saison mehr garantiert.

      2004 meinte er dann zwar etwas selbstkritisch: ""Die Arena würde ich immer noch eintauschen gegen drei deutsche Meisterschaften. Das Problem ist, dass wir vielleicht alles zu schnell gemacht haben. Das Gelände, das Stadion. Wir haben das Kerngeschäft zwar auch ernst genommen und alles versucht. Aber man hätte das ganze langsamer angehen und die ganze Geschichte ruhiger aufbauen können. Ich würde heute nicht mehr mit 150 durch die Stadt fahren, sondern nur noch mit 70 oder 80 Stundenkilometer." (Interview mit Reviersport)

      Aber auch: "Ich werde noch deutscher Meister. Ich kann nicht in die Glaskugel schauen. Aber ich weiß, dass ich irgendwann die Schale in der Hand habe. Das wird nicht mehr allzu lange dauern."

      Also, der Fata Morgana jagte Assauer durchaus auch nach.
      Der Unterschied zu Tönnies war, dass Rudi mehr Fußballverstand hatte. Aber ins Risiko ist er auch schon gegangen.
      Launische Forum Dackel Diva

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Weltkulturerbe ()

      Vollkommen richtig, WKE. Ausdauer war derjenige, der das Wettsystem in Gang gesetzt hat. Gründe für den Niedergang? Seit über 20 Jahre über die Verhältnisse gelebt. Ganz einfach.

      Der Verein ist ziemlich am Ende. In den 80igern hatte man noch die Hoffnung, der schlafende Riese müsste nur geweckt werden. Heute wissen wir: Schalke ist kein Riese.

      Weltkulturerbe schrieb:

      Onsche schrieb:

      Allen voran CT der den Titel ja "für seinen Bruder" ans Grab holen wollte.
      Das ein Heidel hier und so Einkaufen durfte, zeigt doch das dieser Fata Morgana blind nachgejagt wurde. Ein RA hätte diesen scheiß nie unterstützt.
      Da verklärt man den Rudi aber auch etwas. "Ich habe nur noch ein sportliches Ziel: Einmal Deutscher Meister werden." (2001).
      Nach der berühmten Fast-Meisterschaft hat er dann auch ordentlich - für damalige Zeiten - in Beine investiert. Er ging allerdings auch davon aus, dass wir mit der Arena einer der "reichsten Vereine Europas" werden (Schnusenberg-Variante: "Dann schwimmen wir in Geld!") und dass diese Arena als eine Art Super-Betzenberg uns 7 bis 10 Punkte pro Saison mehr garantiert.

      2004 meinte er dann zwar etwas selbstkritisch: ""Die Arena würde ich immer noch eintauschen gegen drei deutsche Meisterschaften. Das Problem ist, dass wir vielleicht alles zu schnell gemacht haben. Das Gelände, das Stadion. Wir haben das Kerngeschäft zwar auch ernst genommen und alles versucht. Aber man hätte das ganze langsamer angehen und die ganze Geschichte ruhiger aufbauen können. Ich würde heute nicht mehr mit 150 durch die Stadt fahren, sondern nur noch mit 70 oder 80 Stundenkilometer." (Interview mit Reviersport)

      Aber auch: "Ich werde noch deutscher Meister. Ich kann nicht in die Glaskugel schauen. Aber ich weiß, dass ich irgendwann die Schale in der Hand habe. Das wird nicht mehr allzu lange dauern."

      Also, der Fata Morgana jagte Assauer durchaus auch nach.
      Der Unterschied zu Tönnies war, dass Rudi mehr Fußballverstand hatte. Aber ins Risiko ist er auch schon gegangen.
      Danke für die Korrektur, ich hatte diesen Zitat von RA im Kopf das in Etwas " ich muss nicht Meister werden wenn wir dafür 5-10Jahre regelmäßig CL spielen " im Kopf. Deine Ergänzung klärt da einiges auf.
      Man kann sehr glücklich sein, wenn man die Zustimmung der andern nicht fordert.
      Das Zitat habe ich jetzt auf die Schnelle nicht gefunden, aber es könnte auch passen. Beisst sich auch nicht völlig mit seinen grundsätzlichen Meisterwünschen. Man kann jetzt streiten, ob "5 bis 10 Jahre regelmäßig CL" nicht auch das Gaspedal ein paar Zentimeter zu tief durchgedrückt ist. :D

      Aber klar, Assauer wollte Meister werden und er wollte auch Schalke oben fest einbetonieren. Es gab auch Zeiten, da war der "Meister der Herzen" plötzlich der fieseste Wilderer nördlich der Isar. Man denke an Bordon, Agali, Krstajic, Kuranyi, Ailton...

      Assauers war natürlich nicht allein und es gab nach seiner Ablösung in 2006 keinen Bruch in den Ambitionen. Schon die erste Saison ohne Rudi endete 2006/07 fast mit der Meisterschaft und Präsident Schnusenberg frohlockte (2007): "Alle – auch Rudi Assauer – haben in den letzten Jahren Gewaltiges geleistet. Darauf kann aufgebaut werden. Ich bin sicher, dass die wirtschaftliche Entwicklung phänomenal sein wird. Schalke wird sich beständig unter den ersten drei etablieren."

      2009 wurde Magath geholt mit der klaren Ansage, innerhalb von drei Jahren die Schale einzutüten. Erst in der Heldt-Zeit sprach man langsam nicht mehr so offen vom Titel.
      Launische Forum Dackel Diva

      Weltkulturerbe schrieb:


      Erst in der Heldt-Zeit sprach man langsam nicht mehr so offen vom Titel.

      "Wenn die Bayern schwächeln, müssen wir da sein." :O
      "auf dich komm ich nicht klar voll der laberkopf bist du geh doch deutsch lernen wenn du willst aber müll den fred hier nicht mit dienen lappen kommentaren zu" - Duffman

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      Weltkulturerbe schrieb:

      Assauers war natürlich nicht allein und es gab nach seiner Ablösung in 2006 keinen Bruch in den Ambitionen. Schon die erste Saison ohne Rudi endete 2006/07 fast mit der Meisterschaft und Präsident Schnusenberg frohlockte (2007): "Alle – auch Rudi Assauer – haben in den letzten Jahren Gewaltiges geleistet. Darauf kann aufgebaut werden. Ich bin sicher, dass die wirtschaftliche Entwicklung phänomenal sein wird. Schalke wird sich beständig unter den ersten drei etablieren."


      2009 wurde Magath geholt mit der klaren Ansage, innerhalb von drei Jahren die Schale einzutüten. Erst in der Heldt-Zeit sprach man langsam nicht mehr so offen vom Titel.
      Die Jahreszahlen decken sich erstaunlich mit ein paar anderen Ereignissen im deutschen Profifussball.

      2007 Lex Leverkusen und Wolfsburg
      2008 Bundesligaaufstieg von Hoffenheim, das erst 2005 im (Gesetzes und Geld) Labor gezüchtet wurde.
      (eigentlich Aushöhlung von DFB Statuten, tja wenn Anwälte Gesetze krümmen)
      2009 irgendein Brausemogul lässt RB Leipzig züchten, absolute Retorte, Medienwirksam, eine Dauerwerbebeschalung, na klar auch hier, Gesetzkrümmer (Rechtsverdreher) und Geld macht es möglich.

      Und irgendwie auch mit dem Film "die Glücksritter (trading places)" einhergehend, 2016 der furiose Aufstieg von Rasen Ballsport Leipzig,
      und das Einsetzen des Niedergang von Schalke 04.

      :evil: Wer kam nochmal 2016 auf Schalke??

      Ein Schelm, der Böses dabei denkt.
      "es wird nix so heiss gegessen, wie es gekocht wird"
      Jiri Ono

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mad Ted ()

      Hoffenheim kann lästig sein, ist aber kein Faktor für den Niedergang von Schalke. Die waren dreimal(?) in ihrer 12jährigen Buli-Geschichte international qualifiziert und bewegen sich doch meist im Mittelfeld.

      RB ist natürlich etwas anderes. Ich glaube, der Aufstieg der Leipziger mit den klar geäußerten Ambitionen als kommender "Big Player" hat auf Schalke - oder in Rheda - die Einsicht gebracht hat, dass man jetzt wieder Geld in die Hand nehmen muss, will man die CL nicht ganz aus den Augen verlieren. Deshalb kam Heidel und liess die Kreditkarte glühen. Der Anfang vom Ende war Panik vor Leipzig.
      Launische Forum Dackel Diva

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Weltkulturerbe ()

      Weltkulturerbe schrieb:

      Hoffenheim kann lästig sein, ist aber kein Faktor für den Niedergang von Schalke. Die waren dreimal(?) in ihrer 12jährigen Buli-Geschichte international qualifiziert und bewegen sich doch meist im Mittelfeld.

      RB ist natürlich etwas anderes. Ich glaube, der Aufstieg der Leipziger mit den klar geäußerten Ambitionen als kommender "Big Player" hat auf Schalke - oder in Rheda - die Einsicht gebracht hat, dass man jetzt wieder Geld in die Hand nehmen muss, will man die CL nicht ganz aus den Augen verlieren. Deshalb kam Heidel und liess die Kreditkarte glühen. Der Anfang vom Ende war Panik vor Leipzig.
      Kam aber auch durch die zwei Jahre EL in Folge. Es war ja auch klar erkennbar das man den Anschluss an die CL Plätze verliert.
      Da waren es halt vorallem in den Jahren Leverkusen und Wolfsburg, die beide recht massiv investiert haben um international zu spielen.
      Zu Glauben das es eine gute Idee ist bzw. war sich gegen VW, Bayer oder RB auf ein Wettrüsten einzulassen... also...
      Der Anfang vom Ende war erstmal grundsätzlich die Abkehr vom Konsolierungskurs. Ist ja damals auch hier diskutiert worden.
      Ob der Auslöser dann Leipzig als solches war, oder einfach nur die Feststellung das man oben rausrutscht, kann man so wohl nicht beantworten.
      Traurig einfach zu sehen das man im Verein als solches die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat.
      Ein rechtzeitiger Rückzug auf Raten hätte uns für die Zukunft besser gerüstet als dieser am Ende auch wirtschaftlich bedingte totale Absturz.
      Wir hätten auf Raten, eine bessere Verhältnismäßigkeit schaffen sollen.
      Das eine ist die finanzielle Seite, die Folge war der personelle Kahlschlag in der Struktur des Kaders, jede Struktur (die sogar noch nicht ausgeprägt wirkte), eine steigende Identiät, alles wurde radikal umgewälzt....
      Nicht jeder Vertrag hätte enden dürfen, nicht jeder Euro für einen viel zu großen Umbruch herhalten sollen.

      Ein heftiger Move. Meinem Bauchgefühl gings damit echt dreckig.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Buddha ()

      Weltkulturerbe schrieb:

      Schon die erste Saison ohne Rudi endete 2006/07 fast mit der Meisterschaft und Präsident Schnusenberg frohlockte (2007): "Alle – auch Rudi Assauer – haben in den letzten Jahren Gewaltiges geleistet. Darauf kann aufgebaut werden. Ich bin sicher, dass die wirtschaftliche Entwicklung phänomenal sein wird. Schalke wird sich beständig unter den ersten drei etablieren."

      Dann geriet der Motor unter Andreas Müller ein wenig ins Stocken, und die große Lösung Magath sollte her. Seitdem pendeln wir zwischen geradezu wahnsinnig anmutenden Großinvestitionen und erzwungenem Sparkurs. In den letzten 2 Jahren hatten wir dann nicht nur teure Spieler, die uns sportlich nicht nach vorne bringen konnten, sondern auch kaum noch finanzielle Mittel, irgendetwas zu korrigieren.

      Unfassbar, wie wir diese guten Voraussetzungen verspielt haben. Und nein, ich habe nie zu denjenigen gehört, die unbedingt Meister werden wollten. Schalke war schon immer mehr als nur Fußball.
      "Dieser tolle Verein muss wieder gemeinsame Werte verfolgen. Die Verbundenheit und Liebe der Menschen zu Schalke 04 ist unsere größte Stärke, eine unglaubliche Kraft. Ein Cheftrainer, der dies vorlebt, ist enorm wichtig." (Horst Heldt)

      "Good foul. Really good foul." (Danny Murphy)

      17. März 2011: Château La Grâce Dieu Saint Emilion Grand Cru 2005

      ExilBueraner schrieb:

      2001 wäre eine grundehrliche Meisterschaft gewesen, ohne Investoren, ohne moralisch fragwürdige Sponsoren. Hätte mir auch vollkommen gereicht, aber vermutlich wäre dann einiges anders gelaufen in der Folge.
      Und sie wäre verdient gewesen. Immerhin haben sie zweimal die Bayern geschlagen.
      Es wäre eine einmalige Sache gewesen. Letztes Spiel im Parkstadion. Andreas Möller kommt vom Erzrivalen und wird Meister.

      20 Jahre später geht mir das immer noch im Kopf herum. Immer noch steigt mein Puls, wenn ich an Hristo denke oder insbesondere an Merk. Beim 2-2 in Köln war wohl auch Pech dabei mit dem Handspiel eines Kölners im Strafraum kurz vor Schluss.

      Ich erinnere mich noch an ein Interview mit Russmann (damals bei Stuttgart) als er nach dem last minute Sieg der Stuttgarter am vorletzten Spieltag meinte, Schalke würde es trotzdem noch packen, weil er nicht wußte, dass Zickler am Ende auch noch getroffen hat. Als der Reporter ihn aufklärte, war er richtig betroffen ("Das tut mir leid.").

      Es ist sehr bitter. Ich muss auch gestehen, dass ich Bayern München seither abgrundtief hasse. Umso bitterer ist es, wenn Ex-Schalker dort aufschlagen. ja, ja,..... "der nächste Schritt...". Ich kann es nicht mehr hören.

      Sorry, das musste raus.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von A comfortable man ()

      Und Schober, der den Ball einfach nur auf die Tribüne hätte kloppen müssen, anstatt diesen aufzunehmen, wird nun von Knäbel als Schalker Identifikationsfigur dargestellt und soll mithelfen, den Club wieder in die Spur zu bekommen.
      Wie tief ist der S04 bloß gefallen!!!
      Sorry, auch das musste jetzt raus!!!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von spooky ()

      nach 20 Jahren, in denen es nicht erwähnt wurde....

      Die Schober Story nervt.
      "Dennoch kann nichts auf der Welt das Gefühl des Menschen verhindern, für die Freiheit geboren zu sein. Niemals, was auch geschehen mag, kann er die Knechtschaft ertragen; denn er denkt."
      Simone Weil
      Wie zur Hölle kommt man eigentlich auf die Idee, einem Marler Jungen, der schon in der Jugend bei uns im Kasten gestanden hat, überhaupt das Schalkersein absprechen zu wollen? Als ob der lieber Bayern als Schalke als Meister gesehen hätte... :facepalm: :wand:

      Ich hoffe, dass diejenigen in ihrem Leben noch nie irgendwas falsch gemacht haben. Muss toll sein, so perfekt zu sein.
      Schalke ist größer! #reclaimschalke