Gründe für den beispiellosen Niedergang des FC Schalke 04

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      achims04 schrieb:

      Mich würde mal interessieren, wie weit die Schmiede mittlerweile mit dem Profibereich verzahnt ist.
      Beispiel: wir haben seit Jahren Probleme auf den Außenbahnen. Defensiv wie offensiv. Spricht da ein Reschke gezielt mit einem Knäbel und sagt "ey, züchte mir da mal was"?
      Auch sowas gehört für mich zu einer guten Kaderplanung.
      Sowas wie ein Matondo oder ein Ludewig muss doch auch über die Knappenschmiede auszubilden sein.
      Die Beiden sind nur beispielhaft genannt, das soll kein Bashing sein.
      Die Verpflichtung von Kerim Calhanoglu deutet zumindest darauf hin.

      Hat mir in den Spielen als LV in der U19 auch echt gut gefallen.
      "Wenn Empathie und Wildnis sich vereinen wird es immer gefährlich"

      Il Barto schrieb:

      Susann Ohlala schrieb:

      . Ich muss sie nicht aufzählen - aber diese Spieler wären von jedem Manager der Welt in jedem Verein durchgestartet.

      Daraus ein "Spiel für die Knappenschmiede und zeig dich direkt im ersten Profijahr international, denn wir setzen dir keine unüberwindbaren Hürden vor die Nase." zu machen ist keine Kunst.
      Und entspricht auch nicht der Wahrheit.
      Ayhan? Friedrich?
      vor allem hat der Verein ja auch die Talente teilweise erst sehr spät verpflichtet, das heißt erst für die U17 oder U19. Kehrer, kolasinac, mckennie: die sind alles Nachwuchsspieler, die unter HH verpflichtet wurden, die sind dem Verein ja nicht einfach so zugefallen, sondern Ergebnis einer systematischen Arbeit. Man blendet einfach einen Teil der Realität aus, wenn man Rechnungen aufmacht wie: die schlechten Spieler hat Heldt verpflichtet, die guten wachsen einfach unter der Gelsenkirchener Erde. Selbstverständlich war es ein Baustein das Konzepts, überragende Nachwuchsspieler zu suchen, sie weiter auszubilden und ihnen eine Chance im Kader zu geben. Unter Keller haben teilweise sieben oder acht Spieler in der Startelf aus dem eigenen Nachwuchs gestanden. Ich denke, das muss doch man eigentlich gar nicht großartig diskutieren wie erfolgreich das Management in den 10er Jahren in diesem Bereich gearbeitet hat.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von schalkograd04 ()

      McKennie wurde übrigens von Heidel aus Dallas geholt. Heidel hat am 15.06. bei uns angefangen, McKennie wurde am 28.06. verpflichtet. Kann natürlich sein, das Heldt da schon die Weichen gestellt hat.

      Ich mache das nicht an ein oder mehreren Transfers fest.
      Insgesamt wurde zu wenig in den Nachwuchs investiert um weiter so eine hohe Qualität des Nachwuchs zu gewährleisten, obwohl es sogar als Motto, als Strategie des Vereins ausgegeben wurde.

      Ich bin auch der Letzte der solche Banalitäten, solche Pauschalierungen ausgibt wie Du sie mir - indirekt - unterstellst.

      Jeder unserer Manager hat gute und schlechte Spieler verpflichtet. Der eine zu teuer, der andere mit zu hohen Verträgen ausgestattet, der dritte Beides, was weiß ich. Das gehört zum Beschäft und ob ein Spieler ein Flop wird oder doch Top hängt von vielen Faktoren ab, die ein Manager kaum einschätzen kann.
      Ich würde einen Manager NIE nur aufgrund seiner Transfers beurteilen. Da gehört eine Menge Kontext dazu und deshalb habe ich Heldt nie für die Transfers an sich kritisiert, sondern lediglich, das sie einen roten Faden vermissen ließen, keinem Konzept oder einer Kaderentwicklung folgten.

      Nur sehe ich - mit Ausnahme der Umstrukturierung zu Beginn seiner Amtszeit wo ich Heldt wirklich eine hervorragende Arbeit attestiere - nicht, das Heldt jetzt in der Folge mehr oder weniger für die Schmiede getan hätte als seine Nachfolger.
      Wäre aber auch nicht allein Heldts Alleinverantwortung gewesen. Wofür haben wir Leiter in der Knappenschmiede und Verantwortliche für den Lizenzspielerbereich ? Anstatt die Knappenschmiede auszuspielen, um seinen Manager hochleben zu lassen, hätte dies ja aus dem gemeinsamen Kontext des Vereins koordiniert werden müssen.

      Aber ansonsten, möchte ich euch auch nicht unterbrechen.

      So hat man den Eindruck es hat gut angefangen, im Mikrokosmos einer Abteilung gab es Sternstunden und Highlights, kurz hatte alles zusammengepasst,nur im Verständnis auf das gesamte Gebilde Schalke 04 haben wir die Synergie der Dinge nicht zu nutzen verstanden.

      Scheiße passiert. Aber die Dinge sind noch da, sie müssen wieder mit Leben gefüllt werden und wenn das Bewusstsein für die Dinge da sein sollte, dann kann es auch mittelfristig stabilisiert werden und emotional wieder Wurzeln, weil abhacken will sich der Fan das naturgemäß eigentlich nicht.

      T.V. Eye schrieb:

      Wilko! schrieb:

      Jendrisek der Einzige, den ich nicht mehr auf dem Schirm hatte. Deac immer noch ein Synonym für meinen Bruder und mich. Immer wenn eine so richtig nichts kann, nicht weiß was er zu tun hat auf dem Platz, nenen wir das einen „Voll-Deac“.
      O.....
      Bestes Beispiel IMO: Wir hatten zu irgendeinem Zeitpunkt mal 7 Mittelstürmer (also nicht mal Leute wie Raul und Farfan dazu gezählt) im Kader. Huntelaar, Edu, Gavranovic, Ibraimi, Müller, Jendrisek, Charisteas. Letzteren hatte Magath in seiner letzten Winterpause geholt, wo er schon 6 Mittelstürmer im Kader hatte die er alle selber verpflichtet hatte - mit dem Hinweis, uns würde im Sturmzentrum Kopfballstärke fehlen. Man hat 6 (!) selbst ausgesuchte Mittelstürmer, und dann fällt einem auf, daß einem Kopfballstärke auf der MS-Position fehlt? Das alleine zeigt schon die absolute Konzeptlosigkeit, die FM in Sachen Transfer hatte.
      Das kommt einen schon ziemlich bekannt vor oder?

      Wir haben nie einen Plan gehabt,bzw an einem festgehalten.
      Wir haben es geschafft das trotz Transfer Minus unser Kader von Jahr zu Jahr schlechter wird.

      Der Schritt der jetzt kommt ist, zwangsweise und unabdingbar.
      Leider hätten wir den Schritt Kostenreduzierung, und Neuaufbau schon vor einigen Jahren gezielt in Angriff nehmen müssen.
      die Gründe für den beispiellosen Untergang liegen in der bestehenden Struktur des Vereins. So hat es ein ehemaliger Mitarbeiter vor einem Jahr formuliert. Damit meine ich nicht Rechtsform.

      Mit zunehmender Dauer wird deutlich, dass der ganze Apparat nicht auf der Höhe der Zeit ist. Zu glauben, dass man unantastbar ist aufgrund der Tradition und dem einzigartigen Mythos, ist schlichtweg ein Fehler. Sämtliche Entwicklungen am Markt hat man falsch eingeschätzt.
      Ebenso schädlich für uns, dass es nie auch nur den Hauch von Kontinuität gegeben hat. (Trainer, Manager)

      Leider hatten wir auch nie die Mentalität Leistungen marktgerecht zu entlohnen. Die Entscheidungsträger waren zu oft stark darin, aus einem großen Haufen Geld einen kleinen zu machen.
      "Der Mensch ist ein Affe ohne Schwanz, auf den Hinterfüssen gehend, in Horden lebend, Alles fressend, geil, angriffslustig, auf Betrug bedacht, zu allerlei Kunstfertigkeiten fähig, Feind aller anderen Tiere und der größte Feind Seinerselbst."
      Demokrit ca. 550 v. Chr.

      konsul schrieb:

      die Gründe für den beispiellosen Untergang liegen in der bestehenden Struktur des Vereins. So hat es ein ehemaliger Mitarbeiter vor einem Jahr formuliert. Damit meine ich nicht Rechtsform.

      Mit zunehmender Dauer wird deutlich, dass der ganze Apparat nicht auf der Höhe der Zeit ist. Zu glauben, dass man unantastbar ist aufgrund der Tradition und dem einzigartigen Mythos, ist schlichtweg ein Fehler. Sämtliche Entwicklungen am Markt hat man falsch eingeschätzt.
      Ebenso schädlich für uns, dass es nie auch nur den Hauch von Kontinuität gegeben hat. (Trainer, Manager)

      Leider hatten wir auch nie die Mentalität Leistungen marktgerecht zu entlohnen. Die Entscheidungsträger waren zu oft stark darin, aus einem großen Haufen Geld einen kleinen zu machen.
      Wie gesagt, die Position wäre nicht das Problem, die Einbettung der Tätigkeiten und ihre Zielführung eher.

      Nicht der Markt wurde falsch eingeschätzt, die Reaktionen des Vereins in der Personalentwicklung hat zu falschen Ergebnissen geführt.

      Und das Geld kam zwischenzeitlich auch mal rein, wir hatten schon ordentliche Summen generiert.

      Wirkte aber bilanziell nicht ausgewogen eingepflegt. War aber auch n Mentalitätswechsel auf dem Managerposten und Transfermarkt.

      konsul schrieb:

      die Gründe für den beispiellosen Untergang liegen in der bestehenden Struktur des Vereins. So hat es ein ehemaliger Mitarbeiter vor einem Jahr formuliert. Damit meine ich nicht Rechtsform.

      Mit zunehmender Dauer wird deutlich, dass der ganze Apparat nicht auf der Höhe der Zeit ist. Zu glauben, dass man unantastbar ist aufgrund der Tradition und dem einzigartigen Mythos, ist schlichtweg ein Fehler. Sämtliche Entwicklungen am Markt hat man falsch eingeschätzt.
      Ebenso schädlich für uns, dass es nie auch nur den Hauch von Kontinuität gegeben hat. (Trainer, Manager)

      Leider hatten wir auch nie die Mentalität Leistungen marktgerecht zu entlohnen. Die Entscheidungsträger waren zu oft stark darin, aus einem großen Haufen Geld einen kleinen zu machen.
      Die FDP hat mal in einer Bundestagsdebatte ein Sozialgesetz aus den 70er Jahren als veraltet und rückständig bezeichnet, um eine Woche später die Apothekengesetze, die im wesentlichen aus der Nazizeit sind, mit "haben sich im Laufe der Jahrzehnte bewährt" zu bezeichnen.
      Es gibt einfach diese "Höhe der Zeit" nicht.
      Es gibt veränderte Rahmenbedingungen, an die man sich bestmöglich anpassen muss.
      Kontinuität ist ein Thema, wäre es aber vor 150 Jahren auch gewesen.

      Gavra schrieb:


      Gavra :love:
      Billy Pliatsikas hatte bis zu einer schwereren Verletzung viele gute Anlagen gezeigt, hat sich danach aber leider nie wieder auf das alte Niveau spielen können. Ist ja dann sogar in Duisburg gescheitert, wenn ich das richtig im Kopf habe.

      Moritz war ein sehr solider Bundesligaspieler, der danach bei Mainz auch noch ne ordentliche Rolle gespielt hat. Sicherlich kein top Mann, aber war mir damals nie negativ aufgefallen. Selbiges fällt mir dann auch für Lukas Schmitz ein, wobei der den Umweg über 2. Liga bei Düsseldorf gegangen ist.

      Escudero war leider zur falschen Zeit hier. Der hat es immerhin noch nach Sevilla geschafft und dort den Stamm LV gegeben. Gibt sicherlich schlechtere Karrieren.

      Es gab bei den ganzen Magath-Transfers eine ganze Menge Spieler, die grundsätzlich keine Vollgraupen waren. Ich fand auch einen Hao tatsächlich in den paar Auftritten die er hatte nicht so schlecht, Metzelder - mal unabhängig was man von seiner Person hält und der Tatsache, daß er nie ansatzweise die Rolle als Führungsspieler oder gar Identifikationsfigur ausfüllen konnte, die man ihm zuschreiben wollte - hat auch ein paar ordentliche Spiele gemacht. Ebenso Annan...

      Es ging eher um die Frage, wer von den ganzen Magath-Transfer denn wirklich dauerhaft dem Schalker Kader weiter geholfen hat. Und da haben sich - abseits von Raul, wo von Anfang an klar war daß das keine "Perspektivverpflichtung" ;) war - letztlich eben wirklich nur Huntelaar und Uchida als Stammspieler über einen längeren Zeitraum gehalten. Ein paar sind im 1-2 Jahr nach FM noch irgendwie "mitgelaufen", aber die waren letztlich sehr schnell in der 2. - 3. Reihe und dann auch ganz weg.

      Holtby - der ja lustiger Weise von FM geholt wurde, dann aber gleich von FM verliehen wurde bis selbiger selbst weg war - kann man noch erwähnen. Den hab' ich etwas unter den Tisch fallen lassen, der Junge war bei uns zumindest erweiterter Stammspieler und hat gut gespielt, und es war ja dann letztlich auch seine Entscheidung in der Winterpause 11/12 zu gehen. Den könnte man also noch dazu nehmen.
      aus meiner Sicht ist das größte Problem, dass man jahrelang mit Geldern und sportlichen Ambitionen auf eine Zukunft gewettet hat, die dann selten bis kaum so eingetroffen ist. Diesen Geldern und Ambitionen muss dann hinterher gerannt werden. Kombiniert mit einer katastrophalen Bilanz der Ablöse von verpflichteten / verkauften Spielern und schon hat man einen beispiellosen Schuldenberg vor der Brust
      Unabhängig von den sich aufgestauten sportlichen Problemen weiß ich nicht, wie dieser Verein diese Zeit finanziell überstehen soll. Mir fällt dazu keine Lösung ein. Durch den Spielbetrieb holen wir in normalen Jahren um die 35 Mio an Zuschauereinnahmen plus 15 Mio durchs Catering. Den Verkauf von Merchandising kann man ohne laufenden Spielbetrieb auch weitestgehend knicken. Wir haben keine Transfereinnahmen generiert. Gelder aus der Vermarktung medialer Verwertungsrechte sind laut Presse ja schon zum Teil verpfändet.

      Und das schlimmste: Selbst in normalen Jahren, in denen wir nicht international spielen, kamen wir mit unserem Konstrukt schon auf ein Minus von 30 Mio

      Jokertor schrieb:


      Und das schlimmste: Selbst in normalen Jahren, in denen wir nicht international spielen, kamen wir mit unserem Konstrukt schon auf ein Minus von 30 Mio
      Vielleicht sollten wir das Konstrukt ändern? Und dafür auch die die uns dieses Konstrukt seit Jahren andrehen.
      When civility leads to death, revolting is the only logical reaction. The cries for peace will rain down, and when they do, they will land on deaf ears, because your violence has brought this resistance. We have the right to fight back!
      Rest in Power George Floyd (Colin Kaepernick, 5/28/2020).
      Zum Thema Verträge für die 2. Liga, da es hier immer mal wieder aufkommt.

      Hier von vor 1,5 Jahren mal ein Statement zum Vertrag von Rudy.
      reviersport.de/mobile/artikel/…-hat-vertrag-fuer-2-liga/

      Da geht es zwar nur um einen Spieler. Aber ich denke man kann daraus ableiten dass der Verein sowas wohl vorsorglich in die Verträge einbaut und dass daher auch die meisten anderen Spieler einen Vertrag für die 2. Liga besitzen.

      SchalkerErpel schrieb:

      Zum Thema Verträge für die 2. Liga, da es hier immer mal wieder aufkommt.

      Hier von vor 1,5 Jahren mal ein Statement zum Vertrag von Rudy.
      reviersport.de/mobile/artikel/…-hat-vertrag-fuer-2-liga/

      Da geht es zwar nur um einen Spieler. Aber ich denke man kann daraus ableiten dass der Verein sowas wohl vorsorglich in die Verträge einbaut und dass daher auch die meisten anderen Spieler einen Vertrag für die 2. Liga besitzen.
      So wie das hier klingt ist das eher schlecht und bedeutet, dass der Spieler uns auch im Abstiegsfall ein weiteres Jahr auf der Tasche liegt.
      Natürlich gelten Arbeitsverträge ohne einschränkende Klausel grundsätzlich in jeder Liga. Nichts anderes steht da.
      Eigentlich ist man im Nachhinein immer schlauer.

      Aber was hier in der Diskussion auffällt ist, dass so viele unterschiedlichste Meinungen über die Fehler genannt werden.

      Selbst mit langem Abstand zu den Managern, Trainern und Aufsichtsräten ist hier keiner in der Lage, den Kern der Fehler zu finden.

      Wir haben über Jahre ständig Fehler gemacht. Keiner, ja niemand hat in der Zeit der Erfolge den Finger gehoben und gesagt:

      "Stopp, hier läuft was aus dem Ruder!"

      Nicht einmal heute sind wir in der Lage gemeinsam in die richtige Richtung zu gehen, da niemand diese kennt.

      Alle schreiben und schreien, dass es so nicht weiter gehen kann/soll/darf. Aber wie soll es denn nun weiter gehen?

      Butze04 schrieb:

      Wir haben über Jahre ständig Fehler gemacht. Keiner, ja niemand hat in der Zeit der Erfolge den Finger gehoben und gesagt:


      "Stopp, hier läuft was aus dem Ruder!"
      Die Verantwortlichen nicht, richtig.
      JHV 2016 - Der letzte Redner: "Wir in Block 7 haben in den letzten zwei Jahren selbst über die Mannschaft gelacht.
      Ich bin durch Christian Heidel motiviert. Ich will die Schale in der Hand halten. Ich gebe alles."
      @Butze04
      Trãgst Du Scheuklappen?
      Die Verantwortlichen haben in den schlechten Jahren was von Zusammenhalt und wir brauchen euch gefaselt und sobald es halbwegs lief, den Fans wieder mit Anlauf in die Fresse getreten.
      Ja ein nicht geringer Teil an Jubelpersern würde ja selbst heute noch Tönnies und Co. hinterherrennen und jeden Scheiss abnicken ,wie in der Vergangenheit. Um zu behaupten ,dass niemand je den Finger gehoben hat, muss man schon auf nem anderen Planeten leben.
      Senkung des astronomischen Spieleretats, Zurückschrauben der überzogenen Erwartungen, sinnvolles kaufmännisches Handeln, Einbeziehung der Fans in die Vereinsgestaltung bzw. bei Themen die genau jene auszubaden haben, angemessene Preispolitik für Eintrittskarten, Forderungen nach sportlicher Kompetenz im Aufsichtsrat, Achtung und Förderung der Knappenschmiede usw usw usw
      Sind nur einige Themen die aus dem Kreis der aktiven Szene immer wieder aufgebracht bzw gefordert wurden.
      Ich meine es war 2009(?) als jene in Bielefeld symbolisch die Köpfe von Tönnies, Peters und Schnusenberg gefordert haben.
      Also behaupte nicht so einen Unsinn nur weil Du damals entweder die Augen und Ohren verschlossen hast, oder noch schlimmer Tönnies und Co unterstützt hast.
      Man hätte Tönnies damals im Block den Allerwertesten ... ach lassen wir das.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Pinsel ()

      Butze04 schrieb:

      Aber was hier in der Diskussion auffällt ist, dass so viele unterschiedlichste Meinungen über die Fehler genannt werden.

      Selbst mit langem Abstand zu den Managern, Trainern und Aufsichtsräten ist hier keiner in der Lage, den Kern der Fehler zu finden.

      Es gibt nicht nur eine Ursache, den einen Kern. Man verrennt sich meist, wenn man ihn sucht, bzw. ist dann in seiner Analyse zu fixiert, wenn man glaubt, ihn gefunden zu haben. Das ist m.M. nach zum Beispiel der Fall, wenn man DEN Schuldigen sucht.

      Darüber hinaus ist das Bild nicht wirklich kompliziert oder beeinhaltet Mysterien:


      * Auslöser der Krise ist schlicht sportlicher Misserfolg. Logisch: Hätten wir uns nach Platz 2 unter Tedesco in der Folge weiter im internationalen Geschäft gehalten, würde das Eis unter den Füßen durch Corona zwar knacken, aber nasse Füsse hätten wir noch nicht.

      * Corona ist ein wesentlicher Verstärker, da die Einbußen die ohnehin begrenzten liquiden Mittel aufgezehrt haben. Der konkrete Schuldenstand ist dabei nicht einmal so wichtig (er war auch schon höher als heute).

      * Der sportliche Misserfolg begründet sich aus einer Fülle von Transferflops - die sich wiederum aufteilen in zu schwache Spieler für ihr Geld und eigentlich gute Kicker, die hier aber nichts reissen - und dem Scheitern der diversen Trainer, eine nachhaltige Spielphilosophie erfolgreich umzusetzen.

      * Die Transferflops resultieren vielfach aus schlechtem Scouting, einer fehlenden Spielphilosophie (siehe oben, Wechselwirkung) und der Überredung zum Wechsel mit zu viel Geld. "Satter Söldner Effekt".

      * Ebenso wie die Trainer auf dem Platz keine Entwicklung durchsetzen konnten, waren die Sportvorstände nicht in der Lage, dauerhaft für die richtigen Voraussetzungen zu sorgen (Philosophievorgabe, Transfers, Trainerwahl).

      * Das finanzielle Drahtseil knotet sich auch auf "Wetten auf die Zukunft", also der Spekulation auf Einnahmen durch sportliche Stabilität, bzw. Verbesserung. Hier schliesst sich ein Ring zu Position 1 "Auslöser der Krise ist schlicht sportlicher Misserfolg".

      * Die Person Tönnies fungierte offiziell als ARV, war aber tatsächlich vom Auftreten mehr Vorstandsvorsitzender ("Boss"). Ganz nüchtern und ohne Polemik muss man ihm mindestens vorhalten, die Wetten auf die Zukunft mitgegegangen zu sein und durch seine Präsenz die eigentlichen Vorstände spätestens nach Magath zu einer Art Untergebenen derangiert zu haben. Was ein Punkt sein könnte, das diese in ihrem Wirken mehr Kompromisse eingingen, als letztlich gut war.


      Ich denke, das ist es im Groben. ;)
      Launische Forum Dackel Diva

      Butze04 schrieb:


      Keiner, ja niemand hat in der Zeit der Erfolge den Finger gehoben und gesagt:

      "Stopp, hier läuft was aus dem Ruder!"

      Nicht einmal heute sind wir in der Lage gemeinsam in die richtige Richtung zu gehen, da niemand diese kennt.

      Alle schreiben und schreien, dass es so nicht weiter gehen kann/soll/darf. Aber wie soll es denn nun weiter gehen?
      Das ist natürlich Blödsinn und das ist dir hoffentlich bewusst.
      Viele haben hier im Forum 2016 die Abkehr vom Konsolidierungskurs, damals von C.T. unterschwellig auf einer PK angekündigt, kritisiert.
      Klar, die Verantwortlichen haben damals gesehen, dass wir bei Beibehaltung des Sparkurses nicht mehr in Reichweite regelmässiger CL Teilnahmen sind, und wollten das Ruder rumreissen, koste es was es wolle.
      Idiotisch, weil natürlich das bekannte Ende auch wieder Eintritt und man wieder den nächsten Sparkurs starten kann.
      Man hat verkannt das aufstrebende Vereine mit externen Geldquellen wie eben RB, Bayer oder VW eine wirtschaftlich sinnvolle Teilnahme an den internationalen Wettbewerben auf Dauer gefährden.
      Diese Situation ist auch nach wie vor gegeben.
      Damit folgt die Antwort auf die Frage "Wie soll es denn nun weiter gehen?".
      Es ist relativ einfach, man gibt langfristig erstmal nurnoch das aus was man einnimmt und positioniert sich im Wettbewerb HINTER diesen Vereinen.
      Es geht nicht anders. Da hilft auch keine Ausgliederung. Die sind im Zweifel alle in der Lage ohne zu Schwitzen 100 Mio im Jahr in diese Vereine zu buttern, und haben das auch schon mehrfach getan.
      Das ist nicht kompensierbar.
      Wenn wir gegen diese "Vereine" anstinken wollen, müssen wir bzw. die DFL die Abkehr von der Zentralvermarktung im TV einleiten.
      Leider dann mit dem Ergebnis das sich ganz oben die Zustände noch weiter manifestieren werden.
      Dauerhaft werden sich die Traditionsvereine wie Stuttgart, Hamburg und Schalke aber die Frage stellen müssen, ob sie bzw. ihre Fans und TV Abonnenten weiterhin die Vereine von VW, RB und Bayer querfinanzieren sollen.