Laut Handelsblatt: Schalke plant Ausgliederung als Genossenschaft

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      Auszugliedern um "wieder höhere Ziele in Angriff zu nehmen" zeigt einen bemerkenswerten Mangel an Lernfähigkeit. Oder ein entsprechend großes Defizit an Ehrlichkeit.
      Selbst unter normalen Umständen wäre das ein dummer Plan. In der aktuellen Situation sowohl des Vereins und des Profifußballs generell ist das komplett wahnsinnig.

      Wir stehen noch vor dem Scherbenhaufen, den der letzte Versuch, oben anzugreifen, hinterlassen hat.
      Wir sind in einer Liga mit den Bayern, dem BVB und mehreren Vereinen die durch Investoren oder sonstwie involvierte Unternehmen mehr finanzielle Möglichkeiten als wir hätten, selbst wenn wir gesund wären.
      Keiner weiß, wie sich der Markt weiter entwickeln wird. Aber schon vor der Pandemie bzw. unabhängig davon gab es genug Anzeichen, dass die Zeiten des Wachstums vorbei sind.

      In der Situation mit einem Argument der Sorte "Wir greifen jetzt die fette Kohle ab und dann werden wir Meister." anzukommen ist so bescheuert, dass es eigentlich unmöglich ist, zu glauben, dass das der wahre Gedanke hinter der Ausgliederung ist.
      Die Ausgliederung wird kommen, da können wir uns alle sicher sein. Ich bin nur weiterhin sehr skeptisch, ob die derzeit handelnden Personen die richtigen für diese Aufgabe sind.

      Ausgliederung ist nicht gleich Erfolg. Ich glaube viele erhoffen sich dann schnell den großen Wurf, den es so einfach nicht geben wird.

      Ich bin offen für das Thema und gespannt, was sie uns da präsentieren werden. Ein einfaches "weiter so" darf es nicht geben. Mit 200 Mio. EUR Verbindlichkeiten und einer sportlich eher abschwächenden Periode müssen wir uns über alternative Wege Gedanken machen. Typisch Schalke wäre aber auch, dass da ein ordentlicher Quatsch zusammenkommt und das Volk auf der JHV rebellieren wird.
      Das erste Mal: 1. FC Köln - FC Schalke 04 0:1 (12.08.1995)
      Die Ausgliederung ist das Zeichen, dass man aus der Vergangenheit nicht gelernt hat und der Versuch den Größenwahn, der bereits mit dem Bau der Arena, Assauers Transfers in den 2000ern begonnen hat und unter CT aus dem Ruder gelaufen ist, fortzusetzen.

      Durable schrieb:

      Die Ausgliederung ist das Zeichen, dass man aus der Vergangenheit nicht gelernt hat und der Versuch den Größenwahn, der bereits mit dem Bau der Arena, Assauers Transfers in den 2000ern begonnen hat und unter CT aus dem Ruder gelaufen ist, fortzusetzen.
      Kommt auf die Strategie dahinter an.
      Wenn man sich das Interview von Schneider und Jobst zu Genüge führt ahne ich ebenfalls schlimmes.

      Wir erkaufen uns lediglich Zeit um dann endgültig abzuschmieren.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jim Panse ()

      Jobst heute im Kicker:

      Wir arbeiten derzeit an einem Konzept, um dem FC Schalke 04 eine Struktur zu geben, die zum einen 104 Prozent zu unserem Verein passt, es uns zum anderen aber ermöglicht. langfristig wieder höhere Ziele in Angriff zu nehmen. Das benötigt noch Zeit, aber sobald wir die Vorarbeiten abgeschlossen haben werden wir unsere Fans und Mitglieder einbinden, das Für und Wider gemeinsam abwägen und uns in aller Ruhe detailliert austauschen.
      (...)
      Wir werden ein Konzept erstellen, das sich den Werten und Traditionen dieses Vereins verpflichtet fühlt und das überzeugungs- und begeisterungsfähig ist. Ein klassisches Ausgliederungsmodell wie etwa beim FC Bayern ist bei uns nicht zu resalisieren, weil es einfach nicht zu Schalke 04 passt
      antirassistischer Asi

      Durable schrieb:

      Die Ausgliederung ist das Zeichen, dass man aus der Vergangenheit nicht gelernt hat und der Versuch den Größenwahn, der bereits mit dem Bau der Arena, Assauers Transfers in den 2000ern begonnen hat und unter CT aus dem Ruder gelaufen ist, fortzusetzen.
      Da bin ich bei dir. Nur welche Alternativen zur Ausgliederung gibt es aufgrund der gemachten Fehler der vergangenen 20-25 Jahre? Das wir mittelfristig europäisch spielen und Geld einnehmen werden, ist unwahrscheinlich. Spieler aus der Knappenschmiede teuer verkaufen (was auch in der Vergangenheit nicht sonderlich gut klappte) kann man auch nicht garantieren. Ich wüsste derzeit kaum realistische Wege, 200 Mio. EUR Schulden halbwegs mal abzubauen, damit man wieder mehr atmen kann. Vor allem dann, wenn mal wieder etwas unangekündigtes passiert (siehe Dachreparatur in der Arena oder jetzt Corona). Der Club steht immer am Rande der Existenz wenn nur ein einziges Ereignis ansteht. Lass hier mal irgendwas hochgehen was nicht versichert ist und 30 Mio. EUR kostet. Ich werde nie verstehen, wie dieser Club so viele Jahre (und das ja sogar erfolgreich) auf hoher Kante durchgehalten hat. Dai ist ja schon fast ein Kunstwerk.

      Ich bin für einen alternativen Weg zur Ausgliederung wenn es diesen denn gibt. Derzeit sehe ich aber keinen anderen Ausweg, als diesen - letzten - Schritt zu gehen.
      Das erste Mal: 1. FC Köln - FC Schalke 04 0:1 (12.08.1995)
      Unser sportliches Ziel ist momentan der Klassenerhalt. Seid ihr ehrlich so zufrieden damit ?

      Gibt es ein vernünftiges Konzept halte ich eine Ausgliederung für absolut unumgänglich. Nicht um Geld sinnlos in Kracher zu investieren, sondern um eine schnell Entschuldung anzutreiben, ein festgeldkonto aufzustellen und in Krisenzeiten Rücklagen zu haben um nicht kurz vor der Insolvenz stehen zu müssen.
      Schalke ist für mich auch ausgegliedert Schalke. Ich mache Schalke nicht am eV fest sondern an den Fans, an der Leidenschaft, an der Stimmung, an unseren tollen Liedern. Schalke ist Familie für mich.
      All das wird ja nicht abgeschafft, nur weil man eine Ausgliederung voran treibt.

      Ein Verein wie Schalke sollte schon regelmäßig unter den Top 7 in Deutschland stehen. Das wird als eV nicht mehr machbar sein, da die anderen Vereine uns überholt und angehängt haben. Ich will auch nicht, dass wir dann auf einem Schlag 20-30 Mio für einen Spieler ausgeben, aber ich möchte dass wir uns modern aufstellen und etwas besonderes hier aufbauen. Und das geht meiner Ansicht nach nicht als eV, da uns dort die wirtschaftlichen Mittel fehlen, in Infrastruktur, Spieler für Jugend und Profis zu investieren.
      … wird meiner Meinung nach auch der letzte Anlauf von Jobst (und evtl. Schneider) sein...
      Wird die Ausgliederung abgeschmettert werden sich die beiden auch aus dem Staub machen mit dem Alibi Moto "Wir wollten euch helfen, aber ihr wolltet ja nicht".
      Und schon sind beide fein raus. Dabei haben halt beide auch Anteil an der ganzen Situation...
      Weiß null was ich von allem halten soll.

      Schöne Woche!
      BWG

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kalle87 ()

      DT_Kette_04 schrieb:



      Ein Verein wie Schalke sollte schon regelmäßig unter den Top 7 in Deutschland stehen. Das wird als eV nicht mehr machbar sein, da die anderen Vereine uns überholt und angehängt haben.
      Sagte man sich beim großen HSV auch und stieg nach der Ausgliederung ab, da die Verantwortlichen einfach unfähig waren.
      Sehe da irgendwie Gemeinsamkeiten.

      Durable schrieb:

      Die Ausgliederung ist das Zeichen, dass man aus der Vergangenheit nicht gelernt hat und der Versuch den Größenwahn, der bereits mit dem Bau der Arena, Assauers Transfers in den 2000ern begonnen hat und unter CT aus dem Ruder gelaufen ist, fortzusetzen.
      Jein, die AUsgliederung ist eine Folge, dass das Geschäft Fussball immer größer wird und nichts mehr mit dem Fussballgeschäft der 90ziger Jahre zu tun. Gehen wir den Weg nicht mit, ist hier bald Regionalliga angesagt.

      Die Ausgliederung hätte man schon mit den Investionen in die Infrastruktur beschließen sollen, aber Peters hat die Diskussion gescheut. Das war schlicht unprofessionell. Jetzt müssen wir ausgliedern und bekommen bestimmt nicth den Erlös, den wir vor 2 Jahren hätten kriegen sollen.

      Ansonsten ist das festhalten am e.V. einfach naiv. Das ist eine fucking Rechtsform, in dem Mitglieder nur Aufsichtsräte bestimmen können, die in der Vergangenheit in diversen Fragen versagt haben. Schalke 04 sind die Fans egal in welcher Rechtsform der Spielbetrieb eingebettet ist.

      Kalle87 schrieb:

      … wird meiner Meinung nach auch der letzte Anlauf von Jobst und Schneider sein...
      Wird die Ausgliederung abgeschmettert werden sich die beiden auch aus dem Staub machen mit dem Alibi Moto "Wir wollten euch helfen, aber ihr wolltet ja nicht".
      Und schon sind beide fein raus. Dabei haben halt beide auch Anteil an der ganzen Situation...
      Weiß null was ich von allem halten soll.

      Schöne Woche!
      BWG
      Schneider? Ich denke nicht. Jobst für mich eins der Hauptprobleme, er versucht immer alles "alternativlos" zu verkaufen, ist halt ziemlich albern. Sehe/sah in ihm Tönnies und Peters immer das größte Problem (zwei sind weg, er darf dann gerne jetzt gehen, da wir ja jetzt ein drittes Mitglied im Vorstand haben und er damit vollständig handlungsfähig ist).

      Jim Panse schrieb:

      DT_Kette_04 schrieb:

      Ein Verein wie Schalke sollte schon regelmäßig unter den Top 7 in Deutschland stehen. Das wird als eV nicht mehr machbar sein, da die anderen Vereine uns überholt und angehängt haben.
      Sagte man sich beim großen HSV auch und stieg nach der Ausgliederung ab, da die Verantwortlichen einfach unfähig waren.Sehe da irgendwie Gemeinsamkeiten.
      Natürlich müssen nach der Ausgliederung die Entscheidungen richtig getroffen werden und natürlich kann man auch absteigen. Man hat aber mit Ausgliederung die Chance zumindestens ansatzweise zu investieren.

      Jim Panse schrieb:

      DT_Kette_04 schrieb:

      Ein Verein wie Schalke sollte schon regelmäßig unter den Top 7 in Deutschland stehen. Das wird als eV nicht mehr machbar sein, da die anderen Vereine uns überholt und angehängt haben.
      Sagte man sich beim großen HSV auch und stieg nach der Ausgliederung ab, da die Verantwortlichen einfach unfähig waren.Sehe da irgendwie Gemeinsamkeiten.
      Der HSV sprach damals von der Top10 Europas und nicht von Deutschland.
      1315555979673702401?s=21

      Die Argumentation macht Sinn.

      Man drückt auch keinem Alkoholkranken, der wehmütig Besserung gelobt, den Schlüssel zur Minibar in die Hand und sagt ihm „Kümmere dich um die fachgerechte Entsorgung aller Flaschen.“

      Man kann die Ausgliederung in 2020 vielleicht nicht mehr kategorisch ausschließen, man muss aber definitiv in Frage stellen, ob die Personen, die die Ausgliederung erarbeiten sollen, die richtigen dafür sind und man muss differenzieren zwischen einem Konzept, das für die überwiegende Mehrheit der Mitglieder als akzeptabel angesehen wird und einer Lösung, die Verein und Basis noch weiter voneinander entfernt und uns weiter in die Hände von Investoren wie Tönnies oder Gazprom treibt - denn daran würde der Verein zerbrechen.
      Und ehrlich gesagt traue ich den aktuell Handelnden kein Stück mehr über den Weg.
      Nein, Digga, nein, zeig' keine Liebe für Nazis!

      DT_Kette_04 schrieb:

      Jim Panse schrieb:

      DT_Kette_04 schrieb:

      Ein Verein wie Schalke sollte schon regelmäßig unter den Top 7 in Deutschland stehen. Das wird als eV nicht mehr machbar sein, da die anderen Vereine uns überholt und angehängt haben.
      Sagte man sich beim großen HSV auch und stieg nach der Ausgliederung ab, da die Verantwortlichen einfach unfähig waren.Sehe da irgendwie Gemeinsamkeiten.
      Der HSV sprach damals von der Top10 Europas und nicht von Deutschland.
      Du hast die Intention meiner Aussage schon verstanden...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jim Panse ()

      DT_Kette_04 schrieb:

      Ein Verein wie Schalke sollte schon regelmäßig unter den Top 7 in Deutschland stehen. Das wird als eV nicht mehr machbar sein, da die anderen Vereine uns überholt und angehängt haben.
      wie viele davon haben eigentlich in den letzten sagen wir mal 5 jahren ausgegliedert ? außer herthas verkauf fällt mir da jetzt nichts ein und ob man am ende dort wen überholt oder gar abhängt sei mal dahin gestellt.

      "Ein Verein wie Schalke sollte...": Warum genau ?

      Argumente wie "viele Mitglieder", früh gegründet etc etc sind nichts wert. Und so wie ich das sehe waren die letzten 20 jahre auch nicht viel wert sondern am ende teuer bezahlte blenderei von denen man jetzt die konsequenzen trägt.

      Ums in einen Satz zu fassen:

      Wenn man hier über 15, 20 Jahre Nachhaltig geplant und gearbeitet hätte, müsste man sich die Gedanken die man sich jetzt macht, nicht machen.

      DT_Kette_04 schrieb:

      Ein Verein wie Schalke sollte schon regelmäßig unter den Top 7 in Deutschland stehen. Das wird als eV nicht mehr machbar sein, da die anderen Vereine uns überholt und angehängt haben. Ich will auch nicht, dass wir dann auf einem Schlag 20-30 Mio für einen Spieler ausgeben, aber ich möchte dass wir uns modern aufstellen und etwas besonderes hier aufbauen. Und das geht meiner Ansicht nach nicht als eV, da uns dort die wirtschaftlichen Mittel fehlen, in Infrastruktur, Spieler für Jugend und Profis zu investieren.
      Gladbach hat zwar offiziell ausgegliedert, aber auch keine Anteile verkauft.
      Und die haben grundsätzlich vom wirtschaftlichen Standpunkt schlechtere Voraussetzungen oben mitzuspielen als wir.

      Fakt ist, wir können uns da oben nicht mehr reinkaufen.
      Dafür stecken VW, Bayer, SAP, RB und Co. einfach zuviel Geld rein.
      Daran wird auch eine Ausgliederung mit Einmalerlös einfach nichts ändern, der Abstand ist einfach zu gross.
      Die anderen bekommen das Geld jährlich wiederkehrend. Das ist dauerhaft einfach nicht zu kompensieren.
      Wir müssen einfach einen guten Job machen. Das ist alles.
      Wie Gladbach.
      Unsere Vorraussetzungen sind auch dank der Knappenschmiede und des grundsätzlich guten Umsatzniveau eigentlich besser als in Gladbach, Freiburg, Bremen oder Frankfurt.
      Die vom HSV allerdings auch...

      Gandalf der Blaue schrieb:


      In der Situation mit einem Argument der Sorte "Wir greifen jetzt die fette Kohle ab und dann werden wir Meister." anzukommen ist so bescheuert
      Man mobilisiert damit eben dasselbe Klientel, das das bisherige Tönnies-Schalke-Konzept unterstützt hat: Größenwahnsinn aufgrund von Nostalgie. Also alles weiter wie bisher.

      DT_Kette_04 schrieb:

      Nicht um Geld sinnlos in Kracher zu investieren, sondern um eine schnell Entschuldung anzutreiben, ein festgeldkonto aufzustellen und in Krisenzeiten Rücklagen zu haben um nicht kurz vor der Insolvenz stehen zu müssen.
      Meinst du das wirklich ernst? Welcher Märchen-Investor soll denn diesem Plan zustimmen?

      Kalle87 schrieb:

      Und schon sind beide fein raus.
      Das ist doch das eigentliche Motiv hinter der ganzen Sache: die Schuld abzuwälzen auf die Struktur.