Die Saison ist vorbei und in der Sommerpause haben wir alle Zeit wieder etwas runterzukommen.
In der letzten Zeit kamen immer wieder nicht nett gemeinte Umschreibungen von Vereinsverantwortlichen auf. Nach der verständlicherweise vorhandenen Empörung und Verärgerung über viele verschiedene Dinge wollen wir jetzt wieder zurück zu einem niveauvollen Miteinander.

Daher bitten wir euch, über unsere Vereinsverantwortlichen wieder mit ihrem Namen zu sprechen. Nicht mit irgendwelchen Umschreibungen aus der Tierwelt oder ähnliches. Wir werden in Zukunft vermehrt darauf achten, dass wir wieder dahin zurückkommen, wie es mal war.

Ankündigung Wir trauern um die Werte unseres FC Schalke 04 - eine Stellungnahme und Positionierung des Schalker Block5

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    Wir trauern um die Werte unseres FC Schalke 04 - eine Stellungnahme und Positionierung des Schalker Block5


    Stellungnahme und Positionierung des Schalker Block5

    Die Vorfälle rund um den Verein in den letzten Monaten haben uns als Team des Block5 ratlos und schockiert zurückgelassen. Zunehmend gewinnen wir das Gefühl, als ob die handelnden Personen des Vereins sowohl uns Fans und Mitglieder als auch das Leitbild im Grunde verachten und in keinster Weise ernst nehmen. In den letzten Wochen und Monaten gab es einige Fehltritte des Aufsichtsrats, des Ehrenrats und des Vorstands. Das Leitbild scheint nur noch ein Imagepapier zu sein, welches die Tradition des sozialen Kumpel & Malocher-Club aus PR-Gründen aufrecht halten soll.

    Aufsichtsrat & Ehrenrat
    Ansonsten wäre es kaum denkbar, dass ein vermeintlich ehemaliger Hauptmann der Stasi, einer Organisation, die tausende Leben zerstört hat, eine offizielle Position in unserem Verein bekleiden darf, und das kooptiert vom Aufsichtsrat, unter Umgehung jeder Mitsprache der Mitgliederversammlung. Dass unser Aufsichtsratsvorsitzender Äußerungen von sich gibt, die nicht nur wir als rassistisch einordnen, und in dessen Aufarbeitung Entschuldigungen an die Betroffenen sowie eine Einsicht bis heute ausbleiben. Dazu der Umgang der Verantwortlichen mit dieser Thematik. Nur beschwichtigende Aussagen, kein erkennbarer Wille das Thema zumindest vernünftig aufzuarbeiten. Hinzu kommt die fragwürdige Rolle des Ehrenrates und dessen ausgesprochene Sanktion, die mehr Symbolpolitik als eine angemessene Strafe war. Der Abgang von Frau Toporzysek und ihre Ausführungen zur Rolle des Ehrenrats dürften da eine deutliche Sprache sprechen. Die Fehltritte des AR, des AR-Vorsitzenden und des Ehrenrats zeigen wie so oft, dass der Fisch anscheinend mal wieder vom Kopf stinkt.

    Vorstand
    „Wir begegnen uns in der Schalker Vereinsfamilie mit ihren vielfältigen Strukturen respektvoll und auf Augenhöhe. Auch bei kritischen Themen sind wir tolerant gegenüber anderen Meinungen und nehmen Rücksicht auf die Belange der Anderen. Der Dialog zwischen Vereinsorganen, Mitgliedern und der vielschichtigen Fan-Szene ist offen und vertrauensvoll. Die Entscheidungshoheit bleibt bei den dafür in der Satzung genannten Verantwortlichen. Entscheidungen und die ihnen zugrunde liegenden Informationen behandeln wir so offen wie möglich und so vertraulich wie nötig.“

    So unser Leitbild. Vor Monaten wurde ein Kassensturz angekündigt, der Fans und Mitglieder schonungslos über den Zustand des Vereins aufklären sollte. Dass diese Kommunikation in Form eines Formulares erfolgen würde, bei dem Schalker dem Verein erklären müssten, warum sie selbst das Geld dringender brauchen als ein Bundesligaverein mit dreistelligem Millionenumsatz, hätten wir uns nicht träumen lassen. Wenn das Ergebnis des Kassensturzes „es kommt fortan auf jeden Euro an, es geht um die pure Existenz“ lautet, dann sei es so. Hätte man das in einem respektvollen Dialog mit den Fans mitgeteilt, hätte wahrscheinlich auch fast jeder akzeptiert, dass eine Erstattung der Eintrittskarten momentan nur mit großen Härten für den Verein möglich ist. Wobei die Frage zu stellen ist, warum es trotz der Prüfungspflichten des Aufsichtsrats zu solch einer finanziellen Schieflage hat kommen können. Stattdessen eine Nachweispflicht bei den Karteninhabern einzufordern, wie man sie so bisher nur bei HartzIV-Anträgen kennt, und seine Mitglieder zwingt, die Hosen runter zu lassen, ist selbstverständlich völlig inakzeptabel.
    Zumal hier ein Rollentausch stattfindet. Nicht die Fans wollen den Verein um sein wohlverdientes Geld bringen. Der Verein möchte das Geld von den Fans. Insbesondere in so einer Situation wäre ein respektvoller Ton zu erwarten gewesen. Dem folgte eine Entschuldigung der Verantwortlichen. Diese beschränkte sich allerdings auf die Einsicht, dass die Außenwirkung katastrophal gewesen sei und man zukünftig empathischer wirken wolle. Eine Lösung im Einklang mit dem Leitbild lässt weiter auf sich warten.

    „Der FC Schalke 04 ist als Kumpel- und Malocher-Club entstanden. Daher ermöglicht unser Verein im Rahmen seiner wirtschaftlichen Verhältnisse seinen Anhängern aus allen gesellschaftlichen Schichten die Teilnahme am Vereinsleben und den Besuch der Spiele. Aus unserer Tradition als Bergarbeiterverein heraus bekennen wir uns zu unserer sozialen Verantwortung. Der Arbeit im Ehrenamt messen wir dabei besondere Bedeutung zu.“

    Auch wenn wir nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen wollen und entsprechend anerkennen möchten, dass das „empathischer wirken“ vielleicht nur missverständlich ausgedrückt war: Aber wenn nur eine Woche später in den Medien zu lesen ist, dass jetzt in großer Form genau da gespart werden soll, wo es wirklich drauf ankommt – nämlich bei den Geringstverdienern und Ehrenamtlern – stellt sich wirklich die Frage, ob die Worte Empathie und "soziale Verantwortung" nicht nur ein Lippenbekenntnis sind und wie weit man sich mittlerweile emotional von seinen Fans und seinen ursprünglichen Werten entfernt hat.

    In den letzten Monaten ist viel Vertrauen verloren gegangen, dennoch sind unsere Ansprüche und Erwartungen nicht groß. Es geht uns insbesondere darum, die finanzielle Situation des Vereins endlich wie angekündigt transparent darzulegen, den Fans auf Augenhöhe zu begegnen, die Fehltritte der Vergangenheit unter Berücksichtung des Leitbilds aufzuarbeiten, sich endlich bei den betroffenen Menschen zu entschuldigen, die Werte des Vereins zu wahren und bei zukünftigen Entscheidungen in jeder Hinsicht zu berücksichtigen. Wir fordern die Wahrung unserer Werte, die unseren Verein über Jahre geprägt und uns mit Stolz erfüllt haben. Und das bitte ernsthaft und nachhaltig. Denn von den beschwichtigenden Aussagen nach #vianogo, dass man es verstanden hat ist anscheinend nicht viel übrig geblieben.

    Redet mit den Fans! Es gibt genug Fanorganisationen rund um den FC Schalke 04, denen der Verein am Herzen liegt. Die in ihren Bereichen gute Arbeit leisten und sicher gerne bereit sind, dem Verein mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Nur müssen sie gefragt und dann auch gehört werden. Denkfehler wie Viagogo und solche Kommunikationsdesaster wie bei dem Härtefallantrag hätte man durch die Einbindung dieser Leute ganz sicher verhindern können.


    Wir appellieren zudem an alle, denen Schalke mehr bedeutet als ein kurzfristiger und kurzlebiger Erfolg, aufzustehen. Sich zu erheben und bei der nächsten MV ihre Stimme einzubringen, um diesen gefährlichen Entwicklungen entgegenzuwirken.
    #NurImWir #NichtOhneUns #NichtOhneUnsereWerte

    - Das Team des Schalker Block5 -
    Allen Fanclubs, Organisationen und Einzelpersonen unter den Fans und Mitgliedern des S04 denen es ähnlich geht wie uns, möchten wir unsere Stellungnahme inklusive Banner als Grafiken für Facebook/Twitter und Instagram-Storys zur Verfügung stellen. Teilt diese gerne mit den Hashtags aus der Stellungnahme und weiteren Hashtags wie z. B. #S04 #Schalke oder #Tönnies. Gemeinsam können wir vielleicht etwas erreichen.

    Facebook/Twitter

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    Für die Fanclubs und Organisationen unter Euch, welche sich aktiv an der Aktionen beteiligen möchte: Nehmt bitte Kontakt zu uns auf und wir besprechen dann, wie wir daraus eine gemeinsame Sache machen können.
    Vielen Dank für Eure bisherige Unterstützung. Die durchweg positive Kritik zeigt Euch und uns, dass wir mit unserer Meinung nicht alleine dastehen. Wer sich auch außerhalb des Internets für die Werte des Vereins einsetzen möchte, schaut am Samstag vielleicht mal hier vorbei:


    Schalke-Fans kündigen Protest an: "Wir sind kein Schlachthof!“ - Bundesliga - Fußball - sportschau.de

    (Anmerkung: Die Demo ist nicht von uns organisiert. Wir möchten diese aber unterstützen.)