Ausgliederung - Untergang oder Rettung?

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      Ich hab bis jetzt auch noch nicht verstanden wie ernst die Lage eigentlich wirklich ist... Ich höre immernur Ausgliederung Ausgliederung Ausgliederung... Muss das wirklich sein gehts auch ohne. Aufjedenfall kann ich verstehen wenn die Menschen sagen das sie den leitenden Personen nicht trauen... Die werden aber nicht gehen da bleibt ja nurnoch Insolvenz wenns so schlimm ist...

      Mad Ted schrieb:

      Wenn jemand der Meinung ist, dass kein "Medienmogul, Oligarch oder ein Ölscheich", einfach mal so 250 Mio Euro in Schalke investiert,
      ohne irgendwelche Forderungen zu stellen, ohne sich daraus einen Gewinn zu erhoffen,
      das ist doch sehr realistisch, sehr nah an der Wahrheit, würde ich sagen.
      Das Schöne ist doch: Sollte es so jemanden geben, der einfach mal so uns die Kohle gibt, ohne sich selbst daran zu bereichern, gibt es auch Möglichkeiten ohne Ausgliederung. Die Regelungen zum Financial Fairplay sind weich genug, dass man uns gerne über Sponsorendeals freies Geld vorne und hinten reinpumpen kann ohne dass da jemand was rummeckern kann.

      Für sowas bekommt man auch bestimmt über 75% Zustimmung.
      NOT FOR SALE
      Vielleicht liegt zwischen "Der nächstbeste besoffene Scheich fickt uns hart von hinten!", "Wir verkaufen unsere Seele und reiten uns mehr in die Scheisse!" und "Wir erlangen mit 200 Millionen mehr die Weltherrschaft!" auch ein paar Grauzonen.

      In einer davon wird der Verein als Ganzes geschützt, wenn die Fußballprofiabteilung ausgelagert wird. Schalke ist mehr als die erste Mannschaft. So als Nachtgedanken.
      Launische Forum Dackel Diva

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Weltkulturerbe ()

      Glaubt ihr wirklich das die jetzigen "Vereins-Versager-Postenschieber" einer Ausgliederung positiv gegenüber stehen?
      Sollte es dann ein echtes Konzept geben, würden oben genannte einen neuen Job brauchen.
      Also werden viele alles in Bewegung setzen das es keine Veränderungen gibt, einschließlich dem Vorstand.
      Von einer MHV-Diskussion vsrspreche ich mir nichts positives,
      1. Dürfte kaum ein Mitglied in der Thematik wirklich durchblicken
      2. In der aufgeheizten Stimmung wäre eine sachliche Diskussion gar nicht möglich
      Niemand wird mehr gehasst als derjenige der die Wahrheit sagt

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von wuehler ()

      wuehler schrieb:

      Glaubt ihr wirklich das die jetzigen "Vereins-Versager-Postenschieber" einer Ausgliederung positiv gegenüber stehen?
      Sollte es dann ein echtes Konzept geben, würden oben genannte einen neuen Job brauchen.
      Also werden viele alles in Bewegung setzen das es keine Veränderungen gibt, einschließlich dem Vorstand.
      Von einer MHV-Diskussion vsrspreche ich mir nichts positives,
      1. Dürfte kaum ein Mitglied in der Thematik wirklich durchblicken
      2. In der aufgeheizten Stimmung wäre eine sachliche Diskussion gar nicht möglich
      Wir sind also in Rechtsform gefesselt, umgeben von unfähigen Vorständen, Aufsichtsräten und Mitgliedern???
      Der Zeitpunkt ist für eine Ausgliederung schlecht. Man hätte darüber objekte und professionell diskutieren müssen, als man sportlich gut da stand. Jetzt wird man nicht die Erträge realisieren, die aus meiner eine Ausgliederung rechtfertigen.

      HajoAbel schrieb:

      Der Zeitpunkt ist für eine Ausgliederung schlecht. Man hätte darüber objekte und professionell diskutieren müssen, als man sportlich gut da stand. Jetzt wird man nicht die Erträge realisieren, die aus meiner eine Ausgliederung rechtfertigen.
      Das ist in der Tat richtig. Es stellt sich die Frage, müssen wir ausgliedern, um die Insolvenz abzuwenden, oder können wir warten, ob sich die Finanzlage verbessert.

      Heizer schrieb:

      HajoAbel schrieb:

      Der Zeitpunkt ist für eine Ausgliederung schlecht. Man hätte darüber objekte und professionell diskutieren müssen, als man sportlich gut da stand. Jetzt wird man nicht die Erträge realisieren, die aus meiner eine Ausgliederung rechtfertigen.
      Das ist in der Tat richtig. Es stellt sich die Frage, müssen wir ausgliedern, um die Insolvenz abzuwenden, oder können wir warten, ob sich die Finanzlage verbessert.
      Stellt sich nicht die Frage:
      Ist eine Ausgliederung um eine Insolvenz abzuwenden das richtige Mittel?
      Sollte es so schlimm stehen verschiebt diese einmalige Finanzspritze dann die Insolvenz nicht nur nach hinten?
      Wenn man jetzt ausgliedert und die Kurve nicht bekommt, dann ist wohl endgültig Schluß.
      Gibt es wirklich keine Alternative zur Ausgliederung?
      Möglicherweise tatsächlich mal diesen grausamen Weg mit dem Sparen versuchen?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Schlepper ()

      Pixel schrieb:

      Würde mich ja schon interessieren, was ein Insolvenzverwalter bei uns alles aufdecken würde :O
      Ganz genau, oder eben nicht aufdecken würde, weil es „halbwegs“ in Ordnung ist?
      Und solange diese Informationen nicht für uns zugänglich sind, ist es schwer eine Entscheidung zu treffen.

      Schlepper schrieb:

      Stellt sich nicht die Frage:Ist eine Ausgliederung um eine Insolvenz abzuwenden das richtige Mittel?

      Das klingt ein wenig nach "Ist nach dem starken Ast zu greifen das richtige Mittel, um den Absturz zu vermeiden?"
      Je nach Fehlbetrag gibt es sicher noch andere Mittel. Aufruf zur Fan-Spende/ Anleihe. Ausverkauf der Spieler, die noch gut Kohle bringen. Ein freundlicher Mäzen.

      Schlepper schrieb:

      Sollte es so schlimm stehen verschiebt diese einmalige Finanzspritze dann die Insolvenz nicht nur nach hinten?

      Nein, natürlich nicht zwingend. Stellt man die Liquidität wieder her und baut einige Verbindlichkeiten ab, dann vergrößert das die Chancen, nicht mehr in Insolvenz zu geraten. Schalke kann man wie jedes normale Unternehmen mit einer Finanzspritze retten. 10-Jahres-Garantien-kann aber natürlich auch keiner geben.

      Schlepper schrieb:

      Wenn man jetzt ausgliedert und die Kurve nicht bekommt, dann ist wohl endgültig Schluß.

      Nur für die ausgegliederte Fußballabteilung. Der Verein selbst überlebt.
      Risikovermeidung für den Verein ist ja eines der wesentlichen Argumente pro Ausgliederung.

      Schlepper schrieb:

      Möglicherweise tatsächlich mal diesen grausamen Weg mit dem Sparen versuchen?

      Wenn der Insolvenzverwalter bereits Deine Adresse in Google Maps eingibt, ist es für's Sparen in der Regel (viel) zu spät.

      Ein Problem im Wettkampfsport ist auch, dass das Sparen - was im wesentlichen den Verkauf besserer, kostenintensiverer Spielern bedeutet, um die mit günstigeren zu ersetzen - oft einhergeht mit verstärktem sportlichem Niedergang. Tatsächlich gibt es wenig Beispiele für Vereine, die rigiden Sparkurs mit sportlicher Stabilität zu vereinbaren wussten.

      Geht es aber abwärts, bedeutet das auch weniger Einnahmen. Geht es stark abwärts, kann der Sparkurs am Ende sogar bedeutet, dass die zweite Insolvenz schneller kommt. Auch in der Wirtschaft kennt man das sogenannte "Kaputtsparen".
      Launische Forum Dackel Diva

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Weltkulturerbe ()

      Weltkulturerbe schrieb:

      Ein Problem im Wettkampfsport ist auch, dass das Sparen - was im wesentlichen den Verkauf besserer, kostenintensiverer Spielern bedeutet, um die mit günstigeren zu ersetzen - oft einhergeht mit verstärktem sportlichem Niedergang.
      Bei uns wurde der sportliche Niedergang auch ohne Sparen eingeleitet. Den beiden "H"s auf dem Vorstandsposten Sport sei Dank.
      #reclaimschalke

      HajoAbel schrieb:

      Der Zeitpunkt ist für eine Ausgliederung schlecht. Man hätte darüber objekte und professionell diskutieren müssen, als man sportlich gut da stand.
      Wir sollten seriöserweise schon trennen, denn Ausgliederung an sich bedeutet nicht zwangsläufig sich einen Investor an Bord zu holen und Anteile zu verkaufen.
      Gladbach als Beispiel. Die haben ausgelagert, aber keine Anteile verkauft.
      Die Ausgliederung an sich würde erstmal "nur" den Verein von den Profis entkoppeln. Wie @Weltkulturerbe mantrahaft wiederholt würde das z. B. den e. V. sogar retten sollten die Profis insolvent gehen.
      Würde nur unterstellen das minimal 85% der Mitglieder der Rest-e. V. einfach null interessiert.

      Und der zweite, davon losgelöste Schritt wäre es Investoren an Bord zu holen.

      Problem und Verknüpfung ist "nur" das dies dann im Falle der Ausgliederung ohne Votum entschieden werden könnte.

      Nur was mir auch immer zu kurz kommt. Ein Investor schenkt uns das Geld ja nicht.. Wenn wir Glück haben bekommen wir einen Investor der andere Ziele verfolgt als Rendite. Nur müssten diese Ziele auch irgendwie erreicht werden. Seien es Marketing oder werbeeffekte oder was weiß ich.
      Wenn diese Ziele nicht erreichbar sind kann dieser Investor aber wiederum seine Anteile an sonstwen verkaufen. Wir hätten keinen Einfluß darauf wer dann Anteilseigner werden würde. Vielleicht Putin, Katar oder der FC Bayern... Oder ein Investor der dann tatsächlich Rendite haben will. Und dann begeben wir uns für eine einmalige finanzspritze in eine unbefristete finanzielle Abhängigkeit. Wo da der Vorteil zu einer konservativen Fremdfinanzierung liegen soll erschließt sich mir nicht.

      Ja, man kann vom best case ausgehen. Aber realistisch oder seriös ist das nicht.

      Und wenn dann noch 50+1 fällt ist einem Komplettverkauf Tür und Tor geöffnet.
      Danke für deinen Beitrag ist sehr viel Objektivität drin.

      Weltkulturerbe schrieb:

      Das klingt ein wenig nach "Ist nach dem starken Ast zu greifen das richtige Mittel, um den Absturz zu vermeiden?"
      Je nach Fehlbetrag gibt es sicher noch andere Mittel. Aufruf zur Fan-Spende/ Anleihe. Ausverkauf der Spieler, die noch gut Kohle bringen. Ein freundlicher Mäzen.

      ....
      Ein schöner Vergleich und zutreffend.
      Die Höhe dieses Fehlbetrages, sowie die Höhe der aus der Ausgliederung erfolgenden Einnahmen sind aber nicht bekannt. Oder werden nicht genannt, deshalb komme ich hier nicht zu einer Entscheidung oder finde für mich leider keine Position.

      Weltkulturerbe schrieb:


      .

      Ein Problem im Wettkampfsport ist auch, dass das Sparen - was im wesentlichen den Verkauf besserer, kostenintensiverer Spielern bedeutet, um die mit günstigeren zu ersetzen - oft einhergeht mit verstärktem sportlichem Niedergang. Tatsächlich gibt es wenig Beispiele für Vereine, die rigiden Sparkurs mit sportlicher Stabilität zu vereinbaren wussten.

      Geht es aber abwärts, bedeutet das auch weniger Einnahmen. Geht es stark abwärts, kann der Sparkurs am Ende sogar bedeutet, dass die zweite Insolvenz schneller kommt. Auch in der Wirtschaft kennt man das sogenannte "Kaputtsparen".
      Auch hier möchte ich nicht widersprechen. Einzig mir fallen keine Beispiele ein in denen der Einstieg eines Investors, zu einem Zeitpunkt extremer finanzieller Schieflage, Erfolg hatte.
      Vor meinem geistigen Augen tauchen dann halt eher München 60 oder der HSV auf.
      Ebenfalls glaube ich das unsere finanzielle Lage auch daher kommt, das man durch übermäßige Ausgaben versucht hat Erfolg zu erzwingen.
      Wäre es nicht ein Ansatz das Denken „nur wer ganz oben mitspielt kann überleben“ einmal zu überdenken und zu überlegen was ist im Moment mit dem was wir uns leisten können machbar?
      Es gibt Clubs die über deutlich weniger Möglichkeiten verfügen als der S04 und bereits längere Zeit in der BL, für ihre Ansprüche erfolgreich, unterwegs sind. Damit möchte ich sagen es wird abwärts gehen wenn man spart, aber muss das unausweichlich in die sportliche Versenkung führen?

      Weltkulturerbe schrieb:

      .

      Schlepper schrieb:

      Wenn man jetzt ausgliedert und die Kurve nicht bekommt, dann ist wohl endgültig Schluß.
      Nur für die ausgegliederte Fußballabteilung. Der Verein selbst überlebt.
      Risikovermeidung für den Verein ist ja eines der wesentlichen Argumente pro Ausgliederung."
      Absolut richtig und genau der Punkt warum ich mich mit dem Thema versuche auseinanderzusetzen.
      Für mich bleiben immer noch die Punkte:
      Wer steigt ein?
      Wieviel wird benötigt?
      Wieviel können wir bekommen?
      Was wird mit diesem Geld gemacht?
      Welche Strukturen / Personen kommen / gehen mit einer Ausgliederung ?
      Wenn wir auf diese Fragen einmal eine Antwort bekommen werde ich möglicherweise anders denken, solange jedoch bin ich gegen eine Ausgliederung.
      Nochmal Danke für deinen Beitrag.

      Daywalker2609 schrieb:

      @Weltkulturerbe : Mir würde da in der Bundesliga auch nur der ungeliebte Nachbar einfallen. Aufgrund des wenigen Geldes musste man mehr auf Jugendspieler setzen und das hat dann im Endeffekt sehr gut funktioniert, auch weil man mit Klopp einen sehr guten Trainer hatte der mit jungen Spielern arbeiten konnte.
      Natürlich fallen einem nicht so viele Beispiele ein, wenn man die Definition des Autors übernimmt. Sparen bedeutet aber nicht, ausschließlich durch Spielerverkäufe einen Gewinn zu erzielen. Das immer gern beschworene Festgeldkonto des FC Bayern Münchens ist sicherlich nicht durch Verkäufe talentierter Spieler entstanden. Wenn wir aber mit Sparen durch Spielerverkäufen argumentieren wollen, können wir auch gleich Liverpool (Couthinho) als Beispiel anführen, was mit einer "Sparpolitik" bei Transfers Champions League Sieger werden konnte.

      Auf der anderen Seite bedeuten das Investieren und der sportliche Aufstieg noch lange nicht, dass man im Umkehrschluss wirtschaftlich auf soliden Füßen stehen würde. Da dürften wir als gutes Negativbeispiel gelten, beschäftigen wir uns doch immer noch mit den zu hohen (Gehalts-)Ausgaben lang zurück liegender Manager.

      Schlepper schrieb:



      Wieviel wird benötigt?
      Wofür benötigt? Der VFB Stuttgart hatte für etwas mehr als 10% seiner Einteile etwas weniger als 40 Millionen erhalten. Als größerer Verein wären wir wahrscheinlich deutlich mehr Wert und könnten vielleicht mit 20% unsere Schulden begleichen, falls das deine Intention sein sollte.

      Wenn du allerdings darauf abzielst, wie viel benötigt wird, um "international nicht den Anschluss zu verpassen", reden wir von anderen Summen.
      Ein wirklich wettbewerbsfähiges Team kostet wohl eher ungefähr eine Milliarde mit jährlichen Gehaltskosten von 250-350 Millionen Euro. Ein Neymar allein kostet über 5 Jahre wohl in etwa 500 Millionen Euro, Mbappe nicht viel weniger. Wirtschaftlicher und sportlicher Erfolg sind damit nicht garantiert. Viertelfinale war das höchste derer Gefühle. Wir hatten es ins Halbfinale geschafft.

      Dass ausgerechnet unsere handelnden Personen es mit ihrer Expertise schaffen würden, mit gezielten Transfers ein deutlich günstigeres und trotzdem schlagfertiges Team aufzubauen, daran glaubt hoffentlich keiner. Bayern und Leipzig (sofern sie es wollen) werden (wirtschaftlich) immer uneinholbar bleiben.