Ausgliederung - Untergang oder Rettung?

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      master schrieb:

      Aber die Realität ist, dass wir als eingetragener Verein in dem immer teurer werdenden Fußballgeschäft sportlich endgültig durchgereicht werden
      Die Zeit ist vorbei wirst sehen, die Preise werden fallen und zwar ins bodenlose. Auch wenn es noch ein paar Monate dauern wird.
      Vita brevis, ars longa
      " Es ist besser durchs Leben zu tanzen als durch zu marschieren "

      Wenn ich mir was wünschen dürfte, käm ich in Verlegenheit, was ich mir denn wünschen sollte, eine schlimme oder gute Zeit

      TBR schrieb:

      master schrieb:

      Aber die Realität ist, dass wir als eingetragener Verein in dem immer teurer werdenden Fußballgeschäft sportlich endgültig durchgereicht werden
      Die Zeit ist vorbei wirst sehen, die Preise werden fallen und zwar ins bodenlose. Auch wenn es noch ein paar Monate dauern wird.
      und ich habe die leise Vermutung, dass genau das der Grund ist, warum man jetzt so schnell wie möglich ausgliedern möchte.
      Sonst greift ja das "du musst ganz viel Geld investieren, dass wir leider (einfach so) nicht haben",nicht mehr.
      Also Seele verkaufen jetzt, und momentan, bedingt durch die Krise, halt für Umme.
      Je schneller und intensiver, diese Forderung von den Schalkern Verantwortlichen (klar,die Verbindung zur Presse wird genutzt) forciert wird, desto mehr kann man drauf setzen, das es genau so ist.
      "Ungerechtigkeit an irgendeinem Ort, bedroht die Gerechtigkeit an jedem anderen (Ort)"
      Martin Luther King

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mad Ted ()

      Das wäre bitter wenns stimmt.


      Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen wie das aufgeblasene Milliarden Konstrukt Fussball als einziges Kosntrukt in dieser Zeit überlebt. Aktuell forder die Touri Branche nen Rettungsfond. Nee, nee wir werden nächsten Sommer komplett neue Verhältnisse erleben. Und so lange sollte man daran festhalten das Schalke ein Verein ist.
      Vita brevis, ars longa
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      Wenn ich mir was wünschen dürfte, käm ich in Verlegenheit, was ich mir denn wünschen sollte, eine schlimme oder gute Zeit
      Es wird von einigen so getan, als ob nur diejenigen, die den e.V. als allein zu akzeptierende Rechtsform ansehen, die guten Werte hochhalten und diejenigen, die für eine Ausgliederung sind, für eine ungebremste Kommerzialisierung wären.

      Diese Schwarz-Weiß-Sicht ist falsch. Schalke mischt als Bundesligaclub auch als e.V. zwangsläufig seit vielen Jahren im Millionengeschäft Profifußball mit. Und wer für die Ausgliederung ist, verbindet damit vernünftigerweise das Ziel, unsere Finanzen auf eine solidere Basis zu stellen als bisher, also Schulden abzubauen. Es geht für mich also weniger um eine „moralische“ Frage als um eine rationale Herangehensweise an unser offenkundiges Finanzierungsproblem.

      Der Überkommerzialisierung des Fußballs muss man zusammen mit anderen Clubs auf nationaler, europäischer und globaler Ebene entgegentreten, da bin ich sehr dafür. Ich wäre aber dagegen, wenn wir uns einseitig aus dem Profifußball verabschieden wollten, weil man nur so vermeiden kann, Millionensummen für Spitzenspieler zu zahlen. Das wäre zwar die konsequenteste Alternative - aber eben auch das Ende von Schalke als relevante Fußballgröße.

      Ewald04 schrieb:

      Es wird von einigen so getan, als ob nur diejenigen, die den e.V. als allein zu akzeptierende Rechtsform ansehen, die guten Werte hochhalten und diejenigen, die für eine Ausgliederung sind, für eine ungebremste Kommerzialisierung wären.

      Diese Schwarz-Weiß-Sicht ist falsch. Schalke mischt als Bundesligaclub auch als e.V. zwangsläufig seit vielen Jahren im Millionengeschäft Profifußball mit. Und wer für die Ausgliederung ist, verbindet damit vernünftigerweise das Ziel, unsere Finanzen auf eine solidere Basis zu stellen als bisher, also Schulden abzubauen. Es geht für mich also weniger um eine „moralische“ Frage als um eine rationale Herangehensweise an unser offenkundiges Finanzierungsproblem.

      Der Überkommerzialisierung des Fußballs muss man zusammen mit anderen Clubs auf nationaler, europäischer und globaler Ebene entgegentreten, da bin ich sehr dafür. Ich wäre aber dagegen, wenn wir uns einseitig aus dem Profifußball verabschieden wollten, weil man nur so vermeiden kann, Millionensummen für Spitzenspieler zu zahlen. Das wäre zwar die konsequenteste Alternative - aber eben auch das Ende von Schalke als relevante Fußballgröße.
      Ihr macht schwarz weiss, entweder ausgliedern, oder der Verein ist tot.
      Warum beantwortet master nicht die Frage, wie viel Geld müsste man jetzt reinpumpen um konkurrenzfähig zu bleiben,
      und wem gegenüber konkurrenzfähi? Freiburg, Frankfurt, Leipzig, Bayern?
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      Martin Luther King

      Ewald04 schrieb:

      Das wäre zwar die konsequenteste Alternative - aber eben auch das Ende von Schalke als relevante Fußballgröße.
      Ja und, wäre dann immer noch Schalker und mit viel mehr Liebe.


      Größe ist nicht Alles
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      Wenn ich mir was wünschen dürfte, käm ich in Verlegenheit, was ich mir denn wünschen sollte, eine schlimme oder gute Zeit

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von TBR ()

      @ Mad Ted

      Wer kann schon leugnen, dass gemisswirtschaftet wurde? Natürlich wurde schlechte Arbeit geleistet. Und meiner Meinung nach steht es außer Frage, dass vor allem Heidel eine Katastrophe war für diesen Verein.

      Zu deiner Frage. Eine genaue Transfersumme kann ich dir natürlich nicht nennen. Aber ich will es mal so formulieren. Nehmen wir an, unser Verein ist hinter einem Spieler her. Ein absoluter Wunschsspieler des Trainers. Leider klappt dieser Transfer aber nicht weil uns am Ende wieder die 5-10 Millionen fehlen. Und ich wäre sehr froh, wenn wir dieser Situation aus dem Weg gehen können und den bekommen, den wir zu 100% wollen. Wir reden hier übrigens nicht von Spielern der Kategorie absolute Weltklasse, die 100 Millionen kosten. Sondern über Spieler der Kategorie wie z.b ein Robin Gosens, an dem wir ja angeblich interssiert waren.

      Und was die sportlichen Ziele angeht. Da habe ich eine klare Position. Ich will, dass dieser große Verein mit den über 100000 Mitgliedern wieder dauerhaft um die CL Plätze mitspielt

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von master ()

      master schrieb:

      Ist es nicht. Wir müssen einsehen, dass sich diie Zeiten verändert haben. Da können wir uns jetzt darüber beschweren oder auch nicht. Aber die Realität ist, dass wir als eingetragener Verein in dem immer teurer werdenden Fußballgeschäft sportlich endgültig durchgereicht werden und Klatschen wie heute gegen die Zecken werden definitiv nicht die Ausnahme bleiben.
      Und das kann und werde ich als Schalkefan niemals akzeptieren. Soviel Stolz habe ich. Ich will, dass Schalke ein sportlich großer Verein ist und dauerhaft oben mitspielt.
      Stimmt wahrscheinlich einiges, aber das werden wir auch mit einer Ausgliederung nicht ändern können.
      Wenn RB oder Hopp, oder VW oder Bayer oder oder oder da bereit sind jedes Jahr einen hohen 2-stelligen bis 3-stelligen Millionenbetrag zu verbrennen, dann werden wir da auch mit einer Ausgliederung nicht gegen ankommen.
      Die Ausgliederung ist nichts anderes als Seppuku angesichts eines schier übermächtigen Feindes.
      Am Ende wird man nach 5 oder 10 Jahren genau da stehen wo man als e.V. auch stehen wird, nur das man nicht mehr das sagen hat.
      Die einmaligen 200 Mio ändern bei einem Umsatz von 3 Mrd. über einen Zeitraum von 10 Jahren garnichts.
      Unser Problem (also vor Corona) ist nicht in erster Linie Geld, und daher löst Geld auch unser Problem nicht.
      Wir hatten in 2018 einen Umsatz von 350 Mio Euro, in 2019 einen Umsatz von 275 Mio Euro.
      625 Mio Euro in 2 Jahren.
      Seit heute stehen wir hinter Freiburg.
      Die hatten einen Umsatz von 200 Mio Euro. In beiden Jahren zusammen.
      GELD IST NICHT UNSER PROBLEM, sondern das was wir daraus machen.
      Und wenn uns 400 Mio Euro mehr als Freiburg in 2 Jahren nicht helfen vor Freiburg zu stehen, wieviel sollen wir dann bei einer Ausgliederung einnehmen um wieder um die ersten 4 Plätze mitzuspielen?

      master schrieb:

      Und meiner Meinung nach steht es außer Frage, dass vor allem Heidel eine Katastrophe war für diesen Verein.
      Nö, das ist Polemik, schon ein HH und sein Vorgänger FM und auch ein Assuaer in den letzten Zügen hat Schalke in diese Schieflage gebracht. Auf eine Person abzuwälzen ist mir einfach zu wenig.

      Die Summe macht es, wo war der Patient Null?

      Der Stadionbau oder doch FM mit Knickbuss, oder eben der blasse HH, aber vielleicht doch der CH?

      Merkste selber oder?
      Vita brevis, ars longa
      " Es ist besser durchs Leben zu tanzen als durch zu marschieren "

      Wenn ich mir was wünschen dürfte, käm ich in Verlegenheit, was ich mir denn wünschen sollte, eine schlimme oder gute Zeit

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von TBR ()

      TBR schrieb:

      master schrieb:

      Und meiner Meinung nach steht es außer Frage, dass vor allem Heidel eine Katastrophe war für diesen Verein.
      Nö, das ist polemik, schon ein HH und sein Vorgänger FM und auch ein Assuaer in den letzten Zügen hat Schalke in diese Schieflage gebracht. Auf eine Person abzuwälzen ist mir einfach zu wenig.
      Die Summe macht es, wo war der Patient Null?

      Der Stadionbau oder doch FM mit Knickbuss, oder eben der blasse HH, aber vielleicht doch der CH?

      Merkste selber oder?
      Jeder hat seinen Teil dazu beigetragen aber Heidel hat alles nochmal getoppt. Ich will hier Heldt nicht größer machen als er ist, aber unter ihm haben wir dreimal hintereinander die CL erreicht und ein EL Platz wie z.b in der Saison 14/15 wurde mit Zähneknirschen hingenommen.


      Unter Heidel haben wir in zwei von drei Jahren unsere Ziele meilenweit verfehlt (teilweise Abstiegskampf dazu). Dazu hat er mit Embolo,Bentaleb und Rudy sehr viel Geld verpulvert und uns einen Kader hinterlassen, der wahrscheinlich so mit der schlechteste Schalker Kader innerhalb der letzten 25 Jahren ist. Die spielerischen Leistungen waren teilweise so dermaßen grauenhaft, dass es beim Zugucken wehtat.

      Letztendlich ist er geflüchtet, weil er wusste, was er da angerichtet hat.
      Ich sehe hier eine mögliche spaltung der fans kommen, die nostalgischen, denen alles egal ist hauptsache Schalke, und diejenigen, die guten Fußball sehen wollen, dafür dann wohl mit Ausgliederung als Notlösung.
      Einig sind sich wohl die meisten, dass ct und peters weg müssen, wie erreicht man das?
      Der Verein lebt von der Tradition und den Emotionen aber genau diese Merkmale behindern m.E. einen zukunftsorientierten und erfolgreichen Weg. Zudem muss der Filz in einigen Gremien endlich durchbrochen werden.
      Wer königsblau im Herzen trägt, sieht niemals schwarz!
      Auf Kohle geboren und mit Emscherwasser getauft!
      Der Verein wird sehr sehr wenig Mitglieder verlieren, wenn es zu einer Ausgliederung kommen sollte. Die Ausgliederung kann aber eine gute Basis werden, neue Mitglieder zu gewinnen. Wenn dann die 60 Vereinsbefürworter dieses Forums, wenn sie denn Mitglied sind, austreten, dann ist das vollkommen irrelevant.
      Gegner einer Ausgliederung führen meist als Argument an, dass der Einfluss der Mitglieder für die Zukunft von Schalke ausgehebelt werde.

      Dem ist Folgendes entgegenzuhalten:

      1.

      Durch die 50+1-Regel ist der bestimmende Einfluss des e.V. auf die Ausgliederung der Profiabteilung abgesichert. Insoweit verbleiben auch Einflussmöglichkeiten der Mitglieder.

      2.

      Bei realistischer Betrachtung sind die Einflussmöglichkeiten eines einzelnen Mitglieds im e.V. aber auch heute schon begrenzt. Dabei geht es vor allem um die personelle Besetzung der Vereinsgremien. Das bleibt auch so.

      Auf die wesentlichen sportlichen und finanziellen Entscheidungen kann ein Mitglied bereits heute keinen direkten Einfluss nehmen. Das ist auch richtig so. Ein Bundesligaverein ist ein mittelständisches Unternehmen mit einem dreistelligen Millionenumsatz, das nicht über eine Mitgliederversammlung geführt werden kann.

      3.

      Von daher ist die entscheidende Frage pro und contra Ausgliederung nicht die, welchen Einfluss Mitglieder haben oder nicht.

      Von zentraler Bedeutung sind vielmehr folgende Aspekte, die abgewogen werden müssen:

      Es ist kein Zufall, dass Schalke zu den wenigen Clubs gehört, die die Profiabteilung noch unter dem Dach des e.V. organisieren. Auf Schalke spielen Emotionen und die Identifikation mit dem Verein eine besondere Rolle. Deshalb ist die Vereinsführung bislang davor zurückgeschreckt, den Weg zu einer weiteren Professionalisierung der Strukturen durch eine Ausgliederung zu gehen.

      Das ist verständlich, hat aber letztlich mit dazu beigetragen, dass sich Schalke gemessen an seinen Möglichkeiten in einer extrem schwierigen Finanzlage befindet. Eine Ausgliederung böte hingegen die Chance, eine Konsolidierung durch Schuldenabbau, eine verbesserte Liquidität und neue Möglichkeiten zur sportlichen Stärkung miteinander zu verknüpfen.

      Das muss allerdings in ein nachhaltiges Konzept eingebettet werden, das möglichst viele Mitglieder und Fans überzeugt und mitnimmt, so dass ein Bruch mit der Identifikation vermieden wird.

      4.

      Man sagt oft, in jeder Krise steckt auch eine Chance. Meist stimmt das sogar. Das bisherige Modell Schalke ist offensichtlich an seine ökonomischen Grenzen gestoßen. Wenn man sicherstellen will, dass der Club aus den permanenten finanziellen Nöten raus kommt, professionellere Strukturen entwickelt und seine sportliche Konkurrenzfähigkeit (unterhalb der Meisterschaft) behält, muss man neue Wege gehen.

      Eine Ausgliederung, die mit einem nachhaltigen Konzept verknüpft wird, böte mehr Chancen als Risiken. Ein Verharren im Status quo birgt hingegen die Gefahr, dass wir aus dem Teufelskreis finanzieller Probleme und sportlicher Schwächung auf absehbare Zeit nicht rauskommen.

      Heizer schrieb:

      Der Verein wird sehr sehr wenig Mitglieder verlieren, wenn es zu einer Ausgliederung kommen sollte. Die Ausgliederung kann aber eine gute Basis werden, neue Mitglieder zu gewinnen. Wenn dann die 60 Vereinsbefürworter dieses Forums, wenn sie denn Mitglied sind, austreten, dann ist das vollkommen irrelevant.
      Es ist genau der richtige Zeitpunkt auszugliedern. Die Wirtschaft liegt weltweit am Boden, wir sind komplett überschuldet und werden wohl die internationalen Plätze wieder verpassen.
      Zumal wir an verantwortlicher Stelle wirklich überragende Leute haben, die in den letzten Jahren gezeigt haben, dass sie gerade wirtschaftlich die richtigen Entscheidungen getroffen haben.
      Die Mannschaft ist jetzt schon top zusammengestellt, 1 bis 2 Ergänzungen und wir spielen auf Dauer oben mit.
      Es spricht wirklich NICHTS mehr für die Beibehaltung der Vereinsform.
      Da hat der Achim Recht.

      achims04 schrieb:

      Heizer schrieb:

      Der Verein wird sehr sehr wenig Mitglieder verlieren, wenn es zu einer Ausgliederung kommen sollte. Die Ausgliederung kann aber eine gute Basis werden, neue Mitglieder zu gewinnen. Wenn dann die 60 Vereinsbefürworter dieses Forums, wenn sie denn Mitglied sind, austreten, dann ist das vollkommen irrelevant.
      Es ist genau der richtige Zeitpunkt auszugliedern. Die Wirtschaft liegt weltweit am Boden, wir sind komplett überschuldet und werden wohl die internationalen Plätze wieder verpassen.Zumal wir an verantwortlicher Stelle wirklich überragende Leute haben, die in den letzten Jahren gezeigt haben, dass sie gerade wirtschaftlich die richtigen Entscheidungen getroffen haben.
      Die Mannschaft ist jetzt schon top zusammengestellt, 1 bis 2 Ergänzungen und wir spielen auf Dauer oben mit.
      Es spricht wirklich NICHTS mehr für die Beibehaltung der Vereinsform.
      Ich gebe dir vollkommen Recht, man hätte schon viel viel früher ausgliedern müssen.

      Weston schrieb:

      Einig sind sich wohl die meisten, dass ct und peters weg müssen, wie erreicht man das?
      Gar nicht.
      Und deshalb ist die Ausgliederungsdebatte letztendlich auch nicht entscheidend.

      Meine Prognose für mindestens die nächsten 2-3 Jahre: weiterhin überwiegend mäßiger bis schlechter Fussball, Tabellenplatz 10-14, jedes Jahr ein neuer Trainer, Tönnies weiterhin der starke Mann als "Schalke-Boss", Peters weiterhin zuständig für die Finanzen. Die beiden sind auf Schalke fest miteinander verbunden.

      Mit Ausgliederung oder ohne...

      Ich hoffe, ich liege falsch.
      Money is the root of all evil (Bronski Beat)
      Puh dieses Thema ist mittlerweile echt anstrengend, vor allem weil die Sichtweise bei einigen echt beschränkt ist.

      Ich bin mir relativ sicher, dass die wenigsten eine Ausgliederung befürworten, weil wir dann "erfolgreicher" Fußball spielen. Diese Hoffnung steht auf sehr wackligen Füßen.

      Genauso die Argumentation der e.V. Befürworter: "Wir wollen mitbestimmen" - ich sehe ja was bei rauskommt, wenn wir mitbestimmen dürfen...diverse Personen werden gnadenlos Jahr für Jahr wieder gewählt und die Misswirtschaft wird Jahr für Jahr bedingungslos ausgebaut und im Jahr drauf auf der Mitgliederversammlung, werden diese Personen natürlich wieder gewählt. Glückwunsch.

      Was ist eigentlich mit den anderen "Traditionsmannschaften" passiert? Bundesliga Hütte voll - wie sieht es dann 3 Klassen tiefer aus? Ich meine die gleiche Argumentation dort vernommen zu haben: Religion. Leidenschaft. Tradition.

      -----

      Mein Standpunkt: Ich befürworte eine Ausgliederung. Warum? Schalke ist ein Wirtschaftsunternehmen und kein Verein mehr, wie ich Ihn kenne. Dieses Unternehmen gehört auch exakt so geführt. Womit wir auch direkt bei der Bedingung für eine Ausgliederung wären: Wir benötigen viele sehr gute Leute die Ahnung auf Ihrem Gebiet haben. Ich erwarte von einem Finanzdirektor nicht, dass er bei der DFL noch mitmischt, sondern eher dass er rund um die Uhr die Zahlen von seinem Unternehmen, wo er für arbeitet, im Griff hat. Ich geh sogar soweit und sage: Der muss nicht mal große Ahnung im Bereich Fußball haben. Warum auch? Ich arbeite für einen sehr großen Kamera Hersteller und glaubt Ihr unser Finanzdirektor weiß wie ne Kamera funktioniert?! Macht nen Haken dran. ABER er weiß wie viel Budget meine Abteilung noch zur Verfügung hat und genau das ist unser Problem.

      Unser Verantwortlichen tanzen auf zu vielen Hochzeiten und überschreiten in regelmäßigen Abständen Ihre Kompetenzen. Wenn wir es schaffen eine Ausgliederung so vorzubereiten, dass die "Firma" mit Leuten besetzt werden, welche Ihr Fach verstehen, DANN werde ich "Pro Ausgliederung" stimmen.
      Sollte das nicht eintreten, werde ich mich enthalten.
      Einmal Schalker - Immer Schalker