Veltins-Arena abbezahlt

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      Muss man ja schon ein bisschen lachen, wenn man das heute liest...
      Erstaunlich aber, wie sich der Umsatz entwickelt hat.
      "Erst wenn der Schnee geschmolzen ist, siehst du, wo die Scheiße liegt." Rudi Assauer
      "Dann schwimmen wir im Geld", und das in den Jahren wo wir Ticketpreise hochschrauben und Tönnies-Darlehen aufnehmen mussten, um nicht völlig ins Schlingern zu geraten.

      Schon herrlich, wie verantwortungslos das war.

      Eigentlich könnte man aber auch gleich noch die Assauer-Aussage daneben stellen, wonach die Arena für "dieses Stadion sechs bis neun Punkte ausmacht". Aussage getätigt im Anschluss an die Meister-der-Herzen-Saison, also implizit: Wenn wir die Arena schon gehabt hätten wären wir jetzt schon Meister, aber seid euch sicher das kommt bald.

      18 Jahre später und wir waren noch nie so weit weg...

      Fairerweise sollte man aber auch festhalten: Viele hielten den Bau der Arena für Spinnerei. 18 Jahre später ist sie immer noch eine der attraktivsten Veranstaltungsstätten in der Region, kommt nicht angestaubt daher, und ist komplett abbezahlt. Selbst der Rasen ist inzwischen gut! Das ist natürlich eine immense Leistung. Schade nur, dass es trotz aller Hoffnungen, die erfüllt oder übertroffen wurden ausgerechnet dort mangelt, wo es am wichtigsten wäre.

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      Letzte Rate der Arena bezahlt - Schalke TV - Schalke 04

      Interessantes Interview mit Peters auf S04TV. Schön die Schritte und Anekdoten des Planungs- und Bausprozesses erklärt. Assauer als der Antreiber und Überzeuger, Peters der Mann für die Umsetzung und Details. Gefällt.
      Peters schließt damit, dass das Geld, welches nun nicht mehr als Rate für die Arena aufgewendet werden muss, schon in den Umbau des Vereinsgeländes gesteckt wurde. Auch da wurden wieder Kredite aufgenommen, die dann langjährig abbezahlt werden müssen. Man solle beachten, dass dafür Werte geschaffen werden und nicht immer nur auf die Verbindlichkeiten gucken.

      Gerne mehr solcher Interviews, da bekommt man einen Blick fürs große Ganze und versteht die Strategie des Vorstands besser.

      Netsmurf schrieb:

      Der sah am Samstag wirklich gut aus, sattes grün, gleichmäßig bis in den Torraum.
      Das war aber auch nicht die Wiese der letzten Saison?
      wird der gleiche Rasen sein, der zuletzt verlegt wurde glaube vor ca 3 Monaten.
      Nur gut vertikutiert, mit Sand versehen und gedüngt. Dazu noch das tolle Wetter

      #18 schrieb:

      Auch da wurden wieder Kredite aufgenommen, die dann langjährig abbezahlt werden müssen. Man solle beachten, dass dafür Werte geschaffen werden und nicht immer nur auf die Verbindlichkeiten gucken.
      Bei der aktuellen Lage am Kapitalmarkt genau richtig. Das flüssige Geld kann man an anderer Stelle ausgeben.
      Friede dem Wellblech!

      Neu

      DieTanne schrieb:

      Wieviel sparen wir jetzt pro Jahr ?
      Würde tippen, recht wenig. An der Gesamthöhe der Schulden ändert sich ja nix.
      Same procedure as last year, Mr. Heidel?

      Same procedure as every year, Clemens.

      --

      Cædite eos. Novit enim Dominus qui sunt eius

      -- Das Thema hier heißt nicht Hotte! Außer es ist gerade der Hottethread! Wer diese Ansage missachtet muss sämtliche Heimspiele der 18/19-Saison gucken.

      Neu

      Wie bereits von Barto erwähnt, und hier von mir ebenfalls ausgeführt ist der Arena-Kredit nicht entscheidend. Wichtig sind die Gesamtverbindlichkeiten. Beziehungsweise vor allem die Finanzverbindlichkeiten. Das sind die Verbindlichkeiten, für die Zins und Tilgung fällig werden. All das was man an Kreditinstitute usw. zurückzahlen muss. Das können Bankkredite sein, aber auch Anleihen (wie unsere Mittelstands- oder Fan-Anleihe).

      Unser Management hat vor mehreren Jahren grade die Rückführung der Finanzverbindlichkeiten als zentrales Ziel ausgerufen (es mag um 2011 gewesen sein?). Und ich find das Ziel durchaus sinnvoll. Hier noch der Hinweis, dass die Gesamtverbindlichkeiten höher sein können. Zum Beispiel wenn sie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen (auch Verbindlichkeiten aus Transfers), oder Steuerschulden aber auch der GEW-Deal iirc. Das alles wird aus der Betrachtung herausgelassen und es wird sich voll auf die Finanzverbindlichkeiten konzentriert, als die maßgebliche Zielgröße.
      Aus der Bilanz selbst hab ich es immer schwer gefunden genau herauszulesen, wie hoch die Finanzverbindlichkeiten sind, weil sich einige Dinge im Posten der sonstigen Verbindlichkeiten versteckt haben. Allerdings gab es in den meisten Stellungnahmen und Infos des Vereins seit 2011 (?) dann doch explizite Informationen zu eben dieser Zielgröße.

      Ich hab mal schnell versucht die Werte der letzten Jahre zu ermitteln. Da es nicht immer so leicht ist das genau aus der Bilanz zu lesen, habe ich andere Quellen gesucht, wo diese Zielgröße erwähnt wird. Ich möchte aber darauf hinweisen, das selbst größere Tageszeitungen manchmal Gesamtverbindlichkeiten und Finanzverbindlichkeiten durcheinander gebracht haben.

      So sieht, mit gewisser Vorsicht, die Entwicklung der Finanzverbindlichkeiten unseres Vereins aus, seit 2010 (jeweils immer Stichtag 31.12.):

      2010: 216 Mio
      2011: 184,8 Mio (Ziel: Schuldenfrei bis 2022, Quelle bei Link zu 2010)
      2012: 173,1 Mio
      2013: 178,3 Mio
      2014: 164 Mio (Ziel laut Peters: Unter 100 Mio in 2019)
      2015: 146 Mio
      2016: 129,7 Mio
      2017: 142,0 Mio
      2018: 144 Mio
      Ich blicke ständig über den Tellerrand. Aber Schalke ist der Nullpunkt in meinem Koordinatensystem, der Fluchtpunkt zu dessen Perspektive ich in andere Richtungen schauen kann!