Tedescos Fußball - Quo vadis?

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    Durable schrieb:

    Die Spieler sind aber selber für diese Grütze verantwortlich. Tedesco jedenfalls erwähnt fast schon nach jedem Spiel, dass sein Plan ein anderer war.
    Die Frage ist, warum es immer so anders läuft.
    Womit sich der Kreis dann schließt und wir natürlich wieder beim Trainer sind.
    Manchmal sind fünf Euro mehr noch immer ein sehr fairer Preis.

    Durable schrieb:

    Die Spieler sind aber selber für diese Grütze verantwortlich. Tedesco jedenfalls erwähnt fast schon nach jedem Spiel, dass sein Plan ein anderer war.
    Die Frage ist, warum es immer so anders läuft.

    Die Vermutung liegt nahe, dass er seine Mannschaft "verloren" hat. So oft wie Matchplan und Realität voneinander abweichen ist es, oder unverfänglicher, kann es kein Zufall mehr sein.

    achims04 schrieb:

    Aber macht ein gewonnener Pokal (so unrealistisch dies auch sein mag) die komplette Dreckssaison wett?
    Nochmal den Keller-Fehler wiederholen?
    Welchen Pokal hat Keller gewonnen?
    "Da habe ich mich beirren lassen von meine Kompetenz." (Thorsten Legat)

    "Es ist ein Trainer, der in Anbetracht unserer Prinzipien und unserer Qualitäten ein System der Nachteile eingerichtet hat."

    "Der Druck am Ball determiniert das kollektive Verhalten."
    Tedesco hat wohl früher viel zu oft den Fußball Manager von EA gespielt. Die Spieler müssen auch von dem überzeugt sein, was der Trainer so sagt und vor allem müssen sie es verstehen. Ich als einer, der keinen 1,0er Trainerschein hat, hätte auch meine Probleme, gefühlt drei mal pro Spiel meine Spielweise zu ändern. Dieser Aktionismus macht langfristig mehr kaputt. So kann niemals ein eingespieltes Team entstehen, das sich blind versteht.

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    @Rubber-Duck Verloren hat er die Mannschaft glaube ich (immer) noch nicht. Wenn wir von verloren im Sinne von "macht was sie will" reden. Hin und wieder gibt's Anzeichen, gerade zu Beginn der zweiten Halbzeit, dass er noch Zugriff auf die Mannschaft hat, dann gibt's (kurze) Steigerungen.

    Ich glaube einfach, dass die Mannschaft nicht weiß was er will, er es nicht mehr vermittelt bekommt und er ihnen wahrscheinlich keine Lösungen gezeigt hat. Also alles anders als es letzte Saison war. Aber vermutlich meinst du das mit "verloren"? Ja, dann hast du recht.
    DiMatteo hatte auch gesagt, dass die Mannschaft nicht so spielt, wie er ihnen vorgab. Das Ende ist bekannt.
    Marfinha beim 0:2 gegen Köln (10.05.2015): "Würde das Spiel auf Sport 1 laufen, könnte man denken es ist Sommervorbereitung.
    Fehlt nur noch Dahlmann, wie er bei einer Ecke den Schützen interviewt."
    Erschreckend ist einfach, dass wir nicht mal mehr defensiv vernünftig stehen. Wenn ich sehe, wie weit vorne/mittig Caliguri und auch McKennie stehen - scheint dann wohl so gewollt zu sein - wie oft Sane völlig unnötig aus der Kette rennt und in der Mitte Freiräume lässt (gestern gegen Freiburg gab es so eine Szene. Spielt Freiburg schneller, steht es in der ersten Hälfte 0-1), wie schlecht man verschiebt und wie groß die Freiräume in der letzten Reihe sind, dann bekomme ich regelmäßig Ausschlag.
    Da passt phasenweise einfach gar nichts mehr. Und da ist es egal, wie der Gegner heißt. Das kann gegen City richtig übel werden.

    Hier hat ja schon mal jemand geschrieben, dass wir zu langsam sind und es zu lange dauert, bis der Ball beim Mitspieler ist. Der Ball kullert teilweise echt zwischen Nastasic und Sane hin und her. Sane läuft mit dem Ball Ewigkeiten, um ihn dann auf rechts zu schieben, wo der Mitspieler schon gedeckt bzw unter Druck ist. Das ist so absehbar.. Den Ball kann er auch schon fünf Minuten eher spielen.
    Bezeichnend war gestern eine Szene: Mascarell hat den Ball auf rechts, läuft nach links und zeigt an, dass Matondo oder Oczipka, bin mir nicht sicher, ihm entgegen kommen sollen. Passiert aber nicht wirklich.

    Just schrieb:

    ...aber schauen wir mal: die Abstiegskandidaten fangen eigentlich immer erst im letzten Drittel der Liga zu punkten. Siehe HSV etc. Das kann noch heiß werden.
    Ist doch gut, dann fangen wir ja auch bald an, wenn wir doch Abstiegskandidat sind. :schal:
    Aber man weiß ja, was man von unseren Zeitungen zu halten hat. Da notiert der Schwerhörige, was ihm der Blinde berichtet, der Dorftrottel korrigiert es, und die Kollegen in den anderen Pressehäusern schreiben es ab.

    Dieser "Schriftleiter", er nennt sich Diekmann, das ist natürlich kein richtiger Schriftleiter. Das ist lediglich ein wandelnder Anzug unter einem Pfund Streichfett.

    No matter how hard you try to change the past - your dad will always have fucked your mom.

    Durable schrieb:

    Erschreckend ist einfach, dass wir nicht mal mehr defensiv vernünftig stehen. Wenn ich sehe, wie weit vorne/mittig Caliguri und auch McKennie stehen - scheint dann wohl so gewollt zu sein - wie oft Sane völlig unnötig aus der Kette rennt und in der Mitte Freiräume lässt (gestern gegen Freiburg gab es so eine Szene. Spielt Freiburg schneller, steht es in der ersten Hälfte 0-1), wie schlecht man verschiebt und wie groß die Freiräume in der letzten Reihe sind, dann bekomme ich regelmäßig Ausschlag.
    Da passt phasenweise einfach gar nichts mehr. Und da ist es egal, wie der Gegner heißt. Das kann gegen City richtig übel werden.
    Aus meiner Sicht liegt das an der 4er Kette. Die funktioniert (noch) nicht gut. Mit der 3er Kette stehen wir defensiv viel besser.
    "Panik ist eine Form von Hybris. Sie geht mit dem selbstgefälligen Gefühl einher, dass man genau weiß, wohin die Welt steuert – nämlich Richtung Abgrund." - Yuval Noah Harari

    achims04 schrieb:

    Es sieht eher so aus als ob die Spieler für jede Situation 132 Lösungen bekommen hätten und die gedanklich erstmal durchspielen bevor sie sich Richtung Ball bewegen :D
    Exakt.

    Dazu habe ich übrigens, wie es der Zufall so will, gerade heute erst ein relativ interessantes Zitat über Bill Belichick gelesen:

    “He has a very unique ability to boil it down to what you need to know to win the game. He makes it so they can go out and play fast.”

    Adin Osmanbasic sagt dazu, dass dies eine extrem wichtige Eigenschaft beim coaching ist. Der Trainer muss sichergehen, dass seine Spieler schnell denken und ausführen und nicht, in Ermangelung eines passenden deutschen Begriffes, "overthinken". Also jede Kleinigkeit zerdenken, bis man aufgrund der riesigen Handlungsmöglichkeiten wie gelähmt wirkt.
    Manchmal sind fünf Euro mehr noch immer ein sehr fairer Preis.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Frage/n ()

    Durable schrieb:

    @Rubber-Duck Verloren hat er die Mannschaft glaube ich (immer) noch nicht. Wenn wir von verloren im Sinne von "macht was sie will" reden. Hin und wieder gibt's Anzeichen, gerade zu Beginn der zweiten Halbzeit, dass er noch Zugriff auf die Mannschaft hat, dann gibt's (kurze) Steigerungen.

    Ich glaube einfach, dass die Mannschaft nicht weiß was er will, er es nicht mehr vermittelt bekommt und er ihnen wahrscheinlich keine Lösungen gezeigt hat. Also alles anders als es letzte Saison war. Aber vermutlich meinst du das mit "verloren"? Ja, dann hast du recht.

    Hier sind wir auf der richtigen Spur. Mit bis zu 4 Systemwechseln im Spiel überfordert er die Jungs. Das mag am PC alles so sinnig sein - aber die Spieler kriegen es nicht auf den Rasen. Um so systemtreu auf dem Platz zu brillieren, muss als erstes mal Fussball "gespielt" werden. DTs Herangehensweise ist oft aber so gestaltet, dass unsere Spieler reagieren sollen. Es kommt da ja auch nicht von ungefähr, dass fast alle Gegner in der Arena mehr Ballbesitz haben. DT schließt mE damit aus, dass wir ein Spiel mal von vorn bis hinten dominieren.

    Durable schrieb:

    Also alles anders als es letzte Saison war.
    DAS ist glaube ich der größte Trugschluss. Letztes Jahr hat man sehr ähnlich gespielt: geduldig und risikovermeidend auf eine seiner wenigen Chancen warten (man höre diesbezüglich den O-Ton von Uth nach dem Spiel gestern), so gut wie nichts zulassen, in Führung gehen (meistens nach Ecke/Freistoß/Elfer), sauber zu Ende verteidigen. Leider klappt das mit dem „in Führung gehen“ diese Saison nicht so gut, weil wir weniger Elfer bekommen und weniger Tore nach Standards erzielen. Das bedeutet, dass sich Tedesco offensiv völlig neu erfinden muss. Das wird er schaffen, aber nicht von jetzt auf gleich, weshalb ich glaube, dass er hier nicht lange Trainer bleibt. Ist schade, aber ich hoffe, auch der Verein lernt daraus.
    “Do your job.”

    (B. Belichick)

    HY1904 schrieb:

    Die Mannschaft ist „übercoacht!“.

    Das Ergebnis ist eine Spielweise die einfach nur zum Wegsehen animiert. Das schlechteste S04-Team seit Jahrzehnten...und ich gehe seit 1974 immer zum S04.

    Leider ist mein Fazit so, dass anscheinend wieder nur ein Trainer Wechsel helfen kann. DT kann ja Lehrer an der Akademie werden.
    Aha, die schlechteste seit Jahrzehnten. Du fandest die Mannschaft unter Breizenreiter, Keller oder du Marcel haben also besseren Fussball geschaut? Da fallen selbst Teenager Jahre mit schlechterem Fussball ein.