Hertha, Hipster, Heimat

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      Eindrucksvoller Beweis, dass der Wert eines Fussballunternehmens hauptsächlich nicht aufgrund der aktuellen wirtschaftliche Lage bestimmt wird, sondern durch in ihm liegende Phantasie des Produkts.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Heizer ()

      GoldonS04 schrieb:

      Ich könnte mir aber auch vorstellen, das gerade die Stadt Berlin (vielleicht auch der Staat selber) den Verein Hertha BSC ziemlich Druck macht, das sie als Hauptstadtverein sich einfach besser nach außen präsentieren müssen und den höchstmöglichen sportlichen Erfolg eines Hauptstadtvereins einer Fußballnation überhaupt holen.
      du kannst Dir vorstellen, dass der Berliner Senat, bestehend aus SPD, SED und Grüne (sportlichen) Erfolg für die Stadt Berlin haben wollen. Ganz so, wie die mit Geld von „Heuschrecken“ rein kapitalistisch aufgebauten Weltclubs?

      Nun denn ...



      ... könntest recht haben :D


      Bigott ist eben der Sozialist.
      Fehlerlos ist leblos!
      Hm, ... ist das so?

      2014 rund 60 Mio. von KKR für 10%

      Ende 2018 ca. 71,2 Mio. an KKR und andere Gläubiger zurückgezahlt - Ende 2018 war der Schuldenstand höher als 2014.

      2019 ca. 53,8 Mio. (bereinigt um die KKR-Anteile) für 37,5% von Windhorst

      Ich weiß jetzt nicht, ob KKR seine Anteile nach dem initialen Einstieg noch erhöht hat.

      Hat da jemand mehr Infos?

      Wenn nicht, sehe ich hier eine starke Wertminderung eines Anteils an der Hertha BSC GmbH & Co KGaA.

      Von 6 Mio je 1% zu ca. 1,5 Mio je 1% - das ist aber auch „nur“ eine interne kalkulatorische Größe ... aber eben auch sinnvoll ... letztlich hilft es nicht sich in die Tasche zu lügen. Schulden verwässern nun einmal den Wert eines Unternehmensanteils.

      Kann ich aber fast gar nicht glauben ...

      Aber selbst die 125 Mio. für 37,5% sind nur noch 3,33 Mio je 1%.

      Sollte Windhorst jedoch wirklich in Summe bis Ende 2020 250 Mio. für 49,9% zahlen, dann liegt man wieder bei 5 Mio. je 1% - ohne Bereinigung von weiteren Schulden.

      Sieht für mich ein wenig danach aus, dass Windhorst die Hertha geködert hat und jetzt erst einmal äußerst günstig eingestiegen ist. Sein Risiko scheint gering zu sein. Die Bedingungen für eine Aufstockung auf 49,9% sind nicht bekannt. Vermutlich muss da schon die EuropaLeague nach der Saison 19/20 herausspringen.
      Fehlerlos ist leblos!
      Ich hätte zunächst schon mal ein schlechtes Gefühl, wenn mir jemand namens Windhorst ein Geschäft antrüge. Das ist natürlich nur eine Lappalie und ein Bauchgefühl, aber die Mischung aus Windei und dem bei mir negativ konnotierten Vornamen „Horst“ ließe die erste Warnlampe angehen.

      (Was nix mit unserem Ex-Manager zu tun hat, der hieß Hotte und war besser als sein Ruf)

      Die zweite Warnlampe leuchtete auf, wenn ich mir den Mann ansehe. Genie und Wahnsinn liegen dicht beieinander, sagt man. Bei ihm sehe ich weniger Genie, sondern eher eine notfalls über Leichen gehende Besessenheit. Wollte der nicht immer schon vor allen Dingen anderen beweisen, dass er was kann?

      Bis hierher: nur die persönliche Ebene. Das mag anderen anders gehen, und die halten den Mann für sympathisch und zuverlässig.

      Dann lese ich mir zum Einstieg den Wikipedia-Text zu dem Mann durch. Spätestens jetzt sollten die Warnleuchten anfangen zu blinken. Die Worte Insolvenz, Investment, Pleite und Beteiligungen geben sich die Hand.

      Gestern abend habe ich in gemütlicher Runde in Frankfurt unter anderem mit zwei Investment-Bankern gesessen, beide nicht ganz unerfolgreich in ihrem Tun. Das harmloseste, was sie zu Tennor und Windhorst zu sagen wussten, war: umstritten.



      Fazit: Finger weg.


      Ich wünsche der Hertha, dass das so ausgeht wie es zu erwarten steht.



      Und dem FC Schalke 04 e.V., dass man sich das genau anschaut und ne Menge daraus lernt. 250 Mio ist nicht so viel Geld, wie man meinen könnte in diesem Geschäft, und dafür verkauft man nicht seine Seele. Schon gar nicht an ein Windei.
      Wolfram Wuttke: Schalker, Nationalspieler, schlampertes Genie. 17. November 1961 bis 1. März 2015


      Schalke Fan seit 1903

      Wolfram Wuttke schrieb:

      Und dem FC Schalke 04 e.V., dass man sich das genau anschaut und ne Menge daraus lernt. 250 Mio ist nicht so viel Geld, wie man meinen könnte in diesem Geschäft, und dafür verkauft man nicht seine Seele. Schon gar nicht an ein Windei.
      Wir würden natürlich auch die gleiche Summe wie die graue Dame Hertha bekommen. :roll:

      Wenn (nicht falls) man es macht, sollte das aber finanziell langfristig vorausplanend und aus einer Position der Stärke (CL-Teilnahme, attraktiv aufspielende Mannschaft mit ein paar echten Stars und optimalerweise dem ein oder anderen deutschen Nationalspieler. Sowie zwingend eine Führung, die bewiesen hat, dass sie mit großen Investitionen umgehen kann) erfolgen. Dann sollte man locker das 2-3fache der Hertha-Summe erzielen und seriösere Namen als Windei anlocken können. Das Geld muss dann so angelegt werden, dass sich a)die Einnahmesituation langfristig verbessert und b) die Mannschaft mittelfristig sportlich so verstärkt, um sich wenigstens wieder als 4-te Kraft und dauerhafter Anwärter auf die CL zu etablieren und die Konkurrenz zu distanzieren. Spätestens wenn die nächste CL-Reform kommt, wird die Schere zwischen Arm und Reich, zwischen Spitzenklubs und dem für Sponsoren und TV unattraktivem Rest, noch erbarmungsloser aufklaffen und wer da nicht auf der richtigen Seite steht, wird es nur noch mit viel Glück in die Elite zurück schaffen können.

      Jobst z.B. ist das vollauf bewusst und lässt es durch die Blume immer mal wieder anklingen, aber da wir immer noch viel zu tief in der Folklorekiste stecken, fürchte ich, dass man sich so lange einen auf den wertlosen Vereinsstatus hobelt, bis man komplett den Anschluss an die Spitze verloren hat und dann (aus der Position der langjährigen Schwäche) zu dem Schritt gezwungen wird. Dann käme wirklich nur eine vergleichsweise mickrige Summe an Land und würde vermutlich planlos in einem letzten Hurra aus dem Fenster gepulvert.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von evildead ()

      Ben1904 schrieb:

      Lieber als Verein untergehen als sich wie eine Hure zu verkaufen
      Manche Vereine schaffen auch beides. :D
      "Nimmst du die blaue oder die rote Pille?"
      Ich habe mich für die blaue entschieden.........!
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      Da kam dann das Elfmeterschießen. Wir hatten alle die Hosen voll aber bei mir lief's ganz flüssig.
      (Paul Breitner)