Tedesco bis 2022

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    Lieber @Grubenlampe Zunächst mal vielen Dank für deine ausführlichen und interessanten Erläuterungen. Auf ein paar Punkte möchte ich gerne eingehen:

    Grubenlampe schrieb:

    Aber Tedesco wird mir hier im Forum inzwischen viel zu plump als Defensivfanatiker-und-sonst-garnix charakterisiert.
    Nicht von mir. Aber dass der allererste und für Tedesco wichtigste Ansatz immer der ist, defensiv sicher zu stehen und dann zu gucken, was offensiv möglich ist, lässt sich nun mal nicht bestreiten - weder aus TV- noch Stadionsicht. Gerade im Stadion habe ich oft genug den Eindruck, dass wir nach einem gewonnenen Ball oder einer Phase des Ballbesitzes nie all-in (im Sinne von vier, fünf oder sechs Spieler beteiligen sich mit schnellen Läufen am Offensivspiel) gehen, weil von den Spielern quasi schon ein Ballverlust antizipiert wird und man bloß zum richtigen Zeitpunkt ins Gegenpressing gehen will.

    Grubenlampe schrieb:

    Dass er sich mehr Tore und mehr Lösungen im Ballbesitz wünscht, hat er inzwischen doch oft genug erklärt, und inzwischen sieht man zumindest eine verbesserte Spieleröffnung.
    Das stimmt. Schon im Spiel in Stuttgart war zu sehen, dass nach vorne etwas anders gespielt wird. Mehr über kurze Pässe, die natürlich immer auch das Risiko bergen, abgefangen zu werden. Und auch in der Rückrunde ist das Bemühen zu erkennen, den Ball über kurze Stafetten nach vorne zu tragen. Ein wichtiger Faktor hierbei ist - und dabei werde ich immer bleiben, solange Tedesco die 3er-Kette nicht anders spielen lässt - dass Tedesco endlich (wenn auch viel zu spät) erkannt hat, dass wir mit 4er-Kette spielen müssen, wenn wir uns offensiv entwickeln wollen. Ich kann nicht oft genug wiederholen, dass die 3er-Kette wie wir sie spielen, uns mindestens (!) einer Anspielstation im Mittelfeld beraubt.

    Auf Grund der leider immer noch vorhandenen Defensiv-Denke haben wir aber sehr häufig das Problem, dass wir zu langsam genügend Spieler vor den Ball bekommen, um den Gegner auch vor Probleme in der gegnerischen Hälfte zu stellen. Das zeigt mir zweierlei: 1) Dass man das vielleicht auch gar nicht will, um eben schnell wieder in die Umschaltsicherung zu kommen; 2) Dass dies mit einer der wichtigsten Gründe für das viel zu seltene Herausspielen von Torchancen ist. Es war für mich bezeichnend, dass Konoplyankas stärkste Szene der abgegrätsche Ball im eigenen 16er kurz vor Ende der ersten Halbzeit war.

    Grubenlampe schrieb:

    Letzte Saison waren viele unserer Spiele ziemlich eng, aber wir haben trotzdem immerhin 53 Tore geschossen (1,56 pro Spiel). Das war sicher kein Feuerwerk,
    Ich will nicht schon wieder die Diskussion aufmachen, dass Standardtore weniger wertvoll sind, aber wenn ich mich richtig erinnere, entstanden 50% unserer Tore aus Ecken, Freistößen oder Elfmetern. Es war eben nicht so, dass wir da wahnsinnig viele Torchancen erspielt hätten. Wir waren nur brutal effizient (wie der an anderer Stelle genannte Kommentator Jürgen das völlig richtig einordnete).

    Grubenlampe schrieb:

    Mein Eindruck ist eher, dass Tedesco sowohl defensiv als auch offensiv perfekt spielen lassen will,
    Mein Eindruck ist, dass er den Gegner defensiv zermürben und dann gucken will, was man daraus offensiv machen kann. Das ist ein völlig legitimer Ansatz. In Italien. Oder bei Mannschaften des unteren Tabellendrittels.

    Grubenlampe schrieb:

    Aber in meiner 30jährigen Erfahrung als Fan ist gerade ein rasantes Vertikalspiel das beste Mittel, die Kurve zum Kochen zu bringen - also wieder eher Konter- als Ballbesitzfußball. Du weißt doch sicher auch noch, wie damals das Stadion (metaphorisch) steil ging, wenn Mpenza (buchstäblich) steil ging; oder wie begeisternd die rangnicksche Vertikalität in dessen erster Amtszeit war. Selbst Lincoln, dem viele hier bis heute noch als "echtem Spielmacher" nachtrauern, bestach eher durch öffnende Pässe als durch filigranes Kurzpassspiel.
    Vertikalität ist auch im Gedränge des letzten Spielfelddrittels möglich, weil auch ein vertikaler Pass über 8 Meter die Spannung einer massierten Formation auflösen kann. Dazu bedarf es aber a) mehrerer Spieler an vorderster Front, b) vieler vorausgehender Kurzpässe, um das zu ermöglichen und c) auch Spieler, die sich nicht zu schade sind, immer wieder in die Tiefe zu gehen, selbst wenn sie den Ball nur 1x anstatt 5x bekommen. Und bei aller Liebe: ich glaube, das ist das Allerletzte, was Tedesco möchte.

    Aber der Punkt mit der Vertikalität ist trotzdem interessant. Und an einer Personalie lässt sich das ganz deutlich ablesen. Ich bin ja der Meinung, dass Bentaleb der kompletteste Spieler in unserem Kader ist, wir aber noch nicht annähernd seine ganze Schaffenskraft hier gesehen haben. Ich (und viele andere vermutlich auch) erinnere mich noch sehr genau an seine allererste Einwechslung in Frankfurt, als er ganz alleine den Gegner zerlegte, wir aber auf Grund unserer Unfähigkeit vorne das Spiel trotzdem verloren. Heutzutage gibt es dieses vertikale Spiel von Bentaleb eigentlich gar nicht mehr, und der einfach gestrickte Fan denkt sich dann, dass sich die Gegner eben darauf eingestellt haben und ihn entsprechend bespielen. Aber das Problem ist, dass die Offensivbewegungen aller anderen Spieler gar kein Vertikalspiel mehr zulassen. Was mich wirklich mal interessieren würde, wäre eine Statistik über Läufe in die Tiefe.

    Grubenlampe schrieb:

    Ich habe es aber oft genug erlebt, um zu der Meinung zu gelangen, dass ein Vermeiden von Gegentoren gerade in der Arena durchaus Sinn ergibt.
    Ja. Aber woran liegt das denn? Weil wir genau wissen, wie schwer wir uns eigentlich schon seit Jahren tun, uns so viele Chancen herauszuspielen, dass man ein Gegentor auch mal doppelt oder dreifach zurückzahlen kann. Klar, dass man da die Luft anhält, wenn es hinten klingelt. Wenn es Usus wäre, in einem Heimspiel zwei, vielleicht sogar drei Tore zu erzielen (schau dir diesbezüglich alleine mal diese Saison an), dann könnte man auch entspannter mit Gegentoren umgehen.

    Kurzum: Tedesco fängt jetzt mit einer Entwicklung an, die zwingend in der Sommervorbereitung hätte passieren müssen (wovon ich felsenfest ausging und weshalb meine Enttäuschung auch so megagroß ist, weil ich ihn für ein absolut schlaues Kerlchen halte). Das ist jetzt leider so, und man darf gespannt sein, ob der Rest der Rückrunde so gestaltet werden kann, dass man Tedesco noch eine weitere Sommervorbereitung geben möchte. Leider hat Tedesco immer noch den Impuls, lieber einen starken Anläufer (McKennie) auf die 10 (oder in den Sturm) zu stellen, als einen Fußballer. Wenn er sich von dieser Denke nicht löst, wird er zwar bestimmt ein erfolgreicher Bundesliga-Trainer, aber dann eher bei Mannschaften wie Mainz, Freiburg oder Augsburg. Mannschaften, die dauerhaft nach oben wollen, brauchen entweder einen anderen Plan von Fußball oder extrem große individuelle Qualität auf bestimmten Positionen. Kann sich ja jeder selbst ausmalen, welcher Weg für Schalke der gangbarere ist.
    Stan Dard - Kommissar Plattfuß - Verhasster User

    cullina schrieb:

    3er-Kette schrieb:

    @Bausparer: Mit der Theorieschablone sehe ich das ähnlich. Dabei hat Tedesco ja zum Beispiel beim 4:4 Derby gezeigt, dass er situativ Lösungen und Anpassungen auch im Spiel finden kann.
    Nur habe ich den Eindruck, dass Tedesco sich, je schlechter es läuft, um so mehr an diesen Reissbrettfussball klammert. Dementsprechend gefesselt und gehemmt wirkte das Team dann auch in der Hinrunde. Verkopft.
    So ähnlich sehe ich das auch.
    Ja, das 0:4 in der Halbzeit. Da gab es ja irgendwie nix mehr zu verlieren. Vllt. (noch) typisch für die Situationen, in denen Tedesco erfolgreich ist.

    Erzgebirge Aue zB war ziemlich am Ende. Da konnte man nur noch gewinnen. So arg war es bei der Übernahme des Traineramtes auf Schalke nicht. Wir kamen aber arg gebeutelt aus einer schlimmen Saison und hatten mit einem Trainer abgeschlossen, mit dem es am Ende kaum hätte schlechter laufen können. Das sind erstmal nicht die schlechtesten Startvoraussetzungen für einen Neuen, zumal Tedesco als Neuling bzw. junger Trainer kam und nicht als der Messias bzw. Trainerkracher, von dem man sich durch seine bloße Präsenz Wunderdinge erhoffte.

    Nach der letzten Saison sah und sieht das Blatt aber anders aus. Schalke ist Vizemeister, spielt Championsleague. Plötzlich hat man was zu verlieren. Und dann noch der miese Start.

    Meine Vermutung ist, dass Tedesco damit von Anfang an nicht klar gekommen ist und nicht klar kommt. Dementsprechend verrennt er sich in komplizierteste Dinge, Umstellungen, positionsfremde Aufstellungen, falsche Entscheidungen und Taktikänderungen und Rotationen, die in Großraumbüros für Frischluft sorgen könnten. Sein hier immer wieder angeführter und nicht zu übersehender Ansatz, nur die Stärken des Gegners kaputtzumachen, statt mit einer Analyse die eigenen Stärken gegen die Schwächen des Gegners auszuspielen, spricht auch für diese Vermutung.

    Derzeit findet glaube ich bei Tedesco diesbezüglich ein Umdenken statt, viel zu spät leider wie @IndenKnick schon anmerkte.

    Und beim Spiel gegen Gladbach ging es wieder husch ins alte Muster.

    Das Zeug, anders, attraktiver und offensiver spielen zu lassen, hat Tedesco. Niemand kann mir sagen, dass dieser schlaue Kerl keine Offensivlösungen auf der Pfanne hat. Das zu unterstellen ist angesichts der verfahrenen Situation nur der allzu typische Fliesentischblues-Reflex.

    Aber vll. braucht unser Coach einfach nur selbst einen Coach? Könnte hilfreich sein.
    Mein Beitrag aus dem Heidel Thread. Ich werde ihn dort löschen, Hier passt er thematisch hin. Reicht ja, wenn Schalke Kraut und Rüben spielt... ;)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von cullina ()

    Schmiddy04 schrieb:

    Es ist Heidels Aufgabe, die sportliche Richtung vorzugeben. Wenn man aber von Anfang an mit dem Gesülze von der DNA "Gras fressen und malochen" zugesülzt wird, dann kommt genau das raus, was wir jetzt sehen. Es ist alles in diese Richtung ausgerichtet, dazu noch der Obergrasfresser als sportlicher Beirat im AR.
    Tja, ich verorte unser Problem sowohl als auch vor allem im AR....

    Folklore allenthalben und überall.

    Und wir latschen gefügig weiter Richtung Schlachtbank solange nur gesagt wird, das wir uns nicht mal umziehen wenn es gegen Dortmund geht....
    @IndenKnick Richtig starke Antwort! So ist das dann auch eine richtige Diskussion...

    IndenKnick schrieb:


    Grubenlampe schrieb:

    Aber Tedesco wird mir hier im Forum inzwischen viel zu plump als Defensivfanatiker-und-sonst-garnix charakterisiert.
    Nicht von mir. Aber dass der allererste und für Tedesco wichtigste Ansatz immer der ist, defensiv sicher zu stehen und dann zu gucken, was offensiv möglich ist, lässt sich nun mal nicht bestreiten - weder aus TV- noch Stadionsicht.

    Nein, nicht von dir. Ich mache mir aber wirklich Sorgen um diese Meinungsmache, die uns allen letztendlich nur schaden kann. Letzte Saison war Tedesco der Trainer, der im Zweifelsfall alle anderen ausgecoacht hat. Ich weiß nicht mehr, welcher Teilnehmer es war, der es so schön auf den Punkt gebracht hat: "Wenn der Gegner Fußball spielen will, spielen wir mit. Wenn er nur zerstören will, zerstören wir ihn." Und dieses Jahr wird derselbe Trainer hier auf Klischees wie "verkopfter Defensivfanatiker, der sich ausschließlich nach dem Gegner richtet und eigentlich gar nicht gewinnen will" reduziert. So etwas passiert nur im Misserfolg. Man kann in diesem Thread deutlich sehen, wie schnell hier bei jedem neuen Diskussionspunkt irgendjemand mit einem dieser Klischees um die Ecke kommt. Wir sollten wissen, wie sich solche Vorurteile verselbständigen und wie schädlich sie sind.

    Was unseren Spielansatz angeht, können wir uns hoffentlich darauf einigen, dass Tedesco zuerst auf defensive Organisation wert legt und die Absicherung auch nur sehr ungern aufgibt. Das sehe ich auch so. Das ist aber noch lange nicht dasselbe wie der ausschließlich destruktive Geist, der ihm hier inzwischen vorgeworfen wird. Vielmehr bin ich der Meinung, dass "Hinten gut stehen und vorne auf Geniestreiche hoffen" eigentlich schon seit Slomka unsere Standardeinstellung war und wir gerade unter Tedesco endlich wieder einen deutlichen Versuch sehen, durch verbesserte Raumaufteilung spielerische Lösungen im Umschalten und im Angriff zu finden (die von dir erwähnten Stafetten). Dass das in der laufenden Saison zum Teil spektakulär scheitert, ist unstrittig und für mich irgendwie auch unerklärlich. Aber der Versuch ist da und spricht ebenfalls gegen diese lächerliche Karikatur von Tedesco, die hier kursiert.

    IndenKnick schrieb:


    Ich will nicht schon wieder die Diskussion aufmachen, dass Standardtore weniger wertvoll sind, aber wenn ich mich richtig erinnere, entstanden 50% unserer Tore aus Ecken, Freistößen oder Elfmetern. Es war eben nicht so, dass wir da wahnsinnig viele Torchancen erspielt hätten. Wir waren nur brutal effizient (wie der an anderer Stelle genannte Kommentator Jürgen das völlig richtig einordnete).
    Die Statistik zu den erspielten Torchancen kenne ich nicht. Die wäre mal interessant. Ich glaube aber, dass du damit recht haben könntest. Nur: Wenn wir Ecken, Freistöße oder Elfmeter bekommen, resultiert das zwangsläufig aus einer Abwehraktion des Gegners. Das bedeutet wiederum, dass wir angegriffen und den Gegner unter Druck gesetzt haben. Das ist sicher nicht dasselbe wie eine "schön" herausgespielte Torchance, aber auch nicht dasselbe wie der angeblich rein defensive und destruktive Ansatz. Und was für eine Kunst es ist, diese Gelegenheiten auch in Tore umzumünzen, erleben wir diese Saison.

    IndenKnick schrieb:


    Aber das Problem ist, dass die Offensivbewegungen aller anderen Spieler gar kein Vertikalspiel mehr zulassen. Was mich wirklich mal interessieren würde, wäre eine Statistik über Läufe in die Tiefe.

    Mehr Läufe in die Tiefe - und somit auch mehr Pässe in den Lauf - würde ich auch gerne sehen. Und es würde mich auch nicht wundern, wenn das eigentlich auch Teil von Tedescos Plan wäre. Bentaleb kann diese Pässe spielen, ist aber immer mal wieder angeschlagen und hatte früher dieses disziplinarische Problem. Rudy ist nicht als Zweikampfmaschine geholt worden, sondern vermutlich deswegen, weil auch er diese Pässe spielen könnte. Er braucht aber gerade verdammt lange, sich in die Mannschaft einzufügen. Von Burgstaller, Uth und auch Embolo habe ich die notwendigen Läufe in die Tiefe schon gesehen, aber da hauen uns die Verletzungen Knüppel zwischen die Beine. Matondo sollte das mit seiner Schnelligkeit in Zukunft können. Und Konoplyanka? Da weiß ich es selber nicht, warum das nicht besser funktioniert!

    IndenKnick schrieb:


    Weil wir genau wissen, wie schwer wir uns eigentlich schon seit Jahren tun, uns so viele Chancen herauszuspielen, dass man ein Gegentor auch mal doppelt oder dreifach zurückzahlen kann. Klar, dass man da die Luft anhält, wenn es hinten klingelt.
    Selbst als wir noch Raul und Huntelaar hatten, hielt man da die Luft an. Und unter Rangnick haben wir einige Spiele noch gedreht - oder drehen müssen, weil wir oft schlecht ins Spiel gestartet sind - und es hat trotzdem weh getan. Ich glaube wirklich, dass das weniger an Personalien oder Spielansätzen liegt als an den zahlreichen und emotionalen Fans, die auf das Spiel reagieren. Das ist eigentlich ja auch gut so, aber es ist für mich auch eine logische Konsequenz, einen Rückstand nach Möglichkeit zu vermeiden.

    IndenKnick schrieb:


    Kurzum: Tedesco fängt jetzt mit einer Entwicklung an, die zwingend in der Sommervorbereitung hätte passieren müssen (wovon ich felsenfest ausging und weshalb meine Enttäuschung auch so megagroß ist, weil ich ihn für ein absolut schlaues Kerlchen halte). Das ist jetzt leider so, und man darf gespannt sein, ob der Rest der Rückrunde so gestaltet werden kann, dass man Tedesco noch eine weitere Sommervorbereitung geben möchte. Leider hat Tedesco immer noch den Impuls, lieber einen starken Anläufer (McKennie) auf die 10 (oder in den Sturm) zu stellen, als einen Fußballer. Wenn er sich von dieser Denke nicht löst, wird er zwar bestimmt ein erfolgreicher Bundesliga-Trainer, aber dann eher bei Mannschaften wie Mainz, Freiburg oder Augsburg. Mannschaften, die dauerhaft nach oben wollen, brauchen entweder einen anderen Plan von Fußball oder extrem große individuelle Qualität auf bestimmten Positionen. Kann sich ja jeder selbst ausmalen, welcher Weg für Schalke der gangbarere ist.
    Ja. Die Sommervorbereitung haben wir leider (mal wieder!) nicht effektiv genutzt, und ich glaube auch, dass wir zu Saisonbeginn nicht gut auf den Fehlstart reagiert haben. Umso wichtiger ist es, jetzt die richtigen Schritte zu machen, und trotz der Niederlage gegen Gladbach sehe ich uns da auf gar keinem schlechten Weg. McKennie auf der 10 ist sicher keine Dauerlösung und wird vermutlich Vergangenheit sein, wenn wir personell wieder mehr Optionen haben. Der hier teilweise so verpönte Burgstaller ist zum Beispiel richtig gut darin, den Gegner zu stören und trotzdem auch selbst torgefährlich zu werden. Und Uth kann das auch, wurde gegen Gladbach aber ganz vorne gebraucht.

    Die Entwicklung ist dringend notwendig, aber ich traue sie Tedesco zu. Das hat auch nichts mit blinder Treue oder Angst vor Veränderung zu tun - Weinzierl habe ich es beispielsweise nicht zugetraut, das Ruder noch einmal herumzureißen. Der Rückschlag, der nach der tollen letzten Saison zwangsläufig kommen musste, ist jetzt länger und derber ausgefallen, als wir erwartet hatten. Aber in die 2. Liga müssen wir noch lange nicht. Und Tedesco hat noch viel mehr Ideen, als man ihm mit diesem Zerrbild des verbissenen Defensivtüftlers unterstellt.
    "Dieser tolle Verein muss wieder gemeinsame Werte verfolgen. Die Verbundenheit und Liebe der Menschen zu Schalke 04 ist unsere größte Stärke, eine unglaubliche Kraft. Ein Cheftrainer, der dies vorlebt, ist enorm wichtig." (Horst Heldt)

    "Good foul. Really good foul." (Danny Murphy)

    17. März 2011: Château La Grâce Dieu Saint Emilion Grand Cru 2005
    Meine Söhne (der eine U15, der andere U12) sind im Sommer jeweils in eine bessere Mannschaft gewechselt. Spielen beide meist auf der 6.
    In ihren alten Mannschaften sind die gar nicht mit nach vorne, weil sie wussten dass da 80% der Bälle postwendend verloren werden und die eigene Mannschaft in Konter läuft.
    Die Mannschaft vom Großen hat die ganze Saison so gespielt wie Schalke in Leipzig. Er hat dann sogar irgendwann überlegt, mit Fussball aufzuhören.
    Jetzt wird ihnen von ihren neuen Trainerteams dieses Sicherheitsdenken mühsam wieder ausgetrieben.
    Originalton: "Mutig sein, aktiv mitarbeiten. Du bist nicht alleine für die Defensive zuständig. Aber wenn wir nicht aktiv nach vorne spielen als Team schiessen wir auch keine Tore."
    Und siehe da, nach kurzer Zeit haben die Jungs wieder Spaß am Fussball gehabt.

    Ich denke das passt hier ganz gut rein...
    Die Zukunft ist eine dumme Sau. *Sven Regener*


    Da hat der Achim Recht. *achims04*

    achims04 schrieb:

    Meine Söhne (der eine U15, der andere U12) sind im Sommer jeweils in eine bessere Mannschaft gewechselt. Spielen beide meist auf der 6.
    Kann mir richtig vorstellen, wie du deinen Söhnen jahrelang nur selbst zusammengestellte best-of Szenen von Nemec gezeigt hast :D Aber ja, ich glaube, dein Beitrag passt ganz gut. Es wird nur ein weiter Weg für Tedesco, das ebenfalls so rüberzubringen, weil er eben eine andere Historie mit den meisten Spielern hat als jemand, der jetzt neu hinzukäme und den Reset-Knopf drückte. Hoffen wir einfach das Beste :)
    Stan Dard - Kommissar Plattfuß - Verhasster User

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von IndenKnick ()

    Ganz ehrlich: wären die bei ihren alten Clubs geblieben und der alte Trainer hätte auf einmal den Offensivfussball entdeckt wäre diese Entwicklung m.E. so nicht möglich gewesen. Hätte dem doch keiner abgenommen.
    Kinder sind nicht doof. Einige Profis auch nicht.
    Die Zukunft ist eine dumme Sau. *Sven Regener*


    Da hat der Achim Recht. *achims04*

    achims04 schrieb:

    Meine Söhne (der eine U15, der andere U12) sind im Sommer jeweils in eine bessere Mannschaft gewechselt. Spielen beide meist auf der 6.
    In ihren alten Mannschaften sind die gar nicht mit nach vorne, weil sie wussten dass da 80% der Bälle postwendend verloren werden und die eigene Mannschaft in Konter läuft.
    Die Mannschaft vom Großen hat die ganze Saison so gespielt wie Schalke in Leipzig. Er hat dann sogar irgendwann überlegt, mit Fussball aufzuhören.
    Jetzt wird ihnen von ihren neuen Trainerteams dieses Sicherheitsdenken mühsam wieder ausgetrieben.
    Originalton: "Mutig sein, aktiv mitarbeiten. Du bist nicht alleine für die Defensive zuständig. Aber wenn wir nicht aktiv nach vorne spielen als Team schiessen wir auch keine Tore."
    Und siehe da, nach kurzer Zeit haben die Jungs wieder Spaß am Fussball gehabt.

    Ich denke das passt hier ganz gut rein...
    Passt perfekt rein.

    Nur frage ich mich was die Quintessenz ist.

    Impliziert für mich jedenfalls das Du Tedesco nicht (mehr) als den richtigen Trainer siehst....

    küstengucker schrieb:

    Passt perfekt rein.
    Nur frage ich mich was die Quintessenz ist.

    Impliziert für mich jedenfalls das Du Tedesco nicht (mehr) als den richtigen Trainer siehst....
    :unfassbar: :ilbarto: :prost: :arnie:

    Es wird schwer für ihn, ja. Und nicht, weil ich langsam aber sicher den Glauben verliere/verloren habe.
    Ich fürchte er überfordert unsere Lizenzspieler mit seinen Gedankensprüngen.
    Ich hatte es woanders schon geschrieben: was erzählt er Neuzugängen? "Ey Matondo, alten Ferrari! Voll geil das Du gerne Linksaussen spielt. Passt. Am WE gegen Gladbach kommste gegen Ende rein und darfst RV gegen Hazard spielen. Supi, oder?"
    Die Zukunft ist eine dumme Sau. *Sven Regener*


    Da hat der Achim Recht. *achims04*
    Mir ging es eher um diese Dynamik innerhalb einer Mannschaft die sich nach und nach einstellt. Wie Du es richtig schriebst: Wenn 80% der Bälle vorne eh wieder verloren gehen, stoßen dien 6er schon gar nicht mehr mit nach Vorne.

    Ich befürchte nämlich das wir genau in so einem Kreisel drinstecken.

    Und ich halte es für nahezu ausgeschlossen das der Trainer, der diesen Gedanken, diesen Prozess erst angestoßen hat, dann in der Lage sein sollte den gleichen Spielern gänzlich andere Ideen einzupflanzen.

    küstengucker schrieb:

    Und ich halte es für nahezu ausgeschlossen das der Trainer, der diesen Gedanken, diesen Prozess erst angestoßen hat, dann in der Lage sein sollte den gleichen Spielern gänzlich andere Ideen einzupflanzen.
    Ich nicht, weil das kein "wir müssen den Schalter umlegen"-Spiel ist. Er muss gucken, wer die Führungsspieler sind. Diese sollten idealerweise auch einen offensiveren Spielstil unterstützen. Es gibt genug Möglichkeiten, mit diesem Kader offensiver zu spielen, wenn man sich alleine das spielerische Potential von Rudy, Harit, Bentaleb und Uth anguckt. Und auch die zweite Reihe mit Konoplyanka, Serdar und McKennie lässt mehr zu. Und wenn Matondo wirklich eine Rakete ist, wird das für eine offensivere Ausrichtung sicherlich nicht von Nachteil sein. Wichtig wird sein, Leute wie Stambouli und Nastasic dafür zu sensibilisieren, dass die Kompaktheit dann vielleicht nicht mehr so gegeben ist, weil wir nicht fucking Barcelona sind, es in Summe aber trotzdem mehr Spaß macht.

    Tedesco muss jetzt sukzessive darauf hinwirken, dass wir schneller und vor allem mutiger nach vorne spielen, weniger quer, mehr vertikal. Das geht aber nur, wenn die Spieler ohne Ball Alarm machen, kurze Wege, lange Wege in die Tiefe, auf jeden Fall Wege. Das muss man sich Stück für Stück erarbeiten (was wie gesagt im Sommer hätte passieren müssen). Von Vorteil ist, dass wir bald nur noch national spielen werden, wodurch sich etwas mehr Zeit für Inhalte beim Training auftun wird. Da gilt es, die spielerischen Grundlagen schon für die nächste Saison zu legen und die Mannschaft (bzw. die wichtigen Spieler) auf den Weg dahin mitzunehmen. Halte ich ebenfalls für schwer, aber absolut machbar.
    Stan Dard - Kommissar Plattfuß - Verhasster User

    IndenKnick schrieb:

    achims04 schrieb:

    Meine Söhne (der eine U15, der andere U12) sind im Sommer jeweils in eine bessere Mannschaft gewechselt. Spielen beide meist auf der 6.
    Kann mir richtig vorstellen, wie du deinen Söhnen jahrelang nur selbst zusammengestellte best-of Szenen von Nemec gezeigt hast :D
    Öhm:

    WsaA - schlecht kackende Menschen.
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    Clive Bixby schrieb:

    Tedesco quält viele Fans mit seinem destruktiven Fussball.
    Dass dieser Blödsinn trotz anderer Fakten immer noch von sich gegeben wird, zeugt vom Niveau

    küstengucker schrieb:

    Aber ein verein der bis vor 2, 3 Jahren die zweit (dritt?) meisten Punkte für Deutschland eingefahren hat muss einfach andere Ansprüche haben als im Mittelfeld mitzuhalten.

    Das es mal eine, auch mal zwei Saisons nicht klappt - geschenkt.

    Nur ist es eine kleine Enttäuschung wenn man nach dem Spiel gegen Hertha wieder solch einen kleinen Rückschritt in der spielerischen Entwicklung sieht.
    Was schreibst du da ? Wo war denn das Gladbachspiel ein Rückschritt. Gegen die beste Defensive der Liga ein Chancenplus erwartet ? Dieses Gladbach hat die Bayern 3:0 zersägt, un die haben doch sicherlich unumstritten einen qualitativ hochwertigeren Kader. Nein, Gladbach spielt mMn sogar stärker als Dortmund und ich bin mir sicher, die Endphase der Meisterschaft wird eher dank Gladbach spannender, denn wegen den Bayern. Ich finde es mehr als vermessen, gegen einen solchen Gegner zu erwarten, dass man sein Spiel durchdrücken kann. Im Spieltagskreisel war ein Bericht über Hecking, den sollten sich so manche hier mal Wort für Wort durchlesen.

    Vielleicht waren wir vor 2 oder 3 Jahren noch die zweit-oder drittstärkste Kraft in D, aber das waren lediglich die Auswirkungen des Knickbusses. Und damit verbunden waren auch die wirtschaftlichen Nöte. Magath hat uns - übrigens nach Assauer - das zweite Mal innerhalb dieses Jahrhunderts (und das ist ja noch nicht so lange) - an den finanziellen Abgrund gebracht.

    Logisch dass wir unter beiden Top-Fußball gesehen haben, es wurde ja auch über unsere Verhältnisse das Geld rausgeworfen. Nicht umsonst hat Magath von sich Geld mit reingesteckt und nicht umsonst musste HH nach der Übernahme von Andreas Müller bzw. Magath zunächst einmal das finanzielle Überleben als erste Priorität setzen.

    Nur waren beide Male eben noch die stärksten Spieler da, weil sie einfach auch schon alt waren. Einen jungen Raul oder einen jungen Huntelaar hätten wir uns erstens nie leisten können und ihn bei unserer abnehmenden spielerischen Klasse auch niemals halten können. Dass KJH so lange bei uns spielte, und wir seine Klasse geniessen konnte, lag ausschliesslich daran, dass er einfach zu alt war, um für andere potentere Vereine interessant zu sein.

    Ansonsten müssten wir doch immer um unsere Top-Spieler zittern oder konnten sie nicht halten. Wir haben 2x richtig Geld rausgeworfen, Geld was uns nicht gehörte, und 2x hatten wir Phasen, in denen wir hätten Meister werden können. Dann standen wir am Abgrund und mussten der dekadenten Handlungsweise Tribut zollen, was uns wieder viele Schritte zurückwarf.

    Und dieses Management versucht jetzt eben den Spagat zwischen der wirtschaftlichen Solidität und der sportlichen Weiterentwicklung. Zu Zeiten von Assauer oder Magath hätten sie in dieser WP wieder horrende Kredite aufgenommen oder Clemens gebeten, das Portemonaie zu öffnen. Und in zwei oder drei Jahren hätten wir wieder rumgeheult, dass wir uns wirtschaftlich sanieren müssen. So hat man halt dieses Mal klar gesagt, dass die wirtschaftlichen Belange eben Vorrang vor den sportlichen haben. Mag akut unverständlich sein, ich denke es zahlt sich perspektivisch aus.

    Und wenn mir jemand jetzt damit kommt, dass CH ja soviel ausgegeben hat wie noch nie ein Manager : Ja, das stimmt. Aber erstens hat auch keiner noch soviel eingenommen und zweitens sind die Einnahmebeträge durch Merch, Sponsoring und TV-Geld auch noch nie auf dem Niveau gewesen. Für mich zählt, dass man offensichtlich immer noch nicht bereit ist, mehr Geld zu investieren als eingenommen wird.

    Clive Bixby schrieb:

    Meinst du etwas, die lassen externe die Vorschläge begutachten. Es da nur darum, ob die Spieler ins Budget passen, nicht was sie fussballerisch können.
    Ob man bei den Bayern oder den Dortmundern auch so vorgeht ?

    Garrincha schrieb:

    sollt vielleicht doch irgendwann mal so etwas wie eine Leitlinie haben,
    wir hatten vor Jahren mal ein Leitbild. Dadrum isses aber ziemlich ruhig geworden.

    ElSiete04 schrieb:

    Kobi schrieb:

    Die Kritik an Tönnies mit der fehlenden Idee ist vollkommen berechtigt. Nur: seitdem er im AR ist, haben wir die erfolgreichste BL Zeit von Schalke.
    Davor war es also noch schlechter.
    Könnte trotzdem Zufall sein. Ich sehe keinen zwingenden Zusammenhang.
    Ich schon, alleine schon in den finanziellen Hilfen, ohne die wir vermutlich jetzt Oberliga spielen würden.

    neumi schrieb:

    Kobi schrieb:

    Nur: seitdem er im AR ist, haben wir die erfolgreichste BL Zeit von Schalke.
    Seit dem er im AR ist oder dem AR vorsitzt?! ;) Davon abgesehen hat nicht er dieses Stadion gebaut und die sportliche Stabilität in diesen Verein gebracht, die als Basis für das heutige sportliche Schalke angesehen werden kann.
    Haben wir nicht unter Assauer mehr Titel geholt?


    LioMe schrieb:

    Denn seit Assauer Zeiten haben wir uns quasi (im Verhältnis zu den Möglichkeiten) sportlich zurück entwickelt. Mit den finanziellen Mitteln hätte ein Manager der Sorte Assauer deutlich mehr erreicht. Da bin ich mir relativ sicher.
    Fraglich ist, ob ein Manager der Sorte Assauer überhaupt in dieser Konstellation hier arbeiten würde.Das bezweifle ich doch mal ganz stark.
    Assauer hat uns nen Riesenhaufen Schulden überlassen, besonders diese tolle Schechter-Anleihe, die uns das Genick gebrochen hätte, wenn Clemens nicht eingegriffen hätte.

    Und er war der Gründer des Kummerkastens im Wohnzimmer, wo sich die gestandenen Profis über ihre Trainer und Mitspieler ausheulten konnten. Möchte ich echt beides nicht mehr hier haben.

    Und Magath hat uns ebenfalls viel verbrannte Erde, viele Schulden und einen Knickbus voller halbgaren Spieler hinterlassen, so daß HHs erste Amtshandlungen jene waren, diesen Knickbus einschliesslich der in diesen Bus hineinfliessenden Gehälter leer zu kriegen.

    Und diese Beiden feiert ihr ab ?

    Nuck Chorris schrieb:

    aber das wird man doch wohl noch sagen dürfen.
    wie ich diesen Satz in Zeiten wie heute hasse
    Domenico Tedesco : Mentalität schlägt immer die Qualität

    Achtung ! Dieser Beitrag könnte Spuren von Ironie oder Sarkasmus enthalten

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von W650 ()

    küstengucker schrieb:

    Mir ging es eher um diese Dynamik innerhalb einer Mannschaft die sich nach und nach einstellt. Wie Du es richtig schriebst: Wenn 80% der Bälle vorne eh wieder verloren gehen, stoßen dien 6er schon gar nicht mehr mit nach Vorne.

    Ich befürchte nämlich das wir genau in so einem Kreisel drinstecken.

    Und ich halte es für nahezu ausgeschlossen das der Trainer, der diesen Gedanken, diesen Prozess erst angestoßen hat, dann in der Lage sein sollte den gleichen Spielern gänzlich andere Ideen einzupflanzen.
    Nimmst du für diese Annahme mit dem Nachschieben das Gladbachspiel zur Hand?
    Denn wenn dem so ist, dann würde ich eher mal dem Mann Unterzahl im Mittelfeld und unseren verletzten Stürmern um Bälle festzumachen, die Schuld geben.
    Auch der Matondowechsel war doch nur ein Versuch um evtl. doch einen kuck Lunch oder zumindest kurze Entlastung zu bekommen.
    In Unterzahl muss aner jeder (auch in der u23 von ManCity) defensiv weite Wege nach hinten gehen. Schaut euch die 1. Hz an....und zählt mal wie viele Zweikämpfe Uth allein um den eigenen Strafraum bei 11 vs 11 gewinnt...als Stürmer.
    Kausalität und Korrelation stimmen nicht ganz. Nur weil wir in dem Spiel keine zweiten Bälle gewonnen haben, ist Tedesco nicht bei der Mannschaft durch oder überfordert sie.

    LH34 schrieb:

    Nimmst du für diese Annahme mit dem Nachschieben das Gladbachspiel zur Hand?
    Nein, ich nehme @achims04 Post zur Grundlage.

    Und @W650
    Ich gebe Dir Recht - ich habe das Gladbach Spiel nicht sehen können. Nur in den Zusammenfassungen.

    Was ich aber nur meine ist, das wir die Gruppenpsychologische Eigendynamik einer Mannschaft nicht unterschätzen dürfen. Nicht zu Unrecht sagt man sehr oft, dass das eigentliche Spiel im Kopf stattfindet. Ironischerweise ist damit gemeint, das es besser funktioniert desto weniger der Spieler denkt, sondern nur noch instinktiv agiert.

    Und da sehe ich eben zu wenig Ertrag weil ich glaube das gewisse Mechanismen oder Dogmen sich bereits in das Unterbewußtsein der Spieler geschlichen haben.

    Herausbekommen werden wir so etwas nur durch erfolge. und zwar nicht dehergemauerte 1:0 durch Elfmeter, sondern herausgespielte 2, 3:0 gegen durchaus starke gegner. Wenn sich auch im Unterbewußtsein das gefühl ausbreitet das es funktioniert.

    Und da gebe ich Tedesco Recht. Jedes mal werden wir dann auch durch äußere Umstände in dieser Entwicklung gebremst. Mal die nicht gegebene Rote Karte gegen reikik, mal ne Verletzung, mal so ne Freistoßsituation wie gegen Gladbach. Alles nur Details, die aber diesen inneren Schweinehund "warum strenge ich mich eigentlich an, wird doch eh nichts" befeuern...
    @W650

    Unabhängig davon, dass uns Assi nicht einen riesigen Schuldenberg (du darfst die gegenwerte nicht vergessen) hinterlassen hat, ist deine Aussage zu der Schechter Anleihe auch nicht zutreffend.Kannst du hier nachlesen...

    2003 war der Club nicht auf die finanzielle Hilfe des Herrn Tönnies angewiesen. Den Arsch musste er uns später retten. Und die Schechter Anleihe war sicherlich nicht auf seinen Mist gewachsen. ich wage mal zu behaupten, dass Assi gar nicht wusste was das eigentlich ist. ;)
    "Seit meiner frühesten Jugend war ich Fan von Schalke 04. Um Szepan und Kuzorra spielen zu sehen, bin ich sogar auf Bäume geklettert" (Fritz Walter)

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