Leon Goretzka: „Ich musste raus aus meiner Komfortzone“

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    Leon Goretzka: „Ich musste raus aus meiner Komfortzone“

    DerWesten schrieb:

    Düsseldorf. Am Ende des Gesprächs verabschiedet sich Leon Goretzka höflich. Hier im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft in Düsseldorf hat sich der 23-Jährige Zeit genommen, das erste Interview seit Bekanntgabe seines Wechsels vom FC Schalke zum FC Bayern im Sommer zu geben.


    Für den Wechsel musste der Mittelfeldspieler viel Kritik einstecken. Vor dem deutschen Testspiel gegen Spanien am Freitag (20.45 Uhr/ARD) spricht Goretzka über die Gründe seines Weggangs, die Herausforderung München, die enorme Konkurrenz im deutschen Mittelfeld bis zur WM und wie man sich in Schalke an ihn erinnern soll.
    Aber man weiß ja, was man von unseren Zeitungen zu halten hat. Da notiert der Schwerhörige, was ihm der Blinde berichtet, der Dorftrottel korrigiert es, und die Kollegen in den anderen Pressehäusern schreiben es ab.

    Dieser "Schriftleiter", er nennt sich Diekmann, das ist natürlich kein richtiger Schriftleiter. Das ist lediglich ein wandelnder Anzug unter einem Pfund Streichfett.

    No matter how hard you try to change the past - your dad will always have fucked your mom.
    Ordentliches Interview.
    Eines stoert mich allerdings:

    "Wenn Sie Schalke im Sommer verlassen: Wie sollen sich die Menschen an Sie erinnern?"

    "Das Pokalfinale wäre auch eine feine Sache, darauf warten die Fans schon lange."

    Hoert sich fuer mich nicht an, als ob er meint wir koennten gegen Bayern gewinnen. Gesetzt den Fall, wir(EDIT: und Bayern) kommen ins Finale...
    Da haette ich gerne "In Verbindung mit einem Pokalsieg" gelesen.
    "Erst den Mann, dann den Ball!"
    - Mein Vater -

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Rauxler ()

    Rauxler schrieb:

    Ordentliches Interview.
    Eines stoert mich allerdings:

    "Wenn Sie Schalke im Sommer verlassen: Wie sollen sich die Menschen an Sie erinnern?"

    "Das Pokalfinale wäre auch eine feine Sache, darauf warten die Fans schon lange."

    Hoert sich fuer mich nicht an, als ob er meint wir koennten gegen Bayern gewinnen. Gesetzt den Fall, wir(EDIT: und Bayern) kommen ins Finale...
    Da haette ich gerne "In Verbindung mit einem Pokalsieg" gelesen.
    Letztlich doch alles nur blabla. Schade für Schalke, dass der Spieler als Gegenleistung zu seinem üppigen Gehalt viel zu selten überdurchschnittliche Leistungen über einen längeren Zeitraum anbieten konnte.
    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.
    "Für den Embolo-Transfer musste ich schnellstens nach Montpellier reisen, aber es gab keine normalen Flugmöglichkeiten mehr. Ein Anruf bei Tönnies und zwei Stunden später war sein 'Moped', wie er es nennt, da: Es hat zwei Flügel und Düsen", sagte Heidel.
    So ein Haufen Handgeld ist ja nicht gerade nicht sehr komfortabel, genau so wenig wie die selbstverständliche Meisterschaft. Egal, bald isser weg.
    "Da habe ich mich beirren lassen von meine Kompetenz." (Thorsten Legat)

    "Es ist ein Trainer, der in Anbetracht unserer Prinzipien und unserer Qualitäten ein System der Nachteile eingerichtet hat."

    „Schambeinentzündung? Hilfe! Die habe ich früher auch mal gehabt. Aber nicht wegen des Fußballspielens.“ (Mario Basler)
    Die Definition von "aus der Komfortzone heraus" ist nicht so richtig nachvollziehbar: Wenn man wollte könnte man einen Wechsel zu Bayern auch als "sich ins gemachte Nest setzen verstehen", wo weniger Verantwortung auf Goretzka lastet als bei Schalke. Goretzka wird weniger exponiert sein bei Bayern als bei Schalke, da es viel mehr Stars gibt und andere, erfahrenere Spieler, es wird leichter sein Titel bei Bayern zu gewinnen.
    #Come back, TFX!
    War ja klar dass jetzt solche Interviews kommen. Der erste "Ärger" ist verflogen und im Kreis der Nationalmannschaft kann jetzt an seinem zukünftigen Image als ehrgeiziger deutscher Musterprofi der sich nie hat etwas zu Schulden kommen lassen arbeiten.
    That's what I love about these high school girls, man. I get older, they stay the same age.
    Mit dem Wechsel zu den Bayern verlässt er ja gerade nicht seine Komfortzone. Diese wird vielmehr noch komfortabler, wie auch dieses Interview zeigt. Keine kritischen Fragen, kein Nachhaken. Hofberichterstattung.

    Persönlich habe ich Respekt vor jeder Person, die es wagt, in jungen Jahren in ein anderes Land mit einer anderen Sprache zu ziehen. Viele „normale“ Arbeitnehmer haben leider nicht die Möglichkeit dazu. Goretzka hätte sie unter dazu noch recht komfortablen Umständen. Chance für den Moment vertan.

    Diese Lebenserfahrung werden ihm die angesprochenen Kroos, Gündogan und Khedira immer voraus haben. Ich wünsche Goretzka, dass er diesen Schritt eines Tages ebenfalls gehen wird. Momentan scheint ihm noch eine gewisse Reife zu fehlen. Ich habe manchmal den Eindruck, dass er das sagt, was ein Führungsspieler gemäss Medienschulung sagen sollte, seine Körpersprache aber etwas anderes ausdrückt.
    Schalke - sonst nichts

    Goretzka schrieb:

    Ihr Trainer beim FC Schalke könnte selber noch Spieler sein. Was macht Domenico Tedesco aus?
    Leon Goretzka: Es wird ihm nicht gerecht, als erstes Attribut jung zu verwenden. Die Arbeit mit ihm ist total wertvoll für mich. Er hat mir die Augen noch weiter geöffnet, was im taktischen Fußball heutzutage alles möglich ist. Das spiegelt sich in der aktuellen Tabelle wider.
    Das ist mit unserem Kader - ohne zu kritisch sein zu wollen - nicht selbstverständlich. Der Trainer hat einen großen Anteil an unserem Erfolg. Das merkt man allein schon daran, dass wir viel rotieren können, sich aber wenig am gesamten Spiel verändert. Die Kritik an dieser neuen Trainergeneration, den Laptoptrainern, die zu sehr vernarrt seien in die Taktik, wird ihm nicht gerecht, weil er auch menschlich außergewöhnlich gute Arbeit leistet. Er sucht mit allen Spielern das Gespräch, klärt auf, wieso und weshalb manche Entscheidungen fallen, wie sie fallen. Er geht auch mit gestandenen und in der Hierarchie hoch angesiedelten Spielern manchmal hart ins Gericht, teilweise auch vor der ganzen Mannschaft. Es ist völlig unabhängig, welche Position du bekleidest, welchen Rang du hast: Der Umgang ist mit jedem gleich und das merkt jeder Spieler.
    Man kann ja auch mal das Positive hervorheben. Schön, was er über Tedesco sagt und bzgl. des Kaders hat er ja eindeutig recht.
    "Aber ich habe das ja nicht für irgendeinen Klub aufgegeben, Schalke ist nicht irgendein Verein. Für mich ist Schalke eine brutale Chance, ein Mega-Verein, der für ganz viele Menschen eine große Bedeutung hat. Es macht enorm Spaß, in so einem Umfeld arbeiten zu dürfen" Domenico Tedesco

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Luca12 ()

    Wenn ein Argument nicht mehr zieht: sportliche Entwicklung Schalke ....jetzt: mit Bayern komme ich ohne Probleme über die Gruppenphase hinaus ...bei Schalke muss ich darum bangen. Was ne Labertasche ....wenn er die Komfortzone verlassen und erwachsen werden möchte dann nicht von einem gemachten Nest ins Andere ....bin froh, wenn der weg ist. Wird in München Probleme bekommen ...
    Hier steht nix ....
    Ihm reicht es nicht, dass es auf Schalke nur um das Überstehen der Gruppenphase ginge. Dabei sind es ja Spieler wie er, die dafür sorgen könnten, dass die Ansprüche auch auf Schalke steigen. Das wiederum traut er sich anscheinend auch nicht zu. Schade.
    Im Übrigen erzählt er, dass er großer Fan des VfL Bochum "war". Jetzt nicht mehr? Was ist passiert?
    Nee, LeGo, du bist kein Fan. Nie gewesen.
    Der Satellit, den man nicht sieht, ist radioaktiv. Erst dachte ich, er fliegt ganz hoch, doch jetzt fliegt er tief.

    Bausparer schrieb:

    Ihm reicht es nicht, dass es auf Schalke nur um das Überstehen der Gruppenphase ginge. Dabei sind es ja Spieler wie er, die dafür sorgen könnten, dass die Ansprüche auch auf Schalke steigen. Das wiederum traut er sich anscheinend auch nicht zu. Schade.
    Ja, das finde ich einen entscheidenen Punkt: "Mit Schalke lag der Fokus eigentlich immer darauf, die Gruppenphase zu überstehen", ist eine Aussage, mit der die Mitverantwortlichkeit der Spieler für das Erreichen der sportlichen Ziele völlig verschleiert wird. Als wäre es eine Weisung gewesen, nicht mehr zu erreichen als das Überstehen der Gruppenphase. Stattdessen selbst etwas daran zu verändern, geht er lieber zu einem Club, wo das Überstehen der Gruppenphase der Normalfall ist. Zeigt noch mal deutlich, dass zu Bayern gehen eher der Wechsel in eine größere Komfortzone ist.
    #Come back, TFX!