Zwei Schalker wegen versuchten Mordes angeklagt

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      Eddie Dickens schrieb:

      m@rkuZ49 schrieb:

      Also wurde dann doch nachgewiesen das besagte Konzentrationsschwierigkeiten (auch) auf die Schlägerei zurückzuführen sind?
      Entweder das oder sie haben die Entstellung bejaht. Die Sachverständige konnte jedenfalls nicht ausschließen, dass es nicht doch auch dem Drogenkonsum geschuldet war. Müssen mal das schriftliche Urteil abwarten.
      Ah, okay. Dachte das läge schon vor.
      Ralf Fährmann #1


      www.psv-wesel.de

      Eddie Dickens schrieb:

      Das Landgericht Marburg hat nach der Aufhebung des Urteils durch den Bundesgerichtshof ein neues Urteil gefällt.

      Der Mord ist vom Tisch, auch einen versuchten Totschlag konnte die Kammer nicht erkennen.

      Die Angeklagten saßen nunmehr rund zwei Jahre und drei Monate in U-Haft und wurden heute wegen Körperverletzungsdelikten zu Freiheitsstrafen von drei Jahren und sechs Monaten sowie drei Jahren und neun Monaten verurteilt.

      Die Haftbefehle wurden aufgehoben.

      Die Jungs sind raus.

      Halleluja! Gleich Pilsken.
      Mal 'ne blöde Frage aus Laiensicht, aber die verhängte Strafe ist ja länger als die bisherige Zeit in U-Haft. Wieso sind die Jungs dann freigekommen wenn quasi noch mehr als n Jahr "übrig" ist?
      "Wir können noch schlechter"
      Weil das Urteil erstens noch nicht rechtskräftig ist - eine Revision ist nach wie vor möglich - und so lange gilt das weiter als U-Haft. Und da braucht man einen Haftgrund. Da nicht mehr so viel Strafe übrig ist, ist die Fluchtgefahr nicht mehr gegeben. Also musste die U-Haft beendet werden.

      Außerdem sind die Angeklagten deutlich über der Halbstrafe und zumindest einer schon bei der 2/3-Strafe, der andere nur zwei Monate davon weg, wo bei guter Führung und günstiger Sozialprognose der Rest der Strafe zur Bewährung ausgesetzt werden kann.
      Not gay as in happy, but queer as in fuck you.

      Kein Mensch ist illegal!

      n4reihe12 schrieb:

      Eddie Dickens schrieb:

      Das Landgericht Marburg hat nach der Aufhebung des Urteils durch den Bundesgerichtshof ein neues Urteil gefällt.

      Der Mord ist vom Tisch, auch einen versuchten Totschlag konnte die Kammer nicht erkennen.

      Die Angeklagten saßen nunmehr rund zwei Jahre und drei Monate in U-Haft und wurden heute wegen Körperverletzungsdelikten zu Freiheitsstrafen von drei Jahren und sechs Monaten sowie drei Jahren und neun Monaten verurteilt.

      Die Haftbefehle wurden aufgehoben.

      Die Jungs sind raus.

      Halleluja! Gleich Pilsken.
      Mal 'ne blöde Frage aus Laiensicht, aber die verhängte Strafe ist ja länger als die bisherige Zeit in U-Haft. Wieso sind die Jungs dann freigekommen wenn quasi noch mehr als n Jahr "übrig" ist?
      Weil man nach Verbüßung von Zweidrittel einer verhängten Strafe den Rest auf Bewährung - in der Regel - erlassen bekommt. Frag den Ulli, der weiß das. :-)
      Also, das Gericht geht von einer Schädigung durch die Verletzungen aus. Nicht von einer Schädigung durch den BtM-Konsum.

      Interessant wird neben der noch zu erörternden Frage, ob die Verteidigung in Revision geht, auch ob die StA das tun wird.
      Not gay as in happy, but queer as in fuck you.

      Kein Mensch ist illegal!
      Ich würde gerne eine Frage stellen, die nicht provokant sein soll. Aber, seit heute nachmittag als ich das gelesen habe bohrt diese Frage:

      unzweifelhaft ist scheinbar, dass die Beiden den Einen recht schwer verletzt haben. Kann ich mich dann wirklich freuen, wenn eine Strafe so ausfällt wie sie ausfällt? Oder sollte man da nicht lieber sagen: so Jungs, macht so ein Rotz nicht wieder, und jetzt lasst uns ruhig nach Hause gehen und das normale Leben leben und demütig dem Leben gegenüber treten.


      Ich glaube, ich wäre für einen solchen Job, also im Rechtsbereich, viel zu emotional, zu weich. Zu was auch immer.
      Landgericht Marburg: Ende eines Albtraums | Dorka, Wings und Schmitz!

      Hier noch mal etwas ausformulierter, sodass man (bzw ich) auch die Genugtuung von @Eddie Dickens nachvollziehen kann.

      Wenn eine Seite krampfhaft versucht, etwas aufrecht zu erhalten, was aber nicht den Beweisen und damit Tatsachen entspricht, ist das schlicht unfassbar, verletzt es doch das, wozu ein ordentliches Gericht eigentlich da ist oder zumindest sein sollte.


      Do the Kenny-Penny