Vereine dürfen sich Geldstrafen von Fans zurückholen

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      Vereine dürfen sich Geldstrafen von Fans zurückholen

      Vereine bitten Fans zur Kasse: Überfällig oder Todesstoß für Fankultur? | westline


      Westline schrieb:

      ""Der 1. FC Köln hat Recht bekommen. Er darf sich Geldstrafen von jenen Fans zurückholen, die identifiziert wurden. Damit wurde ein rechtlicher Schlusspunkt unter jahrelange erbitterte Debatten über die Umlagefähigkeit von Verbandsstrafen unter Juristen, Vereinen und Fans gesetzt."
      Auch wenn der Artikel von BuB ist, das Thema ist ziemlich groß, in meinen Augen.
      Mit dem BGE wäre Hitler Maler geblieben.

      "Die letzte Flagge, die nicht brennt, ist die der Solidarität!" - Diggen

      Free Amboss!
      Guter Artikel, der Fußball ist im Wandel denke das muss jeder mit sich ausmachen...

      Gerade in den Kurven werden sich immer mehr leute bewusst das sie quasi
      Klatschvieh für die Stimmung sind zumindenst in den Augen der großen Funktionäre, Ag, Firmen etc.
      komm mit auf ein bierchen.....komm mit nach gelsenkirchen....schalke ist die religion

      GoldonS04 schrieb:

      Trotzdem auch richtig.

      Wenn Stadionbesucher sich nicht an Gesetze und Regeln halten wollen und ihren Verein extra damit schädigen, dann müssen sie mit Strafen halt auch leben.

      Funktioniert außerhalb des Stadions ja auch nicht anders.
      Wer verhängt die Strafen, nach welchen Kriterien funktioniert das ganze und wer vertritt diejenigen, die am Ende zahlen müssen, vor diesem Gericht?

      Stadion darf kein rechtsfreier Raum sein, das ist richtig. Aber genau dazu führt dieses Urteil.
      Same procedure as last year, Mr. Heidel?

      Same procedure as every year, Clemens.

      --

      Cædite eos. Novit enim Dominus qui sunt eius

      GoldonS04 schrieb:

      Trotzdem auch richtig.

      Wenn Stadionbesucher sich nicht an Gesetze und Regeln halten wollen und ihren Verein extra damit schädigen, dann müssen sie mit Strafen halt auch leben.

      Funktioniert außerhalb des Stadions ja auch nicht anders.
      Dennoch sind die Strafen auf die Portemonnaies der Vereine ausgelegt. Während selbst Köln 20.000 Euro locker bezahlen kann, sind das für einen Menschen wie dich und mich ziemlich viele Schleifen. Und da wird es imo unverhältnismäßig.
      Optima futura ⚒‬
      Hervorragend. Der selben Logik folgend handle ich also mit meinem Vermieter einen Vertrag aus, dass ich bei Überschreitung einer gewissen Lautstärke 1000000 € Strafe zu zahlen habe.
      Dann veranstalte ich eine Party, irgendwer wird schon an der Musikanlage rumspielen und dann darf der die Strafe zahlen.
      Geld wird 50/50 zwischen mir und dem Vermieter geteilt.
      There's important context missing.
      This is gonna be one hell of a weird situation now.

      Il Barto schrieb:

      GoldonS04 schrieb:

      Trotzdem auch richtig.

      Wenn Stadionbesucher sich nicht an Gesetze und Regeln halten wollen und ihren Verein extra damit schädigen, dann müssen sie mit Strafen halt auch leben.

      Funktioniert außerhalb des Stadions ja auch nicht anders.
      Wer verhängt die Strafen, nach welchen Kriterien funktioniert das ganze und wer vertritt diejenigen, die am Ende zahlen müssen, vor diesem Gericht?
      Stadion darf kein rechtsfreier Raum sein, das ist richtig. Aber genau dazu führt dieses Urteil.
      Gut, wie im normalen Leben auch müsste dann dagegen geklagt werden, ob diese Strafsummen überhaupt gerechtfertigt sind.

      Und da kann man natürlich sich schon fragen und wundern, warum dies noch kein Verein gemacht hat.

      Jimmy schrieb:

      GoldonS04 schrieb:

      Trotzdem auch richtig.

      Wenn Stadionbesucher sich nicht an Gesetze und Regeln halten wollen und ihren Verein extra damit schädigen, dann müssen sie mit Strafen halt auch leben.

      Funktioniert außerhalb des Stadions ja auch nicht anders.
      Dennoch sind die Strafen auf die Portemonnaies der Vereine ausgelegt. Während selbst Köln 20.000 Euro locker bezahlen kann, sind das für einen Menschen wie dich und mich ziemlich viele Schleifen. Und da wird es imo unverhältnismäßig.
      Das können sich die Randalierer ja vorher überlegen. Denn die wissen, dass beispielsweise Pyros verboten sind und man dadurch auch Leute verletzen kann, das Risiko nehmense aber in kauf und zündeln trotzdem, eben weilse nicht belangt werden. Muss man sich so scheisse verhalten? Find ich gut, dass die Strafen weitergegeben werden können. Wenn die ersten Strafen an RandaliererFans weitergegeben wurden, dann überlegen sich diese Vollidioten hoffentlich mal, dass das nix Tolles ist.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Dani04 ()

      Immerhin hat es die Justiz geschafft, noch zu einer abschließenden Entscheidung zu kommen, bevor der FC wieder abgestiegen ist.

      Bei dem Verfahrensgang:

      Beck-aktuell schrieb:

      Das Landgericht hatte der Klage stattgegeben. Auf die Berufung des Beklagten hatte das Oberlandesgericht die Klage abgewiesen. Der BGH hatte dieses Urteil aufgehoben und die Sache an das OLG zurückverwiesen (NJW 2016, 3715). Das OLG verurteilte den Beklagten nunmehr zur Zahlung von 20.340 Euro und wies die weitergehende Klage ab. Die vom OLG zugelassene Revision der Klägerin, mit der diese weiterhin die Verurteilung zur Zahlung von insgesamt 30.000 Euro erreichen wollte, hatte keinen Erfolg.
      gar nicht mal so selbstverständlich.

      Dani04 schrieb:

      Das können sich die Randalierer ja vorher überlegen. Denn die wissen, dass beispielsweise Pyros verboten sind und man dadurch auch Leute verletzen kann, das Risiko nehmense aber in kauf und zündeln trotzdem, eben weilse nicht belangt werden. Muss man sich so scheisse verhalten? Find ich gut, dass die Strafen weitergegeben werden können. Wenn die ersten Strafen an RandaliererFans weitergegeben wurden, dann überlegen sich diese Vollidioten hoffentlich mal, dass das nix Tolles ist.
      Je höher die Strafe, desto unwahrscheinlicher aber auch, dass sie vollständig oder überhaupt bezahlt wird. Wie gesagt, fehlt mir die Verhältnismäßigkeit.

      Hättest du es im Gegenzug gut gefunden, wenn Reus z. B. nicht eine Strafe gemessen an seinen wirtschaftlichen Verhältnissen hätte bezahlen müssen für die Fälschung des Führerscheins und das Fahren ohne Führerschein? Ich glaube nicht. ;)

      Pyro wird von mir immer befürwortet werden, solange damit nicht geworfen, sondern verantwortungsbewusst damit umgegangen wird. Und das passiert in der Regel. Insofern kann und will ich die Höhe der Strafen nicht gutheißen.
      Optima futura ⚒‬
      Natürlich Blödsinn. Man kann in einer emotionalisierten Menschenmenge nicht verantwortlich mit Pyrotechnik umgehen. Aber genauso ist es Blödsinn, dass eine nicht staatliche, nicht unabhängige Gerichtsbarkeit wie der DFB irgendwelche Geldstrafen verhängt und diese dann 1:1 an einen Teil der Täter weitergegeben werden darf/kann/soll. Ohne Bezug zu den wirtschaftlichen Verhältnissen der „Täter“ sowieso nicht. Wird kassiert das Urteil. Gehe ich zumindest von aus.
      „Menschenrechte? Braucht man die eigentlich? Wir haben doch Red Bull!“
      (Jan Böhmermann)
      Es wird nur wenige wundern, dass ich das Urteil gutheiße.

      Die Argumentation der „Gegenseite“, dass die Höhe der Strafe unverhältnismässig sei, zieht ja nicht. Der Verein hat durch das Vergehen einen recht klar zu beziffernden (finanziellen Schaden), und den hat der Verursacher zu tragen. Ob der Schaden (sprich die Höhe der verhängten Strafe) angemessen ist oder nicht, betrifft allein das Innenverhältnis Verein - Verband.

      Wenn jemand meinen Porsche zerkratzt, richtet sich die Höhe der Wiedergutmachung ja auch nicht nach dem Portemonnaie des Kratzers, sondern nach dem mir entstandenen Schaden.

      Im übrigen hätte ich mir eine klare Trennung gewünscht zwischen Pyro und ähnlichem einerseits und Verbalinjurien andererseits.

      Denn während das eine durch Stadiondienste zumindest theoretisch verhindert wrden kann, kann kein Ordnungsdienst der Welt das „Hurensohn“ auf den Lippen verhindern oder unterbinden. Diesen Teil des Urteils halte ich für eine Lex Hopp.

      Dann soll halt Hopp selber direkt gegen die Plakathalter oder Rufmörder klagen, wenns ihm zu nahe geht.
      Wolfram Wuttke: Schalker, Nationalspieler, schlampertes Genie. 17. November 1961 bis 1. März 2015


      Schalke Fan seit 1903
      Stimme da mit Jimmy und Willie überein.

      Wenn die Fans die Strafen übernehmen müssen, müsste ebenfalls auf Normalverdiener-Tagessätze umgestellt werden


      Die neue Hausordnung:

      Abbrennen von Pyro: 185,86 €

      Beschädigung von Sitzen: 48,66 €/Sitz

      ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rotsünder ()

      @Wolfram Wuttke
      Der Verein ist erst einmal Veranstalter und damit selbst in der Pflicht dafür zu sorgen, dass solche Taten nicht geschehen. Die Strafen, die ihm aufgetragen werden beziehen sich auf die finanziellen Verhältnisse des Vereins, es sollen ja Strafen für ihn sein. Ausgesprochen werden sie von einem Verband. Da könnte doch jeder kommen, oder? Du sagst es doch selbst, Innenverhältnis Verein-Verband. Abhängigkeiten, die der „Täter“ nicht zu vertreten hat.

      Absoluter Unsinn, die Strafen sind eh schon Banane, diese aber auch noch in gleicher Höhe sogenannten Tätern anzulasten?

      Ein Schaden durch Verkratzen eines Porsches ist bezifferbar. Der Strafe, die der DFB ausspricht ist durch nichts gedeckt, als durch die Tatsache, dass sich die Vereine unterwerfen müssen. Ich glaube kaum, dass diese Strafen einer staatlichen Gerichtsbarkeit standhalten würden. Jedenfalls nicht durch alle Instanzen.

      Beim DFB wird einfach abgeurteilt. Das hat mit Gericht im Sinne unseres Rechtssystems nichts zu tun.

      Interessant wäre es, wenn ein Spieler, der eine rote Karte bekommen hat und vom DFB zu 3 Spielen Sperre verurteil wurde, wegen „Berufsverbot“ klagt. Schliesslich entgehen ihm Prämien.

      Vollkommen idiotisch aufgezogen ist das. Besser wäre es, wenn man fetsgelegte Ordnungsgelder in einem Strafenkatalog hätte. Dann könnte man danach urteilen. Aber nicht auf Grundlage solcher Larifari-Urteile.
      „Menschenrechte? Braucht man die eigentlich? Wir haben doch Red Bull!“
      (Jan Böhmermann)

      Wolfram Wuttke schrieb:

      Der Verein hat durch das Vergehen einen recht klar zu beziffernden (finanziellen Schaden), und den hat der Verursacher zu tragen.
      Das ist aber ein Pseudo-Schaden. Der Schaden "entsteht" nämlich erst in irgendwelchen dubiosen Hinterzimmern. Wenn ich ein Pyro anzünde und das ganze Stadion fackelt ab, gibt es einen Schaden. Zünde ich Johannes B. Kerner-mäßig meinen Nachbarn an, gibt es einen Schaden. Bestimmt irgendjemand "So, ist zwar nix passiert, aber ich lege die dir eine Strafe von 5 Fantastillionen Euro und dem Blut eines Erstgeborenen auf" so ist das eine rein willkürlicher und durch die Realität in keinster Weise gerechtfertigter "Schaden".
      Same procedure as last year, Mr. Heidel?

      Same procedure as every year, Clemens.

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      Cædite eos. Novit enim Dominus qui sunt eius