Markus Weinzierl - ehemaliger Cheftrainer auf Schalke

    black-yannick schrieb:

    Über späte Auswechslungen wurde hier bei jedem Trainer gemeckert, weil es jeder Trainer so gehalten hat :roll:
    Wenn es nach dem Forum geht, wechselt ein Trainer am liebsten das erste Mal in der 20. Minute, das zweite Mal in der Halbzeitpause und der dritte Wechsel hat auch irgendwann zwischen Halbzeitpause und 60. Minute stattzufinden.

    Dass man dann total idiotisch dasteht, weil der Gegner alle Möglichkeiten hat, nochmal mit frischen Leuten nachzulegen, taktisch zu reagieren und man selbst jedes dritte Spiel mit 10 Mann beendet, weil man verletzte Leute nicht mehr auswechseln kann, interessiert da nicht. Wechseln, wechseln, WEEEEECHSEEEELLLLNNNN!!!!!!!
    Same procedure as last year, Mr. Heidel?

    Same procedure as every year, Clemens.

    --

    Cædite eos. Novit enim Dominus qui sunt eius

    Garrincha schrieb:

    Aber in 8 von 10 Spielen zwingt uns der Gegner, das Spiel zu machen. Und folgerichtig sehen wir seit vielen Jahren eine Schalker Mannschaft, die sich damit schwer tut und sich in der eigenen Hälfte mit Quer- und Rückpässen die Zeit vertreibt. Weil der Konterfußball eben gegen viele Gegner nicht funktioniert und unsere Mannschaft keine anderen Lösungen kennt - jedenfalls sieht es von außen so aus.

    Das ist in allen Heimspielen bis auf die Bayern so und auch auswärts bei mehr als der Hälfte der Gegner. Da brauchen wir Ideen, wie wir mit Ballbesitz einen kompakten Gegner ausspielen können und das haben wir seit Jahren nicht. Wir hatten einfach schon lange keinen Trainer mehr, dem das überhaupt wichtig war.
    Und hat Tedesco in Aue angedeutet, dass er einer Mannschaft genau das beibringen kann? Ich habe keins der elf Spiele von Aue gesehen. Aber wenn ich mir anschaue, in welchen Tabellenregionen sich die Mannschaft bewegte, fgehe ich nicht davon aus, dass die Mannschaft vor allem mit defensiv eingestellten Gegnern zu tun hatte.
    Lebbe geht weider.

    Es muss doch in Deinen Hirnkasten passen, dass alles, was ich getan habe, tue oder tun werde, wohlüberlegt ist und gänzlich im Einklang mit den Ritterregeln.

    Garrincha schrieb:

    Aber in 8 von 10 Spielen zwingt uns der Gegner, das Spiel zu machen. Und folgerichtig sehen wir seit vielen Jahren eine Schalker Mannschaft, die sich damit schwer tut und sich in der eigenen Hälfte mit Quer- und Rückpässen die Zeit vertreibt. Weil der Konterfußball eben gegen viele Gegner nicht funktioniert und unsere Mannschaft keine anderen Lösungen kennt - jedenfalls sieht es von außen so aus.
    Das ist in allen Heimspielen bis auf die Bayern so und auch auswärts bei mehr als der Hälfte der Gegner. Da brauchen wir Ideen, wie wir mit Ballbesitz einen kompakten Gegner ausspielen können und das haben wir seit Jahren nicht. Wir hatten einfach schon lange keinen Trainer mehr, dem das überhaupt wichtig war.
    So siehts aus.

    Il Barto schrieb:

    Wir spielen alles, aber kein Konterspiel.

    Richtig, weil wir bei den meisten Gegnern gar kein Konterspiel aufbauen können. Da wir uns aber immer Trainer holen, die unglücklicherweise im Konterspiel ihre Kernkompetenz haben, endet das genauso, wie du beschreibst: Wir können kein Konterspiel aufbauen, weil der Gegner kompakt mit zwei Viererketten ziemlich tief steht. Andere Lösungen - nämlich ein planvolles und vielleicht auch mal geduldiges Offensivspiel - scheinen den Spielern gar nicht vermittelt zu werden.

    Übrigens hat Konterspiel nicht unbedingt etwas mit planvoller Offensive zu tun. Roger Schmidts Variante von Umschaltspiel basiert ja sogar bewusst auf Zufall und Unordnung.

    Garrincha schrieb:

    Übrigens hat Konterspiel nicht unbedingt etwas mit planvoller Offensive zu tun. Roger Schmidts Variante von Umschaltspiel basiert ja sogar bewusst auf Zufall und Unordnung.
    Was ja auch ein Plan ist. Nur halt ein "Wie schaffen wir es, die gegnerische Ordnung zu zerstören" und kein "Wie bulldozen wir uns am besten durch die gegnerische Ordnung?"


    Garrincha schrieb:

    Da wir uns aber immer Trainer holen, die unglücklicherweise im Konterspiel ihre Kernkompetenz haben
    Wir holen uns Trainer, die ihre Kernkompetenz im hintendrinstehen haben. Und sich allem Anschein nach für das Spiel nach vorne einen Scheiß interessieren. Wie gesagt, großer Unterschied.

    Wenn unsere Trainer im Konterspiel ihre Kernkompetenz hätten, würde man nach gegnerischen Ballverlusten auch mal schnelle Angriffszüge sehen. Das "Ja, unsere Gegner stehen 90 Minuten nur hinten drin, wagen sich gar nicht nach vorne, passen den Ball, wenn sie ihn bekommen schnell wieder zurück, damit sie niemals ungeordnet stehen und lassen nicht den Hauch einer Lücke" ist Quatsch. In jedem Spiel gibt es Gelegenheiten für schnelle Gegenstöße. Nur für manche Mannschaften häufiger, und für uns seltener.
    Same procedure as last year, Mr. Heidel?

    Same procedure as every year, Clemens.

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    Cædite eos. Novit enim Dominus qui sunt eius