Warum Talent allein nicht reicht

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      Warum Talent allein nicht reicht

      Traumberuf Fußballprofi – Der harte Weg vom Bolzplatz in die Bundesliga

      Thema heute im Reviersport, ich denke, ganz interessant.


      Reviersport schrieb:


      Manuel Neuer hat es
      geschafft, obwohl Schalke 04 den zurzeit
      vielleicht besten Torhüter der Welt
      in der B-Jugend wegschicken wollte,
      weil er damals noch zu klein war. Thomas
      Müller hat es geschafft, obwohl er
      nicht unbedingt das Talent mitbrachte,
      um Nationalspieler und sogar WMTorschützenkönig
      zu werden. Mario
      Götze hat es geschafft, weil bei ihm
      überragendes Talent und Fleiß zusammenkamen,
      aber auf dem Weg in die
      Bundesliga und zu einem der begehrtesten
      Jungstars des Fußballs wollte
      er die Schule schmeißen.

      ....

      Was machen die U-17-
      Europameister von 2009?
      Im Juni 2009 wurde die deutsche
      U17-Nationalmannschaft
      Europameister im eigenen
      Land.
      Im Endspiel vor 24.500
      Zuschauern in Magdeburg gegen
      die Niederlande gewann
      die DFB-Elf von Trainer Marco
      Pezzaiuoli mit 2:1 nach Verlängerung.
      Von der ersten
      Elf, damals die besten Fußballer
      Deutschlands in ihrem
      Jahrgang, spielen heute lediglich drei
      Bundesliga (ter Stegen, Götze,
      Plattenhardt) sowie einer in der italienischen
      A (Mustafi), sie alle sind
      Nationalspieler geworden. Der
      maximal in die zweite Liga
      siehe Tabelle unten links).
      Was ist aus
      Schalkes
      Juniorenmeistern geworden?
      Ähnlich ist die Entwicklung beim FC
      Schalke 04.
      In den Jahren 2006 und
      2012 wurden
      die A-Junioren unter Erfolgstrainer
      Norbert Elgert Deutscher
      Meister. Auch
      in der laufenden Saison
      ist der Titel für den Westmeister, der
      vor einem Jahr im Halbfinale am späteren
      Champion VfL Wolfsburg scheiterte,
      möglich. Auf Schalke scheint
      die Chance, es von der Jugend- in die
      große Bundesliga zu schaffen, besonders
      groß. Acht Spieler aus der
      „Knappenschmiede“ leisteten im S04-
      Profikader ihren Beitrag zum sensationellen
      dritten Platz in der Bundesliga.
      Doch wo sind die vielen anderen
      Schalker Talente geblieben, die vor
      acht beziehungsweise zwei Jahren
      die besten Fußballer ihres Jahrgangs
      waren und ihrem Traum vom Fußballprofi
      dennoch längst nicht alle
      erfüllen konnten? Von der ersten Elf
      der Meistermannschaft von 2006 sind
      heute zwei Spieler Stützen der aktuellen
      Profitruppe (Ralf Fährmann,
      Benedikt Höwedes), einer spielt beim
      Konkurrenten Bayer Leverkusen (Sebastian
      Boenisch) und einer wurde
      zum Weltstar (Mesut Özil/heute FC
      Arsenal). Der Rest kickt irgendwo in
      der 3. Liga oder tiefer (siehe Tabelle),
      so auch Giuseppe Pisano, der 2006 das
      Siegtor zum 2:1 im Finale gegen Bayern
      München schoss und heute in der
      Regionalliga bei Borussia Mönchengladbach
      II spielt.
      Es kann nicht früh genug losgehen.
      Schon im Alter von acht, neun Jahren
      lockt etwa der FC Barcelona Jungs
      aus Südamerika, Japan oder Afrika
      in seine berühmte Nachwuchsschule
      „La Masia“, wo auch Lionel Messi
      vom kleinwüchsigen Floh zum Weltstar
      wurde. Wegen dieser besonderen
      Form des Kinderhandels hatte die
      FIFA den Spaniern sogar zunächst ein
      Transferverbot auferlegt, doch „Barca“
      klagte dagegen und erhielt in erster
      Instanz Recht.
      In Deutschland sind derlei Sitten
      unüblich. So spielen in
      der „Knappenschmiede“
      des FC Schalke,
      zurzeit das Maß aller
      Dinge im hiesigen
      Nachwuchsfußball,
      bis zum Alter von 14,
      15 Jahren nur Kids aus
      Gelsenkirchen oder
      Umgebung. Erst für den
      sogenannten Leistungsbereich
      ab der U15 scouten die
      Königsblauen Talente in ganz
      NRW und anderen Teilen Deutschlands.
      Einen Spieler aus dem Ausland
      zu holen, wie den Schweden
      Sebastian Starke Hedlung (U19) oder
      den Polen Oktawian Skrzecz, sind die
      Ausnahme.
      Es geht aber auch anders. Im Januar
      2011 ging ein Aufschrei durchs
      Fußballland, als 1899 Hoffenheim
      einen 13-Jährigen von Berlin in die
      Provinz im Kraichgau holte.
      Engländer lassen Gentlemen‘s
      Agreement platzen
      Früher hatten sich die deutschen
      Profiklubs darauf verständigt, keine
      Spieler aus einem Leistungszentrum
      eines anderen Vereins abzuwerben.
      „Dann kamen die Engländer und
      haben die Spieler geholt, deshalb
      hat man das aufgekündigt“, erzählt
      Jürgen Gelsdorf, Nachwuchsleiter
      von Bayer Leverkusen. Es folgte
      eine verbindliche Regelung, die
      unter den 36 Profivereinen noch
      immer Bestand hat und den ausbildenden
      Vereinen schon ab der
      U12 Entschädigungen garantiert
      Wie ein Sechser im Lotto
      Die Chance, als Fußballer in
      der Bundesliga zu landen, sind
      nicht viel größer als ein Sechser
      im Lotto. Rund 40 Millionen Menschen
      interessieren sich in Deutschland
      für Fußball, also fast die Hälfte
      der Bevölkerung. 6,6 Millionen Menschen
      sind in Vereinen des DFB organisiert,
      weitere Hunderttausende
      spielen in wilden Ligen
      oder nur in der Freizeit. Etwa
      170.000 Mannschaften sind
      Woche für Woche in den
      verschiedenen Klassen
      am Ball, doch nur 1.500
      Spieler können mit dem
      Fußball ihr Geld verdienen
      und lediglich 500 von
      ihnen spielen in der 1.
      Bundesliga. „Einem heute
      zehnjährigen Jungen, der vom Leben
      als Fußballprofi träumt, würde ich
      sagen, dass er auf ganz viel verzichten
      muss, jeden Tag trainieren“, sagt Mario
      Götze in dem Buch und führt aus:
      „Man darf nicht den Druck verspüren,
      ich muss jetzt trainieren, sondern ich
      habe Spaß und Freude, es ist ein Genuss,
      nun trainieren und Fußball spielen
      zu gehen. Dieses Gefühl muss ein
      ständiger Wegbegleiter bleiben.“
      Götze wollte zwischenzeitlich die
      Schule schmeißen, mit 16, als er bei
      Borussia Dortmund auf bestem
      Wege zum Frühstarter in der
      Bundesliga war, hatte er keinen
      Kopf mehr für Schule. „Meine Eltern
      ließen nie locker, was meine Bildung
      betraf“, erinnert er sich. Götze
      kommt aus einem bürgerlichen Haushalt
      mit gutsituierten Verhältnissen,
      Vater Jürgen ist Professor an der Uni.
      Götze machte sein Abitur – und startete
      dann durch. Heute zählt er zu den
      besten Spielern der Welt, mit gerade
      einmal 21 Jahren. Götze weiß: Er lebt
      den Traum von Millionen Kindern.
      Lila Wolken statt geile Tore
      Es gibt jedoch viel mehr Karrieren,
      die kurz vor dem ersten Spiel in der
      Bundesliga einen Knick machen. Im
      besten Fall sind diese Lebenswege
      selbst gewählt, so wie bei Marteria.
      Marten Laciny, so sein bürgerlicher
      Name, war Junioren-Nationalspieler,
      alles schien bereitet für eine große
      Karriere. Und dann kam doch alles
      anders. Marteria beschreibt das in
      dem Buch so: „Die Welt war so groß
      für mich, ich wollte andere Dinge erleben.
      Und das hat dann gewonnen.“
      Bei einem Besuch in New York wurde
      er von einem Modelscout entdeckt, er
      schmiss die Schule und kündigte bei
      seinem Verein Hansa Rostock. Später
      kam er dann zur Musik, landete mit
      „Lila Wolken“ einen Mega-Hit.
      Mit dem Aufstieg zum Fußball-Helden
      wurde es aber nichts. Weil er sich
      nicht total darauf fokussierte, sondern
      andere Dinge wichtiger waren.
      Das ist auch die Botschaft des Buches:
      Nur die Talente schaffen es bis an die
      Spitze, die sich komplett dem Fußball
      verschreiben.

      U19-Europameister 2009 (erste Elf)
      Spieler Verein damals Verein heute
      Marc-André ter Stegen B. M’gladbach B. M’gladbach
      Bienvenue Basala-Mazana 1. FC Köln 1. FC Köln II
      Shkodran Mustafi Hamburger SV Sampdoria Genua
      Robert Labus Hamburger SV SF Kapfenberg (Österreich)
      Marvin Plattenhardt 1. FC Nürnberg 1. FC Nürnberg
      Matthias Zimmermann Karlsruher SC SV Sandhausen
      Reinhold Yabo 1. FC Köln Karlsruher SC
      Christopher Buchtmann FC Liverpool FC St. Pauli
      Mario Götze Borussia Dortmund Bayern München
      Kevin Scheidhauer VfL Wolfsburg VfL Wolfsburg II
      Lennart Thy Werder Bremen FC St. Pauli

      Schalkes Juniorenmeister von 2006:

      Spieler heutiger Verein Liga
      Ralf Fährmann Schalke 04 Bundesliga
      Nedim Hasanbegovic ETSV Weiche Regionalliga
      Benedikt Höwedes Schalke 04 Bundesliga*
      Sebastian Boenisch Bayer Leverkusen Bundesliga*
      André Kilian FC Homburg Regionalliga
      Timo Kunert VfL Osnabrück 3. Liga
      Salih Altin FSV Duisburg Landesliga
      Mesut Özil FC Arsenal Premier League*
      Giuseppe Pisano B. M’gladbach II Regionalliga
      Tayfun Pektürk Istanbul BB 2. türkische Liga

      Schalkes Juniorenmeister von 2012:

      Spieler heutiger Verein Liga
      Lukas Raeder Bayern München II Regionalliga
      Noah Korczowski VfL Wolfsburg II Regionalliga
      Kaan Ayhan Schalke 04 Bundesliga
      Sead Kolasinac Schalke 04 Bundesliga
      Axel Borgmann Schalke 04 II Regionalliga
      René Klingenburg Schalke 04 II Regionalliga
      Merlin Baus vereinslos (zuletzt TuS Heven)
      Nils Zander Schalke 04 II Regionalliga
      Ridvan Balci VfL Bochum II Regionalliga
      Philipp Hofmann FC Ingolstadt 2. Bundesliga
      Philipp Max Schalke 04 II Regionalliga

      Danke Schmiddy

      aber man muss auch sagen, das dies sowieso jedem, der einigermaßen Fussballsachverstand hat, klar sein sollte. Nur weil die Namen als Titelträger aufgeführt sind, heisst das ja auch nicht gleich das diese alles erreichen.
      Vita brevis, ars longa
      " Es ist besser durchs Leben zu tanzen als durch zu marschieren "

      Wenn ich mir was wünschen dürfte, käm ich in Verlegenheit, was ich mir denn wünschen sollte, eine schlimme oder gute Zeit
      So schlecht haben die es jetzt aber auch alle nicht getroffen, man kommt auch in Liga 3 gut über die Runden, der Rest der in der Regionalliga kickt wird aufgrund der Tatsache das sie zum Großteil bei Zweitvertretungen angestellt sind auch nicht am Hungertuch nagen
      Eigentlich nur zum Pöbeln hier