Fußballstadien Europas und im Rest der Welt

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      Wenn ich mich richtig erinnere, hätte Schalke auch Schwierigkeiten für den Neubau bekommen, wenn nicht dort schon ein großes Stadion gestanden hätte.
      Die Messwagen bei den Spielen rund um die Arena sind mir noch gut in Erinnerung, die haben damals überprüft ob der Lärm die genehmigten Grenzen nicht überschrietet.

      Für Freiburg natürlich der totale Mist sowas, hoffentlich gehen sie damit bis zum Bundesverwaltungsgericht!
      bleibt ihnen ja nix anderes übrig. Spielbetrieb einstellen kann ja keine option sein.
      Da kannste jetzt auch weiter davon ausgehen das die Fans auch wie bisher eingeschränkt werden wie nirgendwo anders. Verbot von Megaphonen, Einschränkungen bei der Anzahl von Trommeln etc.
      Hatte gehofft das sich das zum positiven wendet mit dem Neubau.
      So Leuten wünscht man irgendwie das da tatsächlich mal n paar hundert Leute durch den Vorgarten stampfen.
      Aber das sind die Zeichen der Zeit. Ich, ich ich und nochmals ich. Drauf geschissen das der Vereien und die ganze Stadt profitieren. Wichtig ist die Einzelperson.
      So Vögel gabs früher auch, nur heut legt man so Spinnern auch noch alles zurecht.
      Ich verstehe den Ärger darüber und würde es als nicht Betroffener ähnlich sehen. Aber das ist eben die Krux: Ich bin nicht davon betroffen. Keine Ahnung, wie ich das finden würde, wenn es so wäre. Deswegen finde ich es nicht gut, wenn hier zunächst nur von "typisch Deutsch" geschrieben wird. Ohne jetzt die genauen Hintergründe in Freiburg zu kennen.

      Wobei, gerade nochmal nachgesehen:

      Die Anlage liegt im Stadtteil Brühl neben dem Flugplatz.[1]
      Ist dann nicht ohnehin schon mit etwas mehr Lärm in der Gegend zu rechnen? :ugly:

      Leviathan schrieb:

      Ich verstehe den Ärger darüber und würde es als nicht Betroffener ähnlich sehen. Aber das ist eben die Krux: Ich bin nicht davon betroffen. Keine Ahnung, wie ich das finden würde, wenn es so wäre. Deswegen finde ich es nicht gut, wenn hier zunächst nur von "typisch Deutsch" geschrieben wird. Ohne jetzt die genauen Hintergründe in Freiburg zu kennen.

      Wobei, gerade nochmal nachgesehen:

      Die Anlage liegt im Stadtteil Brühl neben dem Flugplatz.[1]
      Ist dann nicht ohnehin schon mit etwas mehr Lärm in der Gegend zu rechnen? :ugly:
      Lärm wird unterschiedlich je nach Quelle bewertet. Gibt dazu auch unterschiedliche Verordnungen und technische Regeln.iGbt auch unterschiedliche Richtwerte.

      Meist geht es da eh um was anderes, als den tatsächlichen Lärm. Im Fall eines Fussballstadion s: Zugeparkt von den Autos, Vandalismus durch An- und Abreisende Fans, etc. Das Lärmthema wird meistens nur vorgeschoben.
      Vamos Uruguay


      https://www.youtube.com/watch?v=ZElqJTgyPLo
      Raul - Rock Star

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von McDuff ()

      schalke1993 schrieb:

      Also Freiburg auswärts nur noch Samstags 15:30 ?
      Oder darf das Vorprogramm und Abreise in die "Sperrzone" fallen ?
      Dann würde Sonntags noch 15:30 und 18:00Uhr gehen und dann wissen wir alle, wann wir hin dürfen :ugly:
      In Paderborn gibt es ja auch ein Verbot für Spiele nach 22 Uhr. 2009 gab es mal ein Montagsspiel zwischen Paderborn und Bielefeld. Anstoß war damals um 20:15 Uhr. Natürlich endet so ein Spiel nicht um Punkt 22:00 Uhr. Abpfiff war damals um 22:07 Uhr. Die Anwohner, die damals die Abendsperre eingeklagt hatten, haben anschließend auch dagegen geklagt. Der Kreis Paderborn wollte es nachträglich noch mit einer Ausnahmegenehmigung rückwirkend für rechtmäßig erklären, weil es in der Sportanlagen-Lärmschutzverordnung eine Möglichkeit für Ausnahmeregelungen gibt. Und zwar bei "Sportveranstaltungen von herausragender Bedeutung". Die Gerichte haben sowohl dem Kreis Paderborn als auch dem SC Paderborn eine Abfuhr erteilt. Spiele vom SC Paderborn sind nicht von "herausragender Bedeutung", auch nicht ein "OWL-Derby" gegen Arminia Bielefeld. Die 22 Uhr Frist ist zwingend einzuhalten. Ist es absehbar, dass die Veranstaltung verspätet endet, wie bei einem Anstoß um 20:15 Uhr, dann darf diese so nicht stattfinden. An- und Abreise etc. sind davon ausgeschlossen. Das hatten Anwohner auch versucht einzuklagen. Es gelten tatsächlicher Start bzw. Ende einer Veranstaltung. Die ist beim Fußball durch Anstoß und Abpfiff geregelt.
      Es kommt nochmal Bewegung in den Fall:
      Das Regierungspräsidium [Freiburg] hält hierzu an seiner rechtlichen Auffassung und getroffenen Entscheidung fest und ist zuversichtlich, dass diese im Hauptsacheverfahren vor dem Verwaltungsgericht standhalten wird. Diese Einschätzung beruht insbesondere auf der Tatsache, dass sich aus der Entscheidungsbegründung ergibt, dass der Beschluss auf einer überholten Fassung der 18. Bundesimmissionsschutzverordnung und damit auf veralteten Lärmgrenzwerten beruht. Dies hat der Verwaltungsgerichtshof zwischenzeitlich selbst eingeräumt.
      rp.baden-wuerttemberg.de/rpf/S…emitteilung.aspx?rid=2127
      Deutschland.... eine saturierte Bananenrepublik
      "Die Scheidung hat viele soziale Vorteile: Denn mal ehrlich, ohne Scheidung hätten doch viele Frauen gar kein Einkommen." - Harald Schmidt

      „In Brüssel wird’s erdacht, in Deutschland wird’s gemacht, in Italien wird gelacht!“ - Manfred Stolpe

      "Je mehr Verbote und Beschränkungen das Reich hat, desto mehr verarmt das Volk" - Laotse

      "Der wahre Mensch wählt das Maß und entfernt sich von den Extremen, dem Zuviel und dem Zuwenig." - Aristoteles

      jepo1904 schrieb:

      lächerlich ist das.

      genau so wenn Leute ein Haus neben dem Sportplatz kaufen
      und dann dagegen klagen das da laut ist.
      Da stimme ich dir zu 100% zu. Noch schlimmer ist es, wenn die Fußballplätze teils seit über 50 Jahren existieren, die Nachbarn vor 20-30 Jahren dazu gezogen sind und bei der Umwandlung in einen Kunstrasenplatz oder dem zusätzlichen Bau einer überdachten Tribüne auf einmal klagen. Denn dann gilt die Sportstätte als Neubau, die unter die neue Lärmschutzverordnung fällt. Anwohner erhalten dann vor Gericht quasi automatisch Recht. Es gibt unzählige Beispiele davon in ganz Deutschland. Hier ein Beispiel: youtube.com/watch?v=hKVUNuo2Dac

      Ein anderer Favorit ist noch ein Beispiel aus Bayern. Dort wurde eine überdachte Tribüne gebaut. Man könnte denken, dass dies dem Lärmschutz hilft, wenn man nicht mehr so am Spielfeldrand steht und ein Dach über dem Kopf und Wände nach hinten hat. Aber auch hier galt dann die neue Lärmschutzverordnung. Dies führte dazu, dass ein vom Gericht beauftragtes Ingenieur-Büro dem Verein folgende Lärmschutz verbessernden Maßnahmen empfahl: Die Einlaufmusik sollte von 60 auf 30 Sekunden reduziert werden. Damit kann man noch leben. Aber der Hammer kommt jetzt: Die Gesamtspielzeit auf dem Platz sei auf 150 Minuten pro Tag am Wochenende zu begrenzen. Zum Schutz der Anwohner. Der Verein sollte daher anregen, die Begegnungen der zweiten Mannschaften auf 60 Minuten zu kürzen.
      Das Urteil des VGH Baden-Württemberg gegen das Freiburger Stadion basierte wohl auf veralteten Daten. Das Gericht hat nicht die aktuellen Grenzwerte der Sportanlagenlärmschutzverordnung angewendet, sondern die bis 2017 gültigen Werte. Das Gericht soll den Fehler bereits eingeräumt haben.

      Die aktuellen Werte sind weniger scharf, so dass man beim SCF nun davon ausgeht, dass das Urteil des VGH geändert und es keine relevanten Nutzungseinschränkungen des neuen Stadions geben wird.

      Badische Zeitung

      Unfassbar.
      Politik, Verwaltung, Polizei, Justiz: Egal wo man hinschaut, es sind immer mehr Dielettanten am Werk.
      Fehler passieren, keine Frage. Aber wenn das stimmt, dann ist das schon ein sehr großer Bock, den der VGH da geschossen hat.
      Penis bonus pax in domus.
      Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler
      Man hat dem Anschein nach ja die Größe, Fehler einzugestehen

      Hauptsache du machst in deinem Job alles richtig





      plan b schrieb:

      Politik, Verwaltung, Polizei, Justiz: Egal wo man hinschaut, es sind immer mehr Dielettanten am Werk.
      Schubladendenken, nichts anderes...
      Nein. Sicher nicht, Tobi.

      Aber das ist nicht bloß irgendein ein Flüchtigkeitsfehler, der halt mal passiert.

      Da hat nicht ein Richter beim Amtsgericht Hintertupfingen etwas falsch eingeschätzt. Das ist der VGH. Die höchste verwaltungsrechtliche Instanz in Baden-Württemberg. Da sind nicht irgendwelche angelernten HiWis am Werk sondern absolute Vollprofis.

      Die Leute dort haben eine besondere Verantwortung im Hinblick auf die Glaubwürdigkeit des staatlichen Verwaltungshandelns.

      Und ausgerechnet diesem Gericht unterläuft bei einer solch weitgehenden, öffentlichkeitswirksamen Entscheidung ein derartiger Anfängerfehler.
      Da wundert einen nicht, dass das Vertrauen der Bevölkerung in den Staat immer mehr schwindet.

      Bei allem Verständnis, aber so einen kapitaler Bock darf und kann sich ein oberstes Gericht nicht leisten.
      Penis bonus pax in domus.