Trauriges aus der Welt des Fußballs

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      Und nochmal: nichts davon war ursächlich für seinen Tod. Ich bin der letzte, der was gegen Geschwindigkeitsbegrenzungen sagt. Aber gestorben ist er nicht wegen seines Verhaltens (das wäre halt was anderes, wenn ihm z.B. ein Reh vor Auto gelaufen wäre, weil er das Wildwechselschild ignoriert hat), sondern durch technisches Versagen.

      Ich weiß, unsere Welt sucht immer irgendwo einen Schuldigen, aber manchmal passieren blöde Dinge einfach. Wie hier.
      Same procedure as last year, Mr. Heidel?

      Same procedure as every year, Clemens.

      --

      Cædite eos. Novit enim Dominus qui sunt eius

      -- Das Thema hier heißt nicht Hotte! Außer es ist gerade der Hottethread! Wer diese Ansage missachtet muss sämtliche Heimspiele der 18/19-Saison gucken.
      Bin etwas überrascht, dass der Unterschied zwischen 120 km/h und 240 km/h im Zusammenhang mit einem Reifenplatzer so gering gesehen wird.

      Egal, ob erlaubt oder nicht erlaubt - bei 240 einen Ausritt mit Einschlag zu haben, ist gänzlich etwas anderes als mit 120.

      Nicht umsonst sind im Automobilsport diverse Sicherheitseinrichtungen im und am Auto und auch am Fahrer zwingend vorgeschrieben.

      Kein - wirklich gar kein - für den normalen Straßenverkehr zugelassenes Fahrzeug ist für Einschläge jenseits der 200km/h insoweit vorbereitet, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, lebend da herauszukommen. Der verwendete Stahl oder das im Innenraum vorhandene Hartplastik werden bei solch einem Einschlag in alle Richtungen verbogen und zerrissen - ist da ein menschlicher Körper im Weg ...

      Bei 120 km/h hält das Material wesentlich mehr aus. Die Wahrscheinlichkeit ist viel höher.

      Für mich liegt die Schuld ganz klar beim Fahrer - zu 100%. Egal, ob Geschwindigkeit erlaubt oder nicht. Wer sich mal den Spaß macht in einem vollausgestattetem Rennwagen mit 100 km/h in die Leitplanke zu krachen, der wird nicht mehr so gerne mit einem normalen PKW mit 200 und mehr über die Autobahn fahren.
      Fehlerlos ist leblos!
      So siehts (leider) aus.

      Keiner bestreitet, dass der Reifen nicht auch bei 120 hätte platzen können. Die Wahrscheinlichkeit, da dann aber lebend rauszukommen, ist um ein vielfaches höher.

      Wer sich auf Geschwindigkeiten jenseits der 200 einlässt, muss sich des Risikos bewusst sein. Es kann alles mögliche passieren, was dann zum tödlichen Unfall passiert, nicht mal ein Reifenschaden.

      Es reicht eine Bodenwelle, ein Gegenstand auf der Fahrbahn, eine Windböe, ein Tier auf der Fahrbahn, ein Fahrfehler etc pp.... bei Tempo 237 muss mir klar sein, dass jedes unvorhergesehene Ereignis einen solchen Unfall mit sich bringen kann.

      Wer schon mal einen Aufprall mit nur 50 km/h hatte weiß, was da für Kräfte wirken können.
      „In einer Mannschaft möchte ich die Handschrift des Trainers sehen. Bei Robin Dutt sieht es aus als könnte er nicht schreiben.“

      – Jan Åge Fjørtoft

      Il Barto schrieb:

      Das ändert aber nichts daran, dass das Auto absolut für solche Geschwindigkeiten ausgelegt ist. Und die Strecke halt nicht auf 120 reguliert ist, weil mal ein Reifen platzen könnte, sondern aus anderen Gründen.

      Wenn ich an einem Strand schwimmen gehe, wo das wegen gefährlicher Strömungen verboten ist, und werde dabei von einem weißen Hai gefressen, bin ich auch nicht selbst schuld. Weil das Verbot und die tatsächliche Todesursache nicht im Zusammenhang stehen, selbst wenn durch einen komischen Zufall eine Beachtung des Verbotes wohl fürs Überleben gesorgt hätte.
      Natürlich wärst du dann selbst Schuld, auch wenn du nicht ertrunken bist, sondern vom Hai gefressen. Du wusstest in dem Fall, dass es gefährlich ist, dass du ertrinken kannst und springst trotzdem in die Fluten. Der Hai ist derjenige, dem man keinen Vorwurf machen kann. Du begibst dich ja sogar freiwillig auf seinen Teller. :)

      SGE_Heino schrieb:

      Wer sich auf Geschwindigkeiten jenseits der 200 einlässt, muss sich des Risikos bewusst sein. Es kann alles mögliche passieren, was dann zum tödlichen Unfall passiert, nicht mal ein Reifenschaden.
      Will auf keinen Fall irgendwas relativieren, aber diese Gefahr, das du dich und/oder andere verletzen kannst sollte einem immer bewusst sein, wenn man ins Auto steigt, nicht nur ab 200+.
      Über den Unfall sollten wir nicht spekulieren. niemand weiss ob der Reifen bei 120 auch geplatzt wäre, oder ob die Insassen es überlebt hätten bei 120, etc.
      Unterm Strich bleibt ein trauriger Unfall mit Todesfolgen.
      "Und darüber sollte man sich mal Gedanken machen, wenn selbst Roomer noch als leuchtendes Beispiel für einen dienen kann." by Il Barto
      "Caligiuri nimmt die gesamte Dortmunder Defensive auseinander"
      "Burgstaller macht seine Tore, 10 hat er ja schon - aber was der da vorne fürs Team wegrumpelt is nochmal 10 Tore wert"
      "Schalke lässt Dxrtmund keine Luft zum atmen!"- by Kai Dittmann

      Schwachi schrieb:

      Ob die Folgen des Reifenplatzers bei 120km/h anders ausgegangen wären als bei der tatsächlichen Geschwindigkeit, darüber können wir nur spekulieren. Ich würde behaupten, dass die Chance größer ist zu überleben, je langsamer das Tempo ist. Mir ist auf einer Bundesstrasse bei circa 100km/h der Reifen geplatzt und ich konnte langsam runter bremsen und habe kaum was gespürt
      Mir ist das letztes Jahr tatsächlich bei Tempo 130 auf der Autobahn ebenfalls passiert. Ich habe mich zwar extrem erschrocken, das Auto war aber noch komplett zu kontrollieren und ich konnte ebenfalls langsam bremsen.

      Dass das mit 247 Sachen anders aussehen kann wundert mich dennoch nicht.

      Tragisch für die beiden Opfer und die Familien. Rip.
      Gestern beim Länderspiel Frankreich gegen Bolivien. Vor dem Spiel gibt es eine Schweigeminute für Reyes. Als die vorbei ist fährt ein ferngesteuertes Mini-Auto von Sponsor VW auf den Platz um den Spielball zum Mittelpunkt zu transportieren. Allein diese Art von Sponsoring ist schon schräg. Aber unpassender hätte es nach einer Schweigeminute für einen im Auto tödlich verunglückten Spieler nicht sein können..

      twitter.com/ThomasClay3/status/1135260373060325376

      RunderBall schrieb:

      Gestern beim Länderspiel Frankreich gegen Bolivien. Vor dem Spiel gibt es eine Schweigeminute für Reyes. Als die vorbei ist fährt ein ferngesteuertes Mini-Auto von Sponsor VW auf den Platz um den Spielball zum Mittelpunkt zu transportieren. Allein diese Art von Sponsoring ist schon schräg. Aber unpassender hätte es nach einer Schweigeminute für einen im Auto tödlich verunglückten Spieler nicht sein können..

      twitter.com/ThomasClay3/status/1135260373060325376
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      "Dickel hat nach dem 2:3-Anschlusstreffer wie Adolf Hitler in sein scheiss Mikrofon gebrüllt, der Holzkopf." (Frage/n)
      Unfallursächlich ist der Reifenplatzer, todesursächlich die Geschwindigkeit.

      Und wenn sich herausstellen sollte, dass der Reifen nicht "einfach so" geplatzt ist, sondern weil irgendwas auf der Strasse lag, dann wiegt die Geschwindigkeitsüberschreitung noch einmal mehr.

      Eigentlich ist das aber egal.

      Wie schrecklich ist das für die ganze Familie!

      RIP
      Wolfram Wuttke: Schalker, Nationalspieler, schlampertes Genie. 17. November 1961 bis 1. März 2015


      Schalke Fan seit 1903

      Alter weiser Mann.

      Il Barto schrieb:

      (das wäre halt was anderes, wenn ihm z.B. ein Reh vor Auto gelaufen wäre, weil er das Wildwechselschild ignoriert hat)
      Aus Erfahrung kann ich Dir sagen, dass Rehe auch vors Auto laufen, wenn Du das Schild registriert hattest.
      Wildunfall ist vielleicht ein unglückliches Beispiel für das, was Du sagen willst.

      Il Barto schrieb:

      Das ändert aber nichts daran, dass das Auto absolut für solche Geschwindigkeiten ausgelegt ist.
      Fuhr er einen Test in der Salzwüste oder auf einer öffentlichen Straße?
      Wir wissen ja nun auch nicht in welchem Zustand der Reifen sich befunden hat. Zusätzlich sind Reifen auch für eine gewisse Geschwindigkeit begrenzt. Halte ich bei einem Brabus allerdings für ausgeschlossen, dass die Reifen die Geschwindigkeit nicht aushalten. Weiß man denn schon warum der Reifen geplatzt ist? Ist ja durchaus möglich, dass ein kleiner Gegenstand auf der Fahrbahn lag.

      Mein Mitleid hält sich für den Fahrer bei der Geschwindigkeit in Grenzen. Blöd nur, dass der seinen Cousin mit in den Tod gerissen hat.

      Ich würde allerdings mit solchen Rasern selbst nicht mitfahren.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Jim Panse ()

      Und dann diese faule Ausrede:


      Nach Kritik in sozialen Medien hat der polnische Fußballverband die Verwendung des Begriffs verteidigt. Er sei „üblich“, um Siege im Fußball zu beschreiben, teilte Verbandssprecher Jakub Kwiatkowski mit. Es folgte eine halbgare Entschuldigung: „Vielleicht war er in diesem Zusammenhang fehl am Platz, weil es unnötig Emotionen schürt.“ Wenn er mit „unnötigen Emotionen“ die zahlreichen Holocaustwitze meint, die später unter dem Post zu sehen waren, hat er wohl recht.
      "Quality without results is pointless. Results without quality is boring."