Gedenken an einen ganz großen Schalker

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      Sowas wie Charly wird's nicht mehr geben. Aber ich finde, dass DT was die Emotionen betrifft, ähnlich tickt. Aber jetzt Trainer und Betreuer zu vergleichen wäre eh nicht richtig. Jetzt, wo wir so viele Verantwortliche am Spielfeldrand haben, kann es meiner Meinung nach auch sowas nicht mehr geben. Vielleicht ist es auch gut so. Charly - Der letzte seiner Art.
      "Hätten wir Emile Mpenza alleine zum Einwohnermeldeamt geschickt wäre er mit 5 Brötchen
      wiedergekommen!" (Assauer)
      Bekannte wohnten in direkter Nachbarschaft zu Radek Latal. Kann mich noch dran erinnern, wie ich ihn zusammen mit meinem Vater da vorm Haus getroffen habe.
      Da sagte er „Junge komm ma her, ich hab da wat dabei.“ Er schenke mir dann eine Tüte voll mit 2-3 Schalke T-Shirts und anderem Kram. 8o
      Ich weiß nicht mehr wann das genau war. Muss so 96/97 gewesen sein.

      CigaretteSmokingMan schrieb:

      Gia schrieb:

      Schade, dass der Bericht von Matthias Berghoefer nicht mehr online zugänglich ist (oder finde ich ihn einfach nicht?). .
      Zumindest der Text ist noch archiviert.
      web.archive.org/web/2009061508…info/2008/11/18/abschied/

      Gerade nochmal gelesen. Wird man ganz unruhig.
      "Quite an experience to live in fear, isn't it?" "That's what it is to be a slave."
      Als ich das erste Mal zum Auswärtsderby fuhr war ich 16 und kaufte die Karten bei eBay. Sitzplatz Block 7 Reihe 1, fand ich gut, direkt neben dem Gästeblock, in meiner Erinnerung original 17 Euro und bei eBay wuchermäßige 26. Es war das Freitagabend-Derby 2004 zum Rückrundenauftakt, Kenner erinnern sich. Diese Plätze waren vor dem WM-Umbau tatsächlich noch auf der Höhe des Spielfeldes, zwischen uns und dem Platz kein Geländer und nur eine Werbebande (man kann das hier noch ganz gut sehen, Vorsicht Zeckenseite). Das waren zwar eigentlich keine Gästeplätze, aber ich ging mal davon aus dass es auf der Tribüne schon unproblematisch sein würde. Würde man heute wohl auch nicht mehr so bringen.

      Da es der erste Rückrundenspieltag war lief das Spiel live in der ARD. Die Sportschau war auf die Idee gekommen, an alle Zuschauer schwarzgelbe Fähnchen zu verteilen. Man hatte aber mitgedacht und für die Schalker in den Sitz-Gästeblöcken Blauweiße ausgelegt, schwarzgelb wäre ja quatsch gewesen. Blöd nur, dass ich meine Karte nicht von Schalke hatte. Für mich würde es also keine Fahne geben. Dachte ich.

      Da hatte ich aber die Rechnung ohne den Charly gemacht. Vielleicht 20 Minuten vor dem Spiel lief der plötzlich vor der Tribüne lang, ne Handvoll Fähnchen von gottweißwo organisiert, und schaute nach Schalkern die er beschenken konnte. Ich hatte meinen blauweißen Schal an und war völlig platt, den plötzlich 3 Meter vor mir stehen zu sehen, da hatte ich auch schon eine in der Hand und mein Vater gleich mit. Das war mein erstes Charly-Neumann-Live-Erlebnis: Läuft kurz vorm Derby in Doof vor der Tribüne lang und verschenkt Schalke-Fahnen. Wenn ich's nicht selbst erlebt hätte würd ich's nicht glauben.

      Die Pointe dazu lautet: Kurz vor Spielende waren die Zecken schon frustriert genug. Irgendein älterer Typ aus unserer Reihe lief mit nem Bier in der Hand an uns vorbei zu seinem Platz und meinte, mir unsere Fahnen aus der Hand ziehen zu müssen. Ich hatte noch nicht ganz kapiert was da passiert war, da stand mein Vater auf, ging dem hinterher, packte sich die Fahnen zurück und muckte den erstmal kräftig an. Führte wenn ich mich recht entsinne nicht unbedingt zu enthusiastischen Reaktionen der um uns Sitzenden, aber auch zu nix Weiterem. Ein paar Minuten später schoss Ebbe Sand sein Tor, ne halbe Stunde nach dem Spiel jubelten wir immer noch wie bescheuert vorm Gästeblock, und meine Fahnen von Charly habe ich tatsächlich bis heute.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von 210597 ()

      210597 schrieb:

      Es war das Freitagabend-Derby 2004 zum Rückrundenauftakt, Kenner erinnern sich.
      Du meinst dieses: Schalke Lego Derby 89 Minute Ebbe Sand - YouTube
      Modefan seit 1958, seitdem warte ich auf den nächsten Meistertitel:)

      Ich möchte im Schlaf sterben wie mein Opa, nicht hysterisch kreischend wie sein Beifahrer...

      Heidel kann auf Schalke ruhiger arbeiten als ein Schrankenwärter an einer stillgelegten Zugstrecke.

      („Ich habe 1969 aufgehört zu trinken und mich mit Weibern zu beschäftigen – es waren die schlimmsten 20 Minuten meines Lebens“ (Georg Best)